Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
TR Türkei, Turquía, Turquie, Turchia, Turkey
Anthroponym, Anthropónimo, Anthroponyme, Anthroponimo, Anthroponym

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Mehrebani-Yasyba, Aliye
Turksprachige Anthroponymie in Deutschland
Geschichte, multikulturelle Beziehungen und Besonderheiten
Turcic Language Anthroponymy in Germany
History, Multicultural Relations and Specifics

(E?)(L?) https://www.namenkundliche-informationen.de/baende/download/10500/id10951/

Aliye Mehrebani-Yasyba, Berlin

Abstract:

Since the 1960s Germany has seen the arrival of a considerable number of immigrants, mainly from Turkey. The Turkish language, the religion of the Turkish people and other Turkish groups manifest themselves in their naming traditions. The Turkish history, culture and language (also of other groups who speak a Turkish language) is unknown in Germany. The present paper is the beginning of a project of a Turkish dictionary with Turkish names.

1 Einführung

Die türkische Anthroponymie (1) in Deutschland ist ein breites und zur Zeit sowohl für Deutschland als auch für die Türkei sehr wichtiges Thema. Es ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt des zwischensprachlichen und zwischenkulturellen Zusammenwirkens zweier Volksgruppen interessant, sondern wissenschaftlich bisher noch wenig erforscht, obwohl verschiedene Arbeiten existieren, die aber nur einzelne Aspekte der türkischen Anthroponymie betrachten (s. Literaturverzeichnis).

1) Grundsätzlich wird unterschieden in Um Missverständnisse zu vermeiden, verwende ich jedoch im Text den Begriff türkische Anthroponymie im Sinne eines gemeinsamen Onomastikons der Turkvölker, das in alter Zeit entstanden und noch heute gebräuchlich ist.

Während der hundertjährigen Geschichte der Türken in Deutschland sind diese beiden Völker scheinbar eng zusammengewachsen. In den Beziehungen zu den Mitbürgern türkischer Herkunft in Deutschland spielt es oftmals eine große Rolle, dass die Namen – Vor- und Familiennamen – den Deutschen allzu fremdartig vorkommen. Obwohl die deutsch-türkischen Beziehungen in allen gesellschaftlichen Bereichen breit entwickelt sind und es in Deutschland heutzutage ein großes Interesse an einem türkischen Onomastikon gibt, fehlt leider ein vollständiges, wissenschaftlich zusammengestelltes Werk zu diesem Thema. Darüber hinaus gibt es einen großen Bedarf an der Systematisierung von türkischen Vor- und Familiennamen. Kurzum, es fehlt ein Werk, in dem die Namen der Millionen in Deutschland lebenden Menschen enthalten, wissenschaftlich behandelt und geordnet sind, die einen türkischen Namen tragen, aus der Türkei stammen oder einem Turkvolk, z.B. dem krimtürkischen (bzw. krimtatarischen), wolgatatarischen, baschkirischen, aserbaidschanischen, usbekischen, kirgisischen, turkmenischen, kumükischen, tscherkessischen usw. angehören.
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2 Alttürkische Namen

2.1 Die Namengebung bei den Alttürken im geschichtlichen Überblick

Die Wahl der Vornamen ist von großer Bedeutung – gemäß dem türkischem Sprichwort „Adi güzel – tadi güzel“: „Wer einen schönen Namen hat, dessen Wesen (Geschmack) ist schön“.
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Kinder, die nach dem Tod mehrerer Geschwister geboren wurden, trugen Schutznamen wie "Yasar" ,er/sie lebt‘, "Ölmez" ,er/sie stirbt nicht‘, "Daim" ,bleibend‘, "Dursun", "Duran", "Durmus" ,er möge bleiben‘. In einem solchen Fall konnte später, schon in der islamischen Tradition, das Kind auch "Abdülbaki" ,Diener des Ewigbestehenden‘ genannt werden, was dann oft zu "Baki" verkürzt wurde.

Mit Namen wie "Çirkin" ,Hässlicher?‘ versuchte man, „den bösen Blick“ abzuwenden. Die Namen "Bengi", "Bengü" in der Bedeutung ,ewig‘ dürften auch in diese Kategorie gehören, ebenso wie "Cavid", "Cavit" ,Ewiger, der ewig Lebende‘.
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So wird z.B. berichtet, dass "Bogaç", ein alttürkischer Held, seinen Namen (,der den Stier Tötende‘) nach seinem Sieg über einen Stier erhalten hat. Da ein Held gleichzeitig mit der Namenerteilung auch sein Pferd bekam, nannte man ihn beispielsweise "Ak Atlu Aybahadir" ,der den Schimmel besitzende Aybahadir‘ oder "Boz Aygirli Bamsi Beyrek" ,der den grauen Hengst besitzende Bamsi Beyrek‘.
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Die alttürkischen Namen bezogen sich u.a. auf die folgenden Bereiche: Die alttürkischen Namen bestanden nicht nur aus einfachen Wörtern, sondern auch aus Zusammensetzungen: "Il-bey" ,Land/Regierungsbezirk‘ + ,Herr?‘ = ,der angesehene einflussreiche Herr eines Ortes‘; "Ay-bike" ,Mond‘ + ,Dame‘ = ,sehr schöne Dame, wie der Mond rein und schön‘ u. a.

Mit Hilfe von Namengliedern wie "alp" ,tapfer, heldenmütig, kräftig‘; "ak" ,weiß, sauber, rein‘; "bey" ,Herr (Bezeichnung für Gebildeten)‘; "boz" ,grau‘; "er" ,mutig, unerschrocken‘ u.a. wurden neue Namen gebildet: "Alpaslan" ,kühner, tapferer Held‘; "Bilgealp" ,weiser, tapferer Mann‘; "Bozkurt" ,grauer Wolf‘; "Akkiz" ,unschuldiges (sauberes) schönes Mädchen‘.

Auch Zusammensetzungen aus ganz unterschiedlichen Namen entstanden: "Kiliçaslan" ,Säbel, Schwert‘ + ,Löwe‘ = ,tapferer Held‘; "Aslihan" ,Abstammung‘ + ,Khan‘ = ,von königlicher Abstammung‘. Manche zusammengesetzten Namen waren anfangs getrennt: "Alp Aslan", "Çengiz Han" usw.

Bis zur Islamisierung der Turkvölker in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts waren die Namen alttürkischer Herkunft. Die ersten Kontakte zur islamischen Religion im 8. Jahrhundert bildeten einen entscheidenden Wendepunkt. Die Turkstämme wurden durch die arabische und persische Kultur stark beeinflusst. Im Seldschukenreich entstand eine türkische Kultur islamischer Prägung. Dadurch wurden die ursprünglich türkischen Namen in großem Maße verdrängt. Fremdsprachige Namen fanden Eingang, bei vielen von ihnen handelte es sich um ursprüngliche Titel. Beispiele hierfür sind "Sultan" (Titel osmanischer oder nichttürkischer Herrscher, ihrer Frauen und Töchter; als Name: "Mehmet Sultan", "Aliye Sultan" usw.) und "Kaah"/"Han" (Titel des fürstlichen Herrschers: "Çingiz Han"). Unter dem Einfluss des Islam trat zum Ritual der Namengebung hinzu, dass diese durch einen Gebetsruf ins Ohr des Kindes vollzogen wurde.

Ungeachtet dieser Einflüsse fanden islamisch geprägte Namen im Osmanenreich während der 600jährigen Herrschaft innerhalb der einfachen Bevölkerung wenig Beachtung. Lange Zeit trug man hier noch die traditionellen alttürkischen Namen und bewahrte somit ursprüngliche Namengebungsmotivationen bzw. Geburtstraditionen. Erst spät erreichte die Vorliebe für islamische Namen auch die Unterschicht. Generell blieb diese stärker als die Oberschicht mit den alten Volkstraditionen verbunden.

3 Die türkischen Personennamen seit dem 10. Jahrhundert

3.1 Vornamen

Die türkischen Namen wurden vor allem von den östlichen Sprachen und vom Islam beeinflusst. Die Verbreitung der persischen Namen war im Vergleich zu den arabischen nicht sehr ausgeprägt. Mit den arabischen Namen fanden zugleich Namen der Juden, Armenier und der christlichen Araber Eingang in den türkischen Rufnamenschatz. Das Namengut wurde also aus geschichtlichen, religiösen und nachbarschaftlichen Gründen von Fremdsprachen beeinflusst. Türkische Vornamen spiegeln ganz deutlich die kulturelle Geschichte der Türken wider.

3.1.1 Die Hauptquellen der türkischen Vornamen

Türkische Vornamen entstammen in erster Linie folgenden drei Quellen: 1. Zu den Namen arabischen Ursprungs gehören: Die meisten arabischen Namen sind nach bestimmten grammatischen Prinzipien gebildet worden und gehören ihrer Form nach einer der folgenden Gruppen an: Durch Anfügung der Endung "-e" ("-ye") oder "-a" werden zu einigen Männernamen weiblichen Formen gebildet: "Ali" – "Alia"/"Aliye"; "Adil" – "Adile"; "Nuri" – "Nuriye" usw. Dies resultiert aus der arabischen Grammatik: In der arabischen Sprache gibt es das grammatische Geschlecht: "mualim" – "mualime" ,Lehrer‘ – ,Lehrerin‘; "müdür" – "müdüre" ,Leiter‘ – ,Leiterin‘. Obwohl die türkische Sprache kein grammatisches Geschlecht kennt, existieren viele Namen arabischer Herkunft sowohl in weiblicher als auch in männlicher Form.

2. In der Zeit des Osmanischen Reiches war die persische Sprache in Mode (genau wie die englische Sprache heute). Sie war die Kommunikationssprache zwischen den Völkern in der Religion, der Politik, im öffentlichen Leben usw. Aber nur die Oberschichten durften ihren Kindern persische Namen geben. Das einfache Volk bewahrte auch weiterhin zahlreiche alt­türkische Namen. Das persische Erbe war überwiegend bei der gebildeten und aus den Städten stammenden Bevölkerung vorherrschend.

Im Vergleich zu den arabischen Namen ist die Zahl persischer Namen geringer. Dennoch waren viele dieser Namen sehr beliebt und populär, unter ihnen "Farangiz", "Feride", "Fürüzan", "Cahanara", "Taraaneh"/"Tarana", "Sirin", "Nasrin", "Nermin", "Farid", "Farhaad", "Parviz".

3. Die eigentliche türkische Tradition trat nach der Gründung der Republik 1923 in den Vordergrund und wurde auf die Türken Innerasiens ausgedehnt. Es wurden alttürkische Namen – z.B. "Tarkan", "Han", "Can" (männlich) bzw. "Canan" (weiblich) – und sogenannte „türkische Ideale“, die mit dem alten Glauben der Alttürken verbunden sind (z.B. "Ay" ,Mond‘; "Gün" ,Sonne, Tag‘; "Ildiz" ,Stern‘), übernommen.

Häufig bildete man Vornamen, die nach realen türkischen Wörtern klingen, mitunter jedoch schwer zu erklären sind, z.B. "Belma" oder "Tülin" (weiblich). Der zahlenmäßige Anteil der neuen künstlich gebildeten Namen beträgt ungefähr 83–85%. Nicht wenige dieser Namen setzen sich aus elterlichen Namenbestandteilen zusammen, vgl. "Ayze" ("Ay" + "Ze") – aus "Ayhan" = Name des Vaters und "Zelicha" = Name der Mutter. Nach diesem Prinzip gebildete Namen haben allein ohne die Erklärung ihrer Bestandteile keine Bedeutung, klingen jedoch wie türkischstämmige.

Der berühmte aserbaidschanische Schriftsteller "Anar Riza" trägt einen Namen, der in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts nach dem genannten Muster gebildet wurde: "Anam" (,meine Mutter‘) + "Nigar" + "Atam" (,mein Vater‘) + "Resul" = Anar. In diesem Fall kommen noch die Metro- und Patronyme ,meine Mutter‘ und ,mein Vater‘ dazu.

Nach jenem Prinzip gebildete Namen haben allein ohne die Erklärung der Bestandteile zwar eine Bedeutung, sie sind aber nicht unbedingt aus der türkischen Sprache erklärbar. Der Vorname "Anar" stammt aus dem Persischen und bedeutet ,Granatapfel‘. Ich persönlich würde unsere Tochter "Alime" nennen: "Aliye" + "Mehran" (Name meines Ehemannes). In diesem Fall besitzt der Name "Alime" selbst auch eine eigene Semantik – im Arabischen bedeutet er ,die Wissende, Gelehrte, Gebildete, Kluge‘.

Namenneubildungen ziehen insbesondere gebildete und modern eingestellte Eltern vor. Bei solchen Paaren ist bei der Namenswahl ein starkes Streben nach Originalität und Individualität zu beobachten. Unten dem Einfluss europäischer Kulturen haben sich auch Namen entwickelt, die um des schönen Klanges willen gebildet worden sind. Danach wurden sie oftmals für eine gewisse Zeit zu Modenamen. Wenn ein Mädchen z.B. "Suzan" heißt, kann dessen Name auf persisch "Suzan" ,brennend‘ zurückgehen oder von der französischen Namensform "Suzanne" (dies aus hebräisch ,Lilie‘) beeinflusst sein.

3.1.2 Die wichtigsten Prinzipien der türkischen Namengebung: Traditionen und Benennungsmotive

Die Namengebungsmotive unterliegen bis heute der Veränderung, wobei die Beweggründe bei der Wahl der Vornamen sehr verschieden und vielfältig sind. Neben den traditionsgebundenen Namengebungsgewohnheiten lässt sich zugleich eine Tendenz zu einer freien, überregionalen und individuellen Namenwahl feststellen, die sich aufgrund der neuen gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse durch größere Freiheiten hinsichtlich der Berücksichtigung einiger Wünsche auszeichnet. Der neuerliche Motivreichtum hat daher im Vergleich zur Vergangenheit zu einer bedeutenden Vergrößerung des Namenbestandes geführt. Die Bevorzugung bestimmter Motive steht in engem Zusammenhang mit den kulturellen und sozialen Verhältnissen. An einem Vornamen kann etwa die Gesinnung der Eltern abgelesen werden, wenn sie den Namen des Kindes zum lebenden Plakat ihrer politischen, weltanschaulichen, religiösen Überzeugungen oder ihrer momentanen Stimmung machen (Zengin 2007, 764).

Einige Beispiele für traditionelle Benennungsmotive bei türkischen Familien verdeutlichen dies. Die strenggläubige sunnitische Bevölkerung vergibt häufiger religiöse Namen: "Muhammed", "Ahmed", "Islam", "Ömer", "Fatma" u.Ä., gläubige "Aleviten" (Anhänger "Alis") entscheiden sich für Namen wie "Ali" (Prophet Ali), "Haydar" (Beiname des Propheten Ali), "Hasan" oder "Hüseyn" (Söhne des Propheten Ali). Gebildete liberale Eltern tendieren eher zu Namen wie "Baris" ,Frieden‘, "Özgür" ,frei, unabhängig‘ oder zu den neuen originellen künstlich gebildeten Namen.

Des Weiteren lassen sich auch Verbindungen zwischen Vornamen und bestimmten Landschaften/Regionen herstellen. So trifft man im Schwarzmeergebiet öfter auf männliche Vornamen wie "Temel" ,Fundament, Grundlage, Basis‘, "Sehmus" ist ein Heiligenname in Diyarbakir, "Munzur" ein Heiligenname in Tunceli. Viele Familien geben ihren Kindern traditionelle Namen, die für das Volk, von dem sie abstammen, besonders typisch oder sehr beliebt sind:

So wählen die Türken krimtürkischer Abstammung für ihre Kinder oft solche Namen wie "Kirim" ,Halbinsel Krim‘, "Vatan" ,Heimat‘ oder "Geray"/"Girey" (berühmte Dynastie der krimtürkischen Herrscher). Letzteren kann man in verschiedenen Kombinationen antreffen: "Alp Geray", "Mengli Geray", "Islam Geray", "Haci Geray" u.a.

Die türkische Tscherkessen nennen ihre Kinder häufig "Samil" – nach dem Führer der muslimischen Bergvölker Dagestans und Tschetscheniens, deren heftiger Widerstand die russische Eroberung des Kaukasus um 25 Jahre verzögerte. Diesen Namen vergibt man oft auch in Kombinationen wie "Ali Samil", "Samil Yusuf" u.a.

Die Nachkommen der Aserbaidschaner nennen Zwillingssöhne manchmal "Azer" und "Baycan" – "Azerbaycan" ("Aserbaidschan") nach den Bestandteilen des Namens des Heimatlandes ihrer Vorfahren.

Jedoch treten schichtenspezifische, traditions- und landschaftsgebundene Gesichtspunkte durch den Einfluss der Massenmedien und andere Aspekte immer mehr in den Hintergrund.

Die Vornamen werden heutzutage in der Regel von den Eltern, d.h. im familiären Bereich, ausgewählt, wobei sich auch verwandtschaftliche und gute nachbarschaftliche Beziehungen auf unterschiedliche Art auswirken. Die Namengebung ist also zugleich Angelegenheit der Großeltern, Verwandten, Nachbarn und Freunde.

Das Kind wird den türkischen Traditionen nach grundsätzlich zweimal benannt: zunächst bei der Abnabelung, dann durch Gebetsruf. Der zuallererst vergebene Vorname wird im Türkischen als "göbek adi" (Abnabelungsname) bezeichnet. Der zweitgewählte Vorname stellt hingegen den eigentlichen Vornamen des Neugeborenen dar, er heißt "kütük adi" (der ins Amtsregister eingetragene Name). Oft steht der Abnabelungsname an zweiter Stelle, dient aber im Familienkreis als Rufname. Der offizielle Name steht dann an erster Position, und das Kind wird mit diesem Namen im Kindergarten und später in der Schule gerufen. So können aber viele Probleme und Missverständnisse entstehen.

Viele moderne Familien geben deshalb heute nur einen Vornamen, der offiziell ins Amtsregister eingetragen ist und gleichzeitig als Rufname dient. Die Mütter begründen dies oft damit, dass es ihr Kind auf diese Weise in Kindergarten und Schule leichter haben wird.

In der Gegenwart geht man bei der Namengebung freier und einfacher als in alter Zeit vor. Der Einfluss durch Bräuche und Sitten nimmt stetig ab, was mit der Bildung, der sozialen Schicht und dem kulturellen Umfeld der Eltern zusammenhängt.

Die Namenerteilung findet im Wesentlichen entweder am Tag der Geburt oder einige Tage danach, und zwar nur tagsüber statt. Zur feierlichen Namengebung werden die Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Freunde eingeladen. Den Namen erteilte früher traditionell der Hodscha, d.i. der religiöse Diener (bei den Türkei-Türken in der Regel am dritten Tag, bei den Krimtürken nicht später als am siebten Tag), der Großvater oder der Vater, jedoch variierte dies je nach Familie, Ort und Zeit. Heute vergibt meist der Vater den Namen für den Sohn, die Mutter für die Tochter.

Bei den gebildeten modernen Familien beteiligen sich daran beide Elternteile. Der Hodscha spielt hier eine geringe Rolle. Er wird ausschließlich dafür eingeladen, dass er dem Kind den Namen nach religiösem Brauch verleiht. Sehr oft tritt eine andere Person aus dem nahen Umfeld der Familie als Namengeber in Erscheinung. Der den Namen vergebenden Person wird eine große Bedeutung zugeschrieben. Sie soll vornehm, gebildet, erfahren oder reich sein, denn man stellt zwischen dieser Person und dem künftigen Leben des Kindes einen engen Zusammenhang her. Nach der rituellen Reinigung nimmt die besagte Person (traditionell bei vielen Familien der Hodscha), das Gesicht nach Mekka gerichtet, das Kind und hält dessen Haupt nach rechts. Sie singt dann den Gebetsruf ins rechte Ohr des Kindes und spricht danach den Namen aus. Sehr oft macht das Gleiche der Vater selbst sofort nach der Geburt. Nach der Namenserteilung findet traditionell ein Festmahl statt. Das Kind erhält kleine Geschenke (Geld, Spielzeug, Kleidung, von den näheren Verwandten Goldstücke – goldene Münzen mit roten Bändern). In der Gegenwart bewahrt die feierliche Namengebung noch ihre Gültigkeit. Jedoch ist die traditionelle Namenerteilung aufgrund der kulturellen, sozialen und technischen Entwicklung in der Gesellschaft zunehmend durch einen Wandel gekennzeichnet. In vielen Familien werden keine besonders langen Feierlichkeiten mehr veranstaltet, und zahlreiche Zeremonien bei der Namengebung scheinen gegenwärtig an Bedeutung zu verlieren. In den meisten Fällen wird heute nur noch im engen Familienkreis gefeiert, auch die zeitlichen Vorschriften werden weniger streng gehandhabt als in früherer Zeit.

Der Wandel betrifft beispielsweise auch die nicht mehr konsequent beachtete alte Tradition, dass die Mutter das Kind 40 Tage niemandem außer dem Ehemann und den Großeltern zeigen und auch nicht nach draußen gehen darf; oder, dass sie bis zur Geburt den Namen des Kindes nicht aussprechen bzw. niemandem sagen darf.

Zusammenfassend sind die wichtigsten Prinzipien der türkischen Namensgebung vorwiegend mit alten türkischen Sitten und Bräuchen, mit der Kultur und mit der Religion verbunden. Seit 1961, als die ersten türkischen Gastarbeiter nach Deutschland kamen, stand die Namengebung nicht nur mit den oben genannten Faktoren, sondern auch mit politischen, sozialen, soziologischen und zwischensprachlichen Aspekten in enger Verbindung. So wurden in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts viele der in Deutschland geborenen türkischen Mädchen "Özlem" ,Sehnsucht‘ genannt, weil die türkischen Familien mit diesem Namen ihre Sehnsucht nach dem Heimatland und ihre Gefühle festhalten wollten.

Wie eine Umfrage unter den in Deutschland lebenden türkischen Familien zeigt, halten mehr als 80?% an der türkischen Namentradition fest. Im Vergleich dazu besitzen andere turksprachige Völker, die nicht in Deutschland leben und nicht aus der Türkei stammen, in ihrem Onomastikon eine größere Anzahl europäischer Vornamen, die populär und beliebt sind. So verwenden beispielsweise die Krimtürken auf der Krim Vornamen wie "Elvira", "Eleonora", "Elmira", "Evelina", "Ella", "Venera", "Diana", "Maya", "Sabina", "Emil", "Erik", "Ernest", "Ervin", "Artur", "Marsel" u.a.

Hier und im Folgenden erscheinen Ergebnisse einer Umfrage, die ich zwischen 2007 und 2009 bei verschiedenen türkischen Familien in unterschiedlichen Städten Deutschlands durchgeführt habe.

3.2 Familiennamen

3.2.1 Geschichte der türkischen Familiennamen

Erst seit 1935 gliedern sich die Personennamen in der Türkei in Vor- und Familiennamen. Mit Inkrafttreten des Familiengesetzes (Soyadi kanunu) 1934 wurde jeder Türke dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren außer seinem Vornamen einen Familiennamen anzunehmen. Mustafa Kemal Pasa Atatürk hat mit seinem Vor- und Familiennamen ein Beispiel gegeben. Er erhielt dem Ehrennamen "Atatürk", um ihn als „Vater aller Türken“ zu bezeichnen. (Seine Nachfahren sollten dagegen den Namen "Atadan" erhalten, was ,vom Vater‘ bedeutet.) Andere Menschen dürfen "Atatürk" als persönlichen Familiennamen nicht wählen.

Hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte können die türkischen Familiennamen folgendermaßen unterteilt werden: Die Familiennamengebung, die über eine sehr reiche Motivationsvielfalt verfügte, erfolgte also entweder durch Selbst- oder – zum größten Teil – durch Fremdbenennung. Bei den Selbstbenennungen handelt es sich natürlich meist um Namen mit positiver Semantik. Bei den Fremdbenennungen begegnen hingegen sowohl positiv als auch negative Nameninhalte. Eine Umfrage hat gezeigt, dass fast 95?% der türkischen Menschen in Deutschland nicht mehr wissen, wann, wo, wie und warum sie selbst bzw. ihre Angehörigen ihren Familiennamen bekommen haben. Nur einige können – meist jedoch nur in geringem Maße – über die eigene Familiengeschichte und die Familiennamengebungsmotivationen berichten.

3.2.2 Familiennamengruppen

In früherer Zeit wurden Mitglieder bekannter Familien oft anhand des an ihren Namen angefügten persischen Wortes "-zade" ,geboren, Sohn‘ oder des türkischen Wortes "-oglu" ,Sohn‘ erkannt. Viele Turkvölker haben später ihre Vornamen mit diesen Wörtern ergänzt: "Ali Mustafa oglu" – ,Ali, Sohn von Mustafa‘; "Musa Ahmet oglu" ,Musa, Sohn vom Ahmet‘ usw. Die Vornamen des Vaters und des Großvaters waren sehr wichtig, der besondere Respekt vor dem Vater und den Urahnen ist typisch für die türkische Kultur. Frauen benannte man in früherer Zeit vor der Heirat als Tochter von jemandem (bzw. vom Vater); hierfür wurden ihre Vornamen mit dem Wort "-kizi" ,Tochter?‘ erweitert: z.B. "Fatma Abdulla kizi" ,Fatma, Tochter von Abdulla‘. Später aber, als Familiennamen gebräuchlich wurden, erhielten die Frauen den Familiennamen des Mannes: "Fatma Mustafaoglu". In diesem Fall wurden der Vorname des Vaters oder der Vorname des Großvaters des Mannes zusammengeschrieben.

Die Familiennamen mit den Endungen "-zade" und "-oglu" begegnen heutzutage zahlreich, weil bei der Familiennamenübernahme viele Familien diesen Hinweis auf die Urahnen behalten haben: "Ismailoglu", "Mustafaoglu", "Karimoglu". Der Familienname einer in Berlin lebenden Familie "Fafulakioglu" weist auf ihre griechische Urahnen hin (die Familie stammt ursprünglich aus "Ismir", wo früher viele Griechen ansässig waren). Nicht selten sind die Familiennamen mit der Endung "-soy" ,Familie, Sippe‘ gekennzeichnet. Wenn sich jemand "Büyüksoy" nennt, so weist das auf seinen Stolz hin, zu einer großen Sippe zu gehören: "büyük" ,groß‘; "soy" ,Familie, Sippe‘.

Bevor man die Familiennamengruppen betrachtet, muss man wissen, dass im Türkischen alle Wörter, soweit sie als Vorname geeignet sind, auch als Familienname dienen können und umgekehrt. Im Prinzip konnte jede Lautfolge als Familienname gewählt werden. Daher trifft man bei den Familiennamen Appellative, Adverbien, Adjektive, Verben oder Sätze (Aussage-, Frage-, Imperativ-, Wunschsätze). Die bekanntesten Familiennamengruppen sind:

4 Besonderheiten der türkischen Namen in Deutschland

Die türkischen Namen in Deutschland sind in erster Linie von den orthographischen, phonetischen und lexikalischen Besonderheiten der deutschen Sprache abhängig. Obwohl die türkischen Bürger türkische Pässe besitzen, wo alles „korrekt“ geschrieben ist, trifft man oft im alltäglichen Leben auf viele Missverständnisse und Probleme, weil die deutsche Sprache anders als die türkische ist.

4.1 Orthographische und phonetische Besonderheiten

Im deutschen Alphabet fehlen solche türkischen Grapheme wie , <Çç>, und . Die Buchstaben , , und teilweise werden phonetisch anders realisiert als im Deutschen. So entstehen verschiedene Namenvariationen, die in manchen Fällen nicht so positiv ausfallen:
  • – "Sahin" vs. "Sahin" (neutral, keine neue Bedeutung);
  • – "Senay" ,fröhlicher Mond‘ vs. "Senay", mit positiver Veränderung der Bedeutung: türkisch ,du bist ein Mond‘; "Sengül" ,fröhliche Rose‘ – "Sengül", mit positiver Bedeutungsänderung: türkisch ,du bist eine Rose‘;
  • – "Sentürk" ,fröhlicher Türke‘ vs. "Sentürk" (Veränderung der Bedeutung, positiv): türkisch ,du bist Türke‘;
  • – "Eksi" (berühmte Familie in der Türkei) vs. "Eksi" (Veränderung der Bedeutung, negativ): türkisch ,sauer‘;
  • – "Metintas" ,fester Stein‘ vs. "Metintas" (Veränderung der Bedeutung, negativ): türkisch ,feste Schale‘;
  • – "Çengiz" vs. "Cengiz"; "Çiçek" vs. "Cicek" (neutral, keine neue Bedeutung);
  • – "Dag" vs. "Dag"; "Dogan" vs. "Dogan" (in der türkischen Variante liest man "g" nicht; keine neue Bedeutung, neutral).


Der Ersatz des türkischen Buchstabens durch deutsches führt nicht zu großen Veränderungen: das türkische "i" klingt etwas anders als das "i" der deutschen Sprache: "Yildiz" – "Yildiz", "Yildirim" – "Yildirim", "Pinar" – "Pinar".

Starke phonetische Veränderungen kann man bei Namen mit den Buchstaben , , und am Anfang des Wortes beobachten: "Can" – "Can"; "Cem" – "Cem" (in der deutschen Variante könnte als K gelesen werden: "Cemile" – "Kemile" – in diesem Fall entstehen zwei verschiedene türkische Vornamen); "Jasemin" – "Jasemin"; "Jale" – "Jale"; "Zeynep" – "Zeynep"; "Zeki" – "Zeki"; "Sevda" – "Sevda"; "Said" – "Said"; "Sebahat" – "Sebahat" (in der deutschen Variante werden , , anders gelesen).

4.2 Lexikalische Besonderheiten

Manche Familiennamen stimmen mit den vorausgehenden Vornamen überein: "Aslan Aslan", "Sahin Sahin", "Geray Kirimgeray", "Kemal Kemaloglu", "Mustafa Mustafaoglu". Es ist manchmal nicht so leicht festzustellen, welches Wort der Vorname und welches der Familienname ist: "Arslan Nur" oder "Nur Arslan"; "Gül Çiçek" oder "Çiçek Gül"? In diesem Fall müssen die Namenträger einfach befragt werden, oder in den schriftlichen Quellen steht der Vorname an erster und der Familienname an zweiter Position oder umgekehrt, aber in diesem Fall mit Komma geteilt: "Nur, Arslan"; "Gül, Çiçek".

Viele gleichklingende Namen können verwechselt werden. Die aus dem Arabischen stammenden weiblichen Vornamen schließen diese Verwechselungen aber aus: "Aliye Yildiz", "Nuriye Gül", "Sabriye Çiçek".

Phonetisch-lexikalische Besonderheiten sind türkische Wörter, die mit deutschen zusammenfallen oder ähnlich wie diese klingen. Es entstehen viele Assoziationen, die sowohl positiv als auch negativ sein können. Das ist z.B. bei dem türkischen Vornamen "Melda" (wörtlich: ,sehr jung‘) der Fall, der an deutsche Wörter wie "melden", "Meldung" anklingt. Die Kinder necken das den Namen tragende Mädchen mit: „Melda, Melda, melde dich?! Wo bist du?“ Dieses Beispiel ist weder positiv noch negativ zu werten, aber für das türkische Kind in der deutschen Umgebung kann es beleidigend sein. Beispiele für negativ assoziierte Namenformen sind "Tuba"/"Tube" – ein türkischer Name arabischen Ursprungs in der Bedeutung ,ein Baum im Paradies‘ oder ,Gemütlichkeit, Ruhe‘, mit Anklang an deutsch "Tube", "Cremetube" – und der Name "Hurije"/"Huri", arabisch ,Jungfrau im Paradies‘ oder ,Liebling‘ in einem anderen Sinne, mit Anklang an das deutsche Wort "Hure". Der männliche Name "Salat" bedeutet,"Namaz – Gebet im Islam‘, akustisch entsteht eine Assoziation zum Gemüse bzw. zur Speise. Genauso ist es mit dem schönen Namen "Zaur"/"Saur" (arabisch) ,Sieg, Sieger‘, der bei den Türken mit tscherkessischer Abstammung sehr beliebt ist. Hier denkt man an das deutsche Wort "sauer".

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Erstellt: 2020-07

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