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Germanismen - Japanisch

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Germanismus

Im Japanischen gibt es einige Wörter, die aus dem Deutschen kommen, beispielsweise "Arbeit" als ‚arubaito‘ (in der Bedeutung „Nebenerwerb“, „Studentenjob“).

Andere ins Japanische übertragene Wörter kommen aus dem Bereich des Alpinismus (‚hyutte‘ für „Berghütte“, ‚gerende‘ („Gelände“) für "Skigebiet", ‚aizen‘ für „Steigeisen“, ‚ederuwaisu‘ „Edelweiß“, ‚ryukkusakku‘ für „Rucksack“ und wohl auch ‚shurafu‘ für „Schlafsack)“.

Da die medizinische Ausbildung anfänglich stark von deutschen Lehrkräften beeinflusst war, haben viele deutsche Begriffe aus der Medizin Eingang in die japanische Sprache gefunden. Dazu gehören ‚kuranke‘ als Bezeichnung für den "Kranken", den "Patienten", ‚karute‘ "Karte" im Sinne von „Krankenkarte“ zur Aufzeichnung der Krankengeschichte, ‚gipusu‘ „Gipsverband“, ‚arerugi‘ für „Allergie“ und ‚noiroze‘ für „Neurose“. Selbst das Wort ‚orugasumusu‘ „Orgasmus“ wurde aus dem Deutschen übernommen.

Siehe auch: "Gairaigo"


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_japanischer_W%C3%B6rter_aus_indoeurop%C3%A4ischen_Sprachen

Liste japanischer Wörter aus indoeuropäischen Sprachen

Die Liste japanischer Wörter aus indoeuropäischen Sprachen enthält Beispiele für Wörter der japanischen Sprache, die aus dem indoeuropäischen Sprachraum entlehnt wurden, insbesondere aus dem Englischen, Deutschen, Französischen und Portugiesischen.

Kontext

Hauptartikel: Japanische Sprache#Lehnwörter

"Gairaigo" ist die japanische Bezeichnung für "Lehnwort" und die "Übertragung" oder "Transliterierung" ins Japanische.

Eine große Menge Fremdwörter gelangte durch den Kontakt mit dem Westen (Beispiel: "pan", dt: "Brot", aus dem Portugiesischen) vor allem seit der Meiji-Restauration und ihren Neuerungen und Umwälzungen auf technischem und gesellschaftlichem Gebiet ins Japanische. Wurden anfangs Lehnwörter meist in Kanji übersetzt (Beispiel: "enpitsu", vom Deutschen: "Bleistift"), werden sie seit dem Zweiten Weltkrieg mit Katakana transkribiert und sind damit leicht als solche erkennbar. Im umgangssprachlichen Gebrauch bezieht sich die Bezeichnung "Gairaigo" entsprechend auf die neueren Fremdwörter aus europäischen Sprachen, überwiegend aus dem Englischen.

Gemäß der Ausrichtung Japans auf Konzepte verschiedener westlicher Nationen bei der Modernisierung in der Meiji-Zeit gelangten je nach Themengebiet Fremdwörter verschiedener Sprachen ins Japanische: Viele medizinische Begriffe, Bergsteiger-Vokabular und Ausdrücke der Philosophie stammen aus dem Deutschen, Fremdwörter im künstlerischen Bereich aus dem Französischen, Bergbau-Begriffe aus dem Englischen, juristische Lehen aus dem Französischen ("anfangs") und Deutschen ("später"), militärische Bezeichnungen aus dem Englischen und Deutschen.

Wie bei Entlehnungen in anderen Sprachen vollzieht sich bei der Übernahme eines Fremdwortes – außer im Falle von bisher unbekannten exakt spezifizierten Gegenständen, Lebewesen o. ä. – immer auch eine teils erhebliche Bedeutungsänderung, die Muttersprachlern wie Erlernern der Sprache nicht immer bewusst werden, da sich die unterschiedlichen Bedeutungen ähneln und auf denselben Themenbereich beziehen.

Neben den Fremdwörtern gibt es im Japanischen auch zahlreiche Scheinanglizismen ("Wasei-eigo" wörtlich „in Japan geschaffenes Englisch“).
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Romaji Herkunft Bedeutung Herkunft


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Sprache#Lehnw%C3%B6rter

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Lehnwörter

s. Hauptartikel: Gairaigo

Seit dem 3. Jahrhundert übernahm das Japanische zusammen mit der chinesischen Schrift zahlreiche chinesische Lehnwörter, die an die japanische Aussprache angepasst wurden. Ein großer Teil des heutigen japanischen Wortschatzes besteht aus diesen angeglichenen Begriffen.

Mit der Ankunft des Jesuiten Francisco de Xavier 1549 begannen die direkten europäisch-japanischen Kulturkontakte. Bis 1639 fand der Austausch vorwiegend über portugiesische Missionare und Kaufleute statt, was zur Übernahme einiger portugiesischer Vokabeln führte. Dazu gehören beispielsweise "pan" (von "pão", dt. „Brot“), "botan" (von "botão", dt. „Knopf“) oder "tempura" (in Backteig frittiertes Gemüse und Fisch, von lateinisch "tempora", "[Fasten]zeiten").

Seit 1609 unterhielt die Niederländische Ostindien-Kompanie eine Handelsniederlassung in Japan – zunächst in Hirado. Nach der Vertreibung aller anderen Europäer wurde die Station dann 1641 nach Nagasaki verlegt. Bis ins 19. Jahrhundert fand der Austausch mit dem Westen durch das Medium der niederländischen Sprache statt, was auch sprachliche Wirkungen hatte: "kohi" (von "koffie", dt. „Kaffee“),

Wie in China gab man diese fremden Termini phonetisch mithilfe chinesischer Schriftzeichen wieder, z. B. "kohi", doch findet sich schon in Handschriften des 17. Jahrhunderts die heute dominierende Verwendung der Silbenschrift Katakana.

Mit der Öffnung des Landes 1853 und dem Beginn der Meiji-Zeit 1868 strömte eine Fülle neuer Konzepte und Termini ins Land, die teils in der Form von Lehnwörtern, teils aber auch in der Form von Lehnübersetzungen in den Wortschatz eingegliedert wurden: z. B. "minshushugi" ("Demokratie"), "jidosha" ("Automobil"), "tetsudo" ("Eisenbahn"). Einige dieser mit chinesischen Zeichen geschriebenen Lehnübersetzungen fanden auch Eingang in die chinesische Sprache.

Andere Wörter wurden phonetisch übertragen. Ihr Anteil an der japanischen Sprache beträgt mittlerweile ca. 10–15 % und variiert je nach Sachgebiet. Zur Wiedergabe nutzt man heute nahezu ausschließlich die Silbenschrift Katakana, die sich mit Ausnahme von 'n' allerdings nicht dazu eignet, einzelne Konsonanten darzustellen. So wird 'k' stets als 'ka', 'ki', 'ku', 'ke' oder 'ko' geschrieben, z. B. im Falle des deutschen Wortes „Kranke“ als "kuranke". Dazu kommen Unterschiede im Phonemsystem, die beispielsweise dazu führen, dass 'l' und 'r' mit denselben Silbenzeichen ('ra', 'ri', 'ru', 're', 'ro') dargestellt werden, weil das Japanische keine Trennung dieser Phoneme kennt. Zuweilen findet man auch andere Lösungen. So wird „tower“ ("Turm") als "tawa", „towel“, "Handtuch" dagegen als "taoru" geschrieben und gesprochen.

Lange Fremdwörter werden gerne verkürzt. So ist aus dem englischen "personal computer" das Wort "pasokon" geworden, "rabuho" steht für "Love Hotel".

Auch deutsche Lehnwörter sind im Japanischen zu finden (z. B. "arubaito" von "Arbeit", im Sinne von "Teilzeitjob"). Von Mitte des 19. bis ins 20. Jahrhundert hinein orientierte sich die japanische Medizin an der deutschen. In der Ärzteausbildung und der klinischen Praxis wimmelte es daher von deutschen Vokabeln, von denen sich einige in der Alltagssprache festgesetzt haben, und die Krankenberichte wurden auf Deutsch in lateinischer Schrift geschrieben. Daher haben sich vor allem in der Medizin viele Begriffe erhalten (z. B. "karute", "Patientenkarte"). Auch in der Philosophie (z. B. "geshutaruto", "Gestalt"; "ide", "Idee") und beim Bergsteigen (z. B. "shutaikuaizen", "Steigeisen", "ederuwaisu", "Edelweiß") finden sich deutsche Lehnwörter; Recht und Militärwesen sind weitere Bereiche.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts übernimmt das Japanische große Mengen von Wörtern aus dem Englischen, die meisten Begriffe des „modernen Lebens“ fallen im heutigen Japanisch in diese Kategorie. Insbesondere sind dabei die Bereiche Wirtschaft, Technik, Computer, Popkultur, Medien und Werbung zu nennen.

Wie in allen Sprachen beobachtet man auch im Japanischen oft einen Bedeutungswandel der übernommenen Termini. Darüber hinaus gibt es im Japanischen zahlreiche Scheinanglizismen (z. B. "naita" ("nighter"), "Baseballspiel spätabends").
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Erstellt: 2020-11

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Liste deutscher Wörter in anderen Sprachen
Liste deutscher Wörter in Japanisch

(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_W%C3%B6rter_in_anderen_Sprachen

Hier werden deutsche Wörter gesammelt, die als Lehn- oder Fremdwörter (Germanismus) in anderen Sprachen aufgenommen worden sind. Dazu gehören auch Wörter, die im Deutschen selbst Fremd- oder Lehnwörter sind, aber in spezifisch deutscher Lautgestalt in andere Sprachen weitervermittelt wurden.




Erstellt: 2020-10

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