Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
ES Spanien, España, Espagne, Spagna, Spain
Recht (Rechtssprache), Derecho, Droit, Diritto, Law

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K

koeblergerhard.de
Köbler, Gerhard
Rechtsspanisch, 2. A. 2003

(E1)(L1) http://www.koeblergerhard.de/publikat.html


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/rspan.html

Deutsch-spanisches und spanisch-deutsches Rechtswörterbuch, 2. A. 2003. XXII, 328 S.

Mit der Globalisierung der modernen Welt wird auch für den Juristen das Leben immer stärker international geprägt. Das bedeutet die gedankliche Auseinandersetzung mit fremden Staaten, Völkern und Kulturen. Kommunikatorisch erfordert sie die Kenntnis fremder Sprachen.

Um sie auch für das Fachgebiet des Rechts zu erleichtern, bietet das Zentrum integrativer europäischer Legistik auf der Grundlage des inzwischen in 12. Auflage vorgelegten deutschsprachigen Juristischen Wörterbuches in seiner Interlexserie zweisprachige Übersichten über den gegenwärtigen Grundwortschatz wichtiger Fremdsprachen. Sie sollen jedermann grundsätzlich in den Stand versetzen, im Rechtskernbereich fremde Rechtswörter in der eigenen Sprache zu verstehen und eigene Rechtswörter in der fremden Sprache zum Ausdruck zu bringen. Eine einführende Übersicht und zahlreiche Literaturhinweise wollen die eigenständige Vertiefung ermöglichen.

Entsprechend seiner erheblichen Bedeutung kommt dabei dem Spanischen ein hervorgehobener Platz zu. Für dieses sind rund 10000 deutschen Stichwörtern etwa 12000 spanische Gegenstücke in beidseitig begehbaren Übersetzungsgleichungen gegenüberstellt. Dadurch wird jedermann der Einstieg in den hispanophonen Teil der globalen modernen Welt der internationalen Jurisprudenz in praktischer und preiswerter Art und Weise eröffnet.

Textbeispiel
...


L

M

N

O

P

parafernalia (W3)

Im rechtlichen Sinn waren dt. "Paraphernalien", span. "parafernalia", frz. "paraphernal", ital. "parafernale", ndl. "parafernalia", engl. "paraphernalia" (1791), die Dinge (Kleidung, Schmuck, evtl. auch Ländereien), die eine Frau als Erbe in die Ehe mitbrachte, aber - im Unterschied zur normalen Mitgift - das alleinige Verfügungsrecht darüber behielt. In der Regel bestanden diese Parafernalia allerdings wohl aus weniger wertvollen privaten Gegenständen. Und so nahm "Parafernalia" auch die Bedeutung "Utensilien" und "Kleinigkeiten" oder "Nebensächlichkeiten" an.

Die etymologische Betrachtung führt zu griech. "parápherna", "parapherna" mit der Bedeutung dt. "persönlicher Besitz einer Frau, den sie zusätzlich zur Mitgift in die Ehe mitbringt". Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus griech. "pará" = dt. "neben", "über - hinaus" und griech. "pherne" = dt. "Mitgift", "Ausstattung", das weiter basiert auf griech. "pherein" = dt. "tragen", "bringen".

Geht man vom griech. "pherne" = dt. "Mitgift", "Ausstattung" weiter zurück, stößt man auf die Wurzel ide. "*bher-" mit der Bedeutung dt. "bringen", "führen", "tragen", auch "austragen" bzw. "(ein Kind) gebären". Demnach kann die Mitgift als "Mitgebrachtes" verstanden werden. Im dt. "Mitgift" steckt dies auch drin nur aus einer anderen Perspektive, als "das (von den Eltern der Frau) Mitgegebene".

Übrigens steckt auch in dt. "Gift" ursprünglich "das (bei einer Krankheit vom Arzt) Gegebene". Aber anscheinend traute man den Ärzten schon lange nicht so ganz und so wurde durch falsche Verabreichung von Medikamenten (Zusammensetzung und Menge) das "Gift" in der heutigen Bedeutung.

Quelle: Langenscheidt Wörterbücher:





(E?)(L?) http://www.todotango.com/comunidad/lunfardo/termino.aspx?p=parafernalia

"parafernalia": (engl. "Paraphernalia") Elementos varios y necesarios para completar un equipo - ritos o cosas que rodean ciertos actos y ceremonias.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=10&content=parafernalia
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Span. "parafernalia" taucht in der Literatur um das Jahr ???? / nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


(E?)(L?) http://www.wordmap.co/#parafernalia

This experiment brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space.


Erstellt: 2017-08

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