Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Spass, Diversión, Plaisanterie, Divertimento, Fun

A

aufwecken

Um 23:00h soll eine neue Sendung ausgestrahlt werden - Titel: "Für das aufgeweckte Kind"

B

C

D

E

EHE (W3)

Akronym für das lat. Sprichwort "Errare humanum est!"
(A: roge)

Emily

(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"
Rolls Royce Fans nennen sie zärtlich "Emily". Aber die legendäre Kühlerfigur der Luxusschlitten heisst eigentlich "The Spirit of Ecstasy".

F

G

Gaudi (W3)

Die "Gaudi" geht zurück auf lat. "gaudere" = "sich freuen".

genug, Vergnügen, assez (W1)

Getreu dem Motto "genug ist nicht genug" stürzen wir uns heute ins Vergnügen.
"genug" (engl. "enough", frz. "assez") gab es schon als mhd. "genuoc" und ahd. "ginuoc" = "ausreichend". Verwandt damit ist auch das "Vergnügen", das ursprünglich eigentlich "Bezahlung", "Zufriedenstellung" bedeutete ("vergenügen", also "ausreichend zufrieden stellen").
Anscheinend handelt es sich dabei um ein altes germanisches Wort, das weiter zurückgeführt wird auf ide. "*nek" = "tragen", "erlangen".
Ich könnte mir vorstellen, dass in Zeiten der (Völker-)Wanderschaft jeder sich mit dem "genügen" musste, was er auch "tragen" konnte. Später nahm man dann Tiere zu Hilfe, so dass sich die Genügsamkeit etwas erweitern konnte, auf das, was die vorhandenen Lasttiere "tragen" konnten.
Mit zunehmender Technisierung verlor der Mensch den Massstab. Für jede Menge an Besitztümern gibt es mittlerweile Hilfsmittel, um das Transportproblem zu lösen. Dadurch weiss heute niemand mehr, was eigentlich "genug" bedeutet. Und "Genugsamkeit" kennt heute auch niemand mehr.
Im frz. "assez" steckt das lat. "satisfacere" = "Genüge leisten", "befriedigen" (lat. "satis" = "genug" und "facere" = "tun").

Erstellt: 2003-12

H

Harlekin
Harlequin (W3)

(E1)(L1) http://www.word-detective.com/


(E1)(L1) http://www.word-detective.com/042601.html#harlequin
Auf der Seite der Harlequins findet man folgende Erklärungen:
»Figur der Commedia dell'Arte: Hanswurst, gekennzeichnet durch ein mit bunten Flicken besetztes Trikot und eine dunkle Halbmaske.«

»Verrückter, Possenreißer, Spaßmacher; komische Figur im Fastnachtsspiel und bis ins 18. Jahrhundert auch im Drama (Hofnarr, Hanswurst)«

Der deutsche "Harlekin" ist im 17.Jh. über den frz. "arlequin" aus Italien zu uns gekommen. Der ital. "arlecchino" war eine Figur in der Commedia dell'Arte. Und deren Name geht - so wird vermutet - wiederum auf das frz. "mesnie Hellequin", die "lustige Teufelsschar" zurück.
Andere Autoren wollen ihn zurückführen auf "König Harilo", den ae. "Herela cyng" (Wotan, Erlking ???) oder auch "a mythical figure who led a band of demons across the sky on ghostly horses, terrifying peasants with their attacks in the dead of night".

I

J

K

Kokolores (W3)

Als "Kokolores" (17. Jh.) bezeichnet man etwas "Unsinniges", "Unwichtiges" oder auch "übertriebenes Getue". Es tritt ab etwa 1900 in Erscheinung.

Im Etymologie-Forum wird ein Hinweis auf die Herkunft von "Gaukler" (mndd. "gokeler" = "Gaukler") gegeben, was durchaus denkbar wäre.

Der Kluge meint, dass es sich um eine Verballhornung von ähnlich klingenden Worten handelt. Als mögliches Beispiel ist engl. "cockalorum" für "Hahn" und dann für "Feuer" aufgeführt.

Ich meine mich auch erinnern zu können, einen Hinweis bzgl. eines Zusammenhangs mit engl. "color" = "Farbe" gesehen zu haben. So dass es also (verstärkt durch die Verdoppelung der ersten Silbe) auch etwa "übertriebene Farbigkeit (der Rede)" bedeuten könnte.

Ein anderer Hinweis stellt eine Beziehung zum Schluß des lateinischen Gebetstextes "per omnia saecula saeculorum" (= "von Ewigkeit zu Ewigkeit") her.

Im "Röhrich" findet man noch den Hinweis auf ein östrreichisches Glücksspiel, namens "Kakelorum".

Auch geibt es Hinweise auf schles. "kokeln", "kokern" = "Gackern der Hühner"; "kakeln", "kokeln" = "unsinnig daherreden", "schwätzen"; "kuckelures", "kokelores" = kindersprachl. "Hahn"; "kuckeln" = "gackern", "kichern"; "Kuckelöres" = "Kikeriki"; "gockelorum" = "Hahnenruf", "gockel-gückeriki"; "Gockel", "Goggel" = "Hahn"; "Gockelhahn", engl. "cock", frz. "coq"; "stolz wie ein Hahn"; "Goggalori" = "Liebhaber", "Kuckelöres" = "Kikeriki".

Wenn die zeitliche Differenz nicht so groß wäre könnte auch folgende Variante in Erwägung gezogen werden:

In der zeitschrift "DAMALS" Ausgabe 2010-10 wird ein "Johannes von Cocleria" erwähnt, der sich im Jahr 1261 in Süditalien als Kaiser Friedrich II. ausgab. Dieser war im Jahr 1250 gestorben. Trotz anfänglicher päpstlicher Protektion, stellte sich schnell heraus, dass es sich um einen der vielen selbsternannten Friedrich-Re-Inkarnationen handelte. Die Bezeichnung "Kokolores" dürfte in diesem Zusammenhang jedoch recht passend sein.

(E?)(L?) http://www.geo.de/GEOlino/mensch/redewendungen/deutsch/61210.html


(E?)(L?) http://www.gfds.de/sprachberatung/fragen-und-antworten/uebersichtsseite/kokolores/

...
Plausibler erscheint mir Lutz Röhrichs Interpretation (Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, 1991), die auf den Hahn und den lateinischen Ausdruck "cockalorum" Bezug nimmt. Ihr schließt sich Elmar Seebold an (siehe Kluge, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 1995/2002); er kommentiert: »Das Wort stammt wohl aus der Überlieferung, in der zum Anschein der Gelehrsamkeit pseudo-lateinische Wörter gebraucht werden [...]. Vermutlich ist ein solches Wort (mit späterer Umgestaltung) stellvertretend für diese Form des eitlen Prahlens geworden und dann verallgemeinert worden.«
...


(E2)(L1) http://www.mundmische.de/


(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/k.php


(E?)(L1) http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/kokolores.html


L

M

N

O

P

Panoptikum

(E?)(L?) http://www.panoptikum.net/
Die Bezeichnung für eine "Sammlung von Sehenswürdigkeiten (Kuriositäten, Wachsfiguren)" geht zurück auf griech. "pãn" = "gesamt" und "optikós" = "optisch". Das "Panoptikum" ist also eine "Gesamtschau".

Diesen Anspruch versucht die Site mit optischen Täuschungen Bildern, und einer "bitte nicht benutzen-Funktion" gerecht zu werden.

pcwelt.de
Google-Eastereggs

(E?)(L?) http://www.pcwelt.de/ratgeber/Galerie-Google-Gags-Goodies-4158941.html?r=46251813534391&lid=281531&pm_ln=34

24.10.2013, Benjamin Schischka

Zombies, Gitarren, Salti - Google hat sich einiges einfallen lassen, um für Lacher zu sorgen. Wir präsentieren die besten Google-Gags und Google-Goodies.
...


(E?)(L?) http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/online/news/189348/30_witzige_eastereggs_von_google/


(E?)(L?) http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/online/praxis/153103/die_besten_eastereggs_von_google/index.html

04.04.2010, 10:45 Uhr
Autor: Panagiotis Kolokythas
Fun-Special
Die besten Eastereggs von Google
In einem Special stellen wir Ihnen die besten Eastereggs vor, die Google auf seinen Websites und in seinen Diensten versteckt hat. Lassen Sie sich überraschen! ...


(E?)(L?) http://www.webopedia.com/TERM/e/easter_egg.html


Erstellt: 2013-10

Phrasenschleuder

(E?)(L?) http://www.stern.de/wirtschaft/phrasenschleuder


Q

R

S

Sayonara

(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"

Der wohl bekannteste Satz aus Terminator 2 ist das spanische "Hasta la Vista, Baby". In der spanischen Fassung sagt Arnie an dieser Stelle japanisch "Sayonara, Baby".

Schabernack (W3)

Wer "Schabernack" treibt, spielt anderen einen Streich, necken, Unfug treiben, seit dem 14. Jh. "Schimpf", "Hohn", "Schande". Dabei handelt es sich (heute) vorwiegend um ein gutartiges Ärgern. Es kann jedoch auch ausarten und zu bösen Folgen führen - ob nun beabsichtigt oder unbeabsichtigt.

Bei der Suche nach der Herkunft von dt. "Schabernack" trifft man auf viele Hinweise, aber niemand wagt zu sagen woher der dt. "Schabernack" definitiv kommt. Ich zähle hier alle gefundenen Hinweise auf, aber ich möchte auch keinen "Schabernack" treiben, indem ich einen davon favorisiere.

Adelung schreibt dazu:


Der "Schabernack", des -es, plur. die -e, in den gemeinen Sprecharten, ein arglistiger Possen, ein arglistiger Streich. Jemanden einen Schabernack thun, ihm etwas zum Schabernacke thun. Eben daselbst hat man auch das Zeitwort "schabernacken"; jemanden schabernacken, ihm solche Possen spielen. Nieders. "Schavernack". Die Ableitungen, welche man von diesem dunkeln Worte versucht hat, sind größten Theils seltsam; z. B. Frischens, bey welchem es so viel ist, als jemanden zum Schimpfe die Haare im Nacken abschaben oder abscheren. Die letzte Hälfte gehöret ohne Zweifel zu "necken", weil der "Schabernack" mehr eine Art der "Neckerey" als des Schimpfes ist; nur die erste Hälfte ist noch dunkel.


(E?)(L?) https://www.br.de/mediathek/podcast/cd-tipp/schabernack-a-treasure-trove-of-musical-jokes/35684

CD-Tipp: Schabernack - A Treasure Trove of Musical Jokes

J. J. Fux, J. H. Schmelzer, H. I. F. Biber und J. J. Walther | Les Passions de l'Ame; Meret Lüthi


(E?)(L?) http://www.folklore.ee/rl/date/saksa/teil07.htm

Mit Schabernack wird sogar der Kater verschnitten

Viguriga kuhitas ar' kasski

EV 14013 - 4 Var.


(E?)(L?) https://www.heinrich-tischner.de/22-sp/9sp-ecke/fragen/210/2014/schabernack.htm

"Schabernack": "Streich, den man jemand spielt"

Frage: Woher bei "Schabernack" kommt das "schaber"?

Befund:

mhd. BMZ 2,1.283b, Lexer 2,674 nhd. "Schabernack" - "Streich, den man jemand spielt"

Hessische Flurnamen: Siedlungsnamen:

Meine Antwort:


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mhd/mhd.html

mhdt. "schavernac", "schafernac"*, "schabernac", mhd., st. M.: nhd. "Wein aus Chiavenna", "Wein", "Winterhut", "Pelzmütze", "höhnender neckender Streich";

Hinweis: vgl. mnd. "schavernacken";

Quellenangaben: HvNst (um 1300), Ot (FB schavernac), Köditz, Wachtelm;

Etymologie: vom ON "Chiavenna"; lat. "Clavenna"; vielleicht von lat. "clavus", M., Nagel, Pflock; idg. "*kleu-", "*skleu-", "*kleu-"?, "*skleu-"?, Sb., V., "Haken" (M.), "haken", "hemmen", "verschließen", Pokorny 604; vgl. idg. "*skel-" (4), "*kel-" (10), V., Adj., Sb., "biegen", "anlehnen", "krumm", "Biegung", "Gelenk", Pokorny 928;

Weiterleben: nhd. "Schabernack", M., "Schabernack", DW 14, 1951;

Literaturhinweise:

Lexer 180b ("schavernac"), Lexer 441c ("schavernac"), Hennig ("schavernac")



mhdt. "schavernackel", mhd., st. N.: nhd. „(?)“;

Quellenangaben: PsMb (um 1350) (FB "schavernackel");

Etymologie: s. "schavernac"?;

Weiterleben: nhd. DW-



mhdt. "schavernacken", "schafernacken"*, mhd., sw. V.: nhd. "höhnen", "verspotten";

Hinweis: vgl. mnd. "schavernacken";

Quellenangaben: PsMb (um 1350) (FB "schavernacken");

Etymologie: s. "schavernac";

Weiterleben: nhd. (ält.) "schabernacken", sw. V., "verhöhnen";

Literaturhinweise:

Lexer 180b ("schavernacken")


(E?)(L?) http://www.koeblergerhard.de/mnd/mnd.html

mndt. "schavernacken", mnd., sw. V.: nhd. "schabernacken", "jemanden einen Schabernack antun";

Übersetzungsgleichung: lat. "molestare";

Hinweis: vgl. mhd. "schavernacken";

Etymologie: s. "schavernak";

Literaturhinweise:

MndHwb 3, 60 ("schavernacken"), Lü 322a ("schavernacken")



mndt. "schavernak", mnd., M.: nhd. "Hohn", "Spott", "Streich", "böse Posse";

Hinweis: vgl. mhd. "schavernac";

Etymologie: s. mhd. "schavernac", M., "Wein aus Chiavenna", "Winterhut", "höhnender neckender Streich"; vielleicht von lat. "clavus", M., "Nagel", "Pflock"; idg. "*kleu-", "*skleu-", "*kleu-"?, "*skleu-"?, Sb., V., "Haken" (M.), "haken", "hemmen", "verschließen", Pokorny 604; vgl. idg. "*skel-" (4), "*kel-" (10), V., Adj., Sb., "biegen", "anlehnen", "krumm", "Biegung", "Gelenk", Pokorny 928;

Literaturhinweise:

MndHwb 3, 60 ("schavernak"), Lü 322a ("schavernak")



mndt. "schavernakelen"*, "schavernaklen", mnd.?, sw. V.: nhd. "schabernacken", "jemanden einen Schabernack antun";

Übersetzungsgleichung: lat. "molestare";

Etymologie: s. "schavernak";

Weiterleben: s. nhd. "schabernacken", sw. V., "verhöhnen", "schänden", DW 14, 1952?;

Literaturhinweise:

Lü 322a ("schavernacken" / "schavernaklen")



mndt. "schavernaklen", mnd.?, sw. V.:

Verweise: s. "schavernakelen"*


(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm

Bedeutungsverbesserung: "Schabernack"


(E?)(L?) https://www.owid.de/artikel/234658?module=elex&pos=13

Schabernack


(E?)(L?) https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/voynich-manuskript-physiker-haelt-mysterioese-mittelalter-schrift-fuer-schabernack-a-477633.html

Voynich-Manuskript

Physiker hält mysteriöse Mittelalter-Schrift für Schabernack

Seit Jahrhunderten versuchen Forscher, den Inhalt des mysteriösen Voynich-Manuskripts zu entschlüsseln - bislang vergeblich. Jetzt hat ein Physiker aus Österreich die rätselhafte Geheimschrift analysiert. Sein Ergebnis: purer Nonsens.

Von Holger Dambeck


(E?)(L?) http://etymologie.tantalosz.de/

"Schabernack"

"Einen Streich spielen", "jemanden necken". Möglicherweise kommt der Begriff von dem keltischen Ausdruck für Feldhase: "cornisch scovarnog", was "Schädiger der Feldfrüchte" bedeutet. Man bezeichnete früher auch eine Pelzmütze aus Hasenfell so und zur Zeit Nitharts (wahrscheinlich der Maler Matthias Grünewald, um 1480-1528) einen im Winter getragenen rauhhaarigen Hut als "Schavernac". Über die Pelzmütze aus dem Hasenfell ist auch die Verbindung zu dem Sprichwort: "Den Schalk im Nacken tragen" wahrscheinlich.




(E?)(L?) https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?term=Schabernack&index=lemmata

"Schabernack", m.

automatisch generierte Links zu anderen historischen Wörterbüchern: "Streich"; "Spott", "Hohn", bdv.: "Spiel" (IX), vgl. "Hohn" (I), "Schampf" (I)

dat were one to hone, to smaheyt unde schavernake scheyn

1446 BrschwSchichtb. 340

Faksimile - digitalisiert im Rahmen der Digitalen Bibliothek der TU Braunschweig

"schawernakk" ... wird von argen und heimtu?ckischen handlungen gesaget, wodurch man andern schaden und verdruß zufügen will

1781 Dähnert,WB. 401

"schabernack" ... in den gemeinen sprecharten ein arglistiger possen, ein arglistiger streich

1798 Adelung2 III 1312

Faksimile - digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)

do dat de Ungeren horden dat öne de keyser eynen hunt sande to "schavernake", se worden alle so grymmich

oJ. ScrRBrunsv. III 304


(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Schabernack" in den gemeinen Sprecharten, ein arglistiger Streich, Possen; daher Jemanden einen Schabernack thun, oder ihm etwas zum Schabernack thun, ihm etwas zum Possen thun, ihm einen losen Streich spielen; man hat auch daselbst das Zeitwort "schabernacken"; Jemanden schabernacken, ihm solche Possen spielen. Nieders. "schuvernack". Die Ableitungen, sagt Adelung, welche man von diesem dunklen Worte versucht hat, sind meistentheils seltsam, z. B. diejenige Frischens, bei welchem es so viel heißt, als Jemanden zum Schimpfe die Haare im Nacken abschaben oder abscheeren. Die letzte Hälfte gehört, nach dem zuerst erwähnten Schriftsteller, ohne Zweifel zu "necken", weil der "Schabernack" mehr eine Art der Neckerey, als des Schimpfes ist, nur die erste Hälfte ist noch dunkel.

Mir scheint, daß man dieses Wort von "schaben" und "nach" ableiten müsse, weil der Partikel "nach" auf dem platten Lande im Niedersächsischen, sehr häufig "nack" ausgesprochen wird. Es würde demnach ursprünglich geheißen haben: "schab' er nack", daß ist, "schabe er nach", und soll so viel heißen, als "etwas wegwischen, wegschaffen, wegreiben". Da nun der "Schabernack" darin besteht, Jemanden etwas anzuhängen, das heißt, ihm etwas Werthes zu besudeln, oder an seinem Ehrentage Töpfe zu werfen, Hechsel zu streuen, überhaupt irgend etwas zu thun, was weggerieben, weggeschaft, weggewischt, weggefegt etc. werden muß, worin diese Schadenfreude besteht, so scheint diese Ableitung wohl am passendsten zu seyn. Hierher könnte man auch das: "Jemanden ein Rübchen schaben, rechnen". Ich kann mich über eine weitere Erklärung dieses Wortes hier nicht einlassen, weil es die Tendenz dieses Werkes verbietet, indessen glaube ich doch genug gethan zu haben, um Sprachforscher auf diese, bloß von mir vermuthete, Ableitung, aufmerksam zu machen.


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Schabernack

Schabernack steht für: Schabernack steht für folgende Orte: Schabernack steht außerdem für:


(E?)(L?) http://www.wispor.de/wp-red-k.htm

Einen Schabernack spielen = einen Streich spielen, jemanden necken.

Möglicherweise kommt der Begriff von dem alten keltischen Ausdruck für Feldhase: "cornisch scovarnog", was "Schädiger der Feldfrüchte" bedeutet.

Man bezeichnete früher auch eine aus einem Hasenfell erstellte Pelzmütze als "Schabernack" und zurzeit Neithards (wahrscheinlich der Maler: Matthias Grünewald, um 1470/1500) einen im Winter getragenen rauhaarigen Hut als "Schavernac".

Über die Pelzmütze aus dem Hasenfell ist auch die Verbindung zu dem Sprichwort: "Den Schelm im Nacken tragen" wahrscheinlich.


(E?)(L?) https://www.wissen.de/rechtschreibung/schabernack

"Schabernack"


(E?)(L?) https://www.wissen.de/synonym/schabernack

"Schabernack"


(E?)(L?) https://www.wissen.de/wortherkunft/schabernack

"Schabernack": "Neckerei", "Unsinn".

Der Ursprung des Wortes ist unsicher, jedoch wurden verschiedene Vermutungen zur Etymologie geäußert; seit dem 14. Jh. ist mhd. "schabernac" bzw. "schavernac" "grober Winterhut" belegt, im 13. Jh. ist der Begriff auch als mittelrheinischer Flurname zu "Schabernakken" bezeugt; der mhd. Ausdruck "schavernac" bedeutete daneben auch "Beschimpfung", "Spott"; diese Herleitung scheint plausibel, möglich scheint jedoch auch die Verwandtschaft mitgot. "skaban" "scheren", da das Scheren des Hinterkopfes als eine alte Rechtsstrafe praktiziert wurde

Ob das heute zumeist in der Wendung "Schabernack treiben" auftretende Wort "Schabernack" "übermütiger Streich", "Unfug", "Scherz" mit "schaben" und "Nacken" zu tun hat, wird nach wie vor diskutiert. Manche ziehen das mit "schaben" verwandte got. Wort "skaban" "scheren", "rasieren" zur Deutung heran. Das "Scheren des Nackens" bzw. Hinterkopfes, das vor langer Zeit eine gängige Strafe für Rechtsbruch darstellte, verbindet sich auf diese Weise assoziativ mit dem "Schalk im Nacken". Auch an das Wort "necken" ist zu denken, wobei dieses vermutlich eher von "nagen" als von "Nacken" herrührt. Ein anderer Erklärungsversuch führt einen "Winterhut" an, der aus grobem Material gearbeitet war und bis zur "Nackenpartie" reichte, also "den Nacken schabte". In der mhd. Form "schavernac" (bzw. "schabernac") ist dieser Hut seit dem 14. Jahrhundert literarisch nachweisbar.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GS03186#XGS03186

"schabernack", m. in mehrfacher bedeutung, jetzt wie "hohn", "neckerei". in dieser anwendung schon im 14. jahrh. im böhmischen (vgl. Haupts anmerk. bei Neidhart 162) als lehnwort. die ältesten deutschen belege sind flur- (weinbergs-)namen: ze Shabernakken, weinbergsgut bei Haresheim, mittelrhein. urkundenb. 2, 380 (1200) und Scabernach, flur, hess. urkundenb. 1, 69 (1226). wenig später, fast gleichzeitig zeigen sich belege für schabernac als rauher winterhut:

nû treît man den schavernak
für die bluomenhüete.
Neidhart 47, 12 Haupt;
und sîn rûher schavernac. 54, 13.
auch als fremder (italienischer) guter wein:
bachbrunnen unde wa??er
trunken si für schavernac. wachtelmäre 15.


Ottokar v. Steier und Apollonius führen den "schavernac" unter fremden, meist italienischen weinen auf, bei Apollonius bezeichnet "Schavernac" den ort, wo der wein gewachsen ist. seit dem 14. jh. ist die bedeutung des "schimpfes", "hohns", der schande nachweisbar (s. "schabernacken"): dat ine de keiser einen hunt sande to "schavernake". Leibnitz script. rer. Brunsv. 3, 304; in grôzin schandin und "schabirnacke". Ködiz 50, 28; displicentia "schavernack" (1425), "schabernack" (1482) bei Dief. 186a.

die herkunft des wortes ist unsicher; unter der menge der erklärungsversuche mag der von Frisch (2, 155a), der an das scheren des nackens zum schimpf denkt, immer noch das meiste für sich haben. goth. "skaban" ist tondere, "scheren"; abscheren des haupthaares war im altdeutschen staats- und rechtsleben symbol der absetzung und strafe, wirkte beschimpfend. in ähnlicher bedeutung als schimpf, mit 'schande' verbunden, kommt auch "schabernack" zuerst übertragen vor, erst später mildert sich die bedeutung zu "neckerei"; dieselbe entwickelung findet sich bei "necken" und "schabernacken". als erste stufe des übergangs von beschimpfen zu necken mag [Bd. 14, Sp. 1952]

der allgemeine begriff des vexare gedient haben; der rauhe, "den nacken schabende" winterhut belästigt. der weinname ist vielleicht eine volksetymologische umbildung eines ähnlich klingenden italienischen; das nhd. kennt ihn so wenig mehr als den hutnamen; die bedeutung des schimpfes, hohnes erscheint seit dem 16. jahrh. gemildert zu der des foppenden streiches, der neckerei; nachklang der älteren noch bei Steinbach: "schabernack", laesio clam facta 2, 99; einem etwas zum "schabernack" thun, clam aliquem offendere. ebenda. das wort steht meist mit verben, wie anthun, verüben u. ähnl., auch mit näherer bestimmung: dann sie hätten unserm wirth gern vorlängst einen "schabernack" angethan. Simpl. 1, 351 Kurz; denen reisenden allerlei "schabernack" anzuthun. Jucund. 154; einen "schabernack" zu thun. Ettner hebamme 291; er steckte den brief zu sich, um einen "schabernack" damit zu machen. Nicolai Sebald. Nothanker (1773) 3, 88; da sie vernahm, dasz Rübezahl den "schabernack" verübt hatte, errieth sie leicht die wohlthätige absicht des geistes. Musäus volksm. 1, 53; er betheuerte, wie er niemand lieber als einem solchen männchen "schabernack" anthäte. J. Paul Siebenk. 1, 96; er wollte dem hofschulzen weder seine geldsäcke rauben, noch ihm das haus über dem kopfe anzünden, sondern nur ihm einen "schabernack" anzuthun, übte der feind des reichen eine solche zähe beharrlichkeit. Immermann 4, 15 Boxberger. in anderen fügungen: ein "schabernack" ist wieder mich im werk. Chr. E. v. Kleist 3, 106; und fand noch zeit .. zu vielem "schabernack". J. Paul flegelj. 1, 43; wenn der baas ein stück "schabernack" hat, so kann es mir ganz recht sein, wofern er nur nicht an geld und gut beschädigt wird. Immermann 4, 22 Boxberger; ehe ich meinen koffer packe, möchte ich wohl noch einen menschen glücklich machen — besonders wenn sich ein kräftiger "schabernack" damit verbinden liesze. C. F. Meyer novellen 1, 148; lasz nicht zu das ich mus sein

zu "schabernach".

Melissus R 1a.

die zum necken geneigte stimmung, die gesinnung, aus welcher der schabernack hervorgeht, mehr betonend:

bey wein und schabernack schläft meine laune nimmer.

Gotter 3, 368;

ein springinsfeld, ein wilder lustger bruder

voll possengaukelein und schabernack.

Tieck 2, 81.

adverbial: aus schabernack.

"schabernacken", verb. verhöhnen, schänden, quälen, beschimpfen, parasitari Kilian (vgl. necken theil 7, 515): violare bustum, ein grab "schabernacken" oder berauben. Corvini fons latinit. 1, 757; ir sitzet feste, fraget nicht darnach, ja lachet sein dazu, "schabernackt" und beschedigt mich und meines gleichen. Luther 3, 300a; man helt die jüden für hunde und wer inen leides thut oder sie "schabernacken" kann, der leszt sich dünken, er habe wol gethan. 309b; da Ecolampad der veter sprüche schendet und "schabernackt". 350a; wer aber Christum .. hat creutzigen, "schabernacken" und runtzen helffen. Mathesius fastenpred. 130b; und ob er (Christus) schon vexiert und "geschabernackt" wird, darf er nicht schreien. Syr. 1, 80b; ja wo sie nur künnen jemand "schabernacken", verhöhnen und schaden thun, wenns inen auch selbst nichts nützen solte, so lassen sie es doch nicht. Pape bettel- u. garteteufel (1582) Z 8b; tribuliren ("schabbernacken") und ausmachen (durchziehen) steht den honiplern und lotterbuben zu. Comenius sprachenth. (1648) § 917; dann kan ich sie sonst nicht "schabernacken", so bringe ich sie doch ums geld. Chr. Weise liebesalliance (1708) 215; allerlei bubenstück unsern schulmeister zu "schabernacken". Jucundissimus 53; dasz es allda am hellen lichten tag spückte und die leute mit steinwürfen und allerhand blendungen "schabernackte". avantürier 1, 87. an die alte bedeutung von "necken", stechen (s. DWB "necken" th. 7, 515) anklingend: ihr "schabernackt" mich wie ein thorn. amantes amentes E 5b. substantivierter infinitiv: sie fügte (ihm) viel "schabernackens" zu. Ernst neugerichtete confecttafel (1677) 274.

"schabernackspiel", n.: plötzlich war es, als wolle sich das "schabernackspiel" der nacht wiederholen. Oppermann hundert jahre 2, 238.


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=Wander&mode=Vernetzung&lemid=WS00302#XWS00302

"Schabernack" 1. Herr, se hebben em 'nen Schabernack angeduhn, sagte der Bauer, als er einen Kammerherrn mit dem Schlüssel am Rocke sah.

Nach einer Anekdote, die sich in Braun's Bibliothek des Frohsinns, Bd. 3, Hft. 1, Nr. 24, erzählt findet.

2. Einem einen Schabernack spielen.

In Warschau sagt man jüdisch-deutsch: Chojsik machen. Einen zum besten haben, ihm einen Possenstreich spielen.

3. Einen Schabernack anthun. – Eiselein, 541.

Der Ausdruck scheint von dem schimpflichen Abscheren der Haare, dessen Tacitus bei den Deutschen schon erwähnt, herzurühren, und die höchste Unbill anzudeuten. Nach Jul. Braun (Geschichte der Kunst) soll Hiron, eine sassenidische Residenz, einen Palast, Namens "Chavernak", besessen haben, dessen Erbauer zum Danke für seine Mühe von dem Bauwerke herabgestürzt wurde. Dadurch soll sich der "Schabernack" bis auf uns vererbt haben.

4. Schabernack leiden. – Eiselein, 541.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Schabernack
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Schabernack" taucht in der Literatur um das Jahr 1780 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2019-07

Spass (W3)

(E3)(L1) http://de.wikipedia.org/wiki/Spass


sphaerentor

(E?)(L?) http://www.sphaerentor.com/tolkien/index.php?file=rubrik.php&id=1
Sphärentor Tolkien - Dein Tor nach Mittelerde!
Die Fansite mit Infos, News und Material zu J.R.R. Tolkien, seinen Werken und der Herr der Ringe Filmtrilogie.

Sprachspiele unbekannter Herkunft

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(E?)(L?) http://www.ffh.de/ffh2002/www/programm/guten_morgen_hessen/seite009.phtml
Aus dem "Klugscheisser-Archiv"

Welcher Satz hat 16 Worte, die alle mit einem Z beginnen?

"Zehn zur Zeit ziemlich zahme Ziegen zogen zwischenzeitlich zehn Zentner zentralafrikanischen Zucker zurück zum Züricher Zoo."

Bücher zur Kategorie:

Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Spass, Diversión, Plaisanterie, Divertimento, Fun

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Gauger, Hans-Martin
Das ist bei uns nicht Ouzo
Sprachwitze

(E?)(L?) http://www.chbeck.de/Gauger-Martin-Ouzo/productview.aspx?product=20277

Sofern Sprachwitze mit Gleichklängen arbeiten, sind sie im strengen Sinn Kalauer. Diese Witze gelten einerseits als „doof“, bringen uns andererseits aber doch zum Lachen. Andere Sprachwitze machen sich Ironie, Übertreibungen, Doppelsinn oder Stilbrüche zunutze. In diesem Band wurden klassische und neue Sprachwitze gesammelt. Ein Nachwort analysiert die grammatisch-rhetorischen Techniken der Witze und versucht, begriffliche Klarheit zu schaffen.


Erstellt: 2016-10

Gauger, Hans-Martin
Na also, sprach Zarathustra
Neue Sprachwitze

(E?)(L?) http://www.chbeck.de/Gauger-Martin-also-sprach-Zarathustra/productview.aspx?product=13061925

2014. 219 S.: Broschiert
ISBN 978-3-406-65931-7
Erschienen: 08.05.2014

Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe. Vom Kalauer bis zum geistreichen Aperçu reicht das Spektrum der Sprachwitze in diesem Buch. Sprachwitze sind Witze, die aus sprachlichen Gründen witzig sind; es sind witzige Spiele mit der Sprache. Dabei kann ein elaboriertes Instrumentarium rhetorischer Techniken ebenso zum Einsatz kommen wie einfachere Figuren, die zuweilen sprachliche Grobheiten oder Albernheiten sind. Auf jeden Fall appellieren diese Witze immer an unser Sprachbewusstsein, und aus den besseren unter ihnen lässt sich manches lernen.

Hans-Martin Gauger, emeritierter Ordinarius für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Freiburg, ist einer der renommiertesten deutschen Sprachwissenschaftler.


Erstellt: 2014-06

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Köhler, Peter (Herausgeber)
Das Nonsens-Buch

Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
Verlag: Reclam, Ditzingen; Auflage: Vollst. überarb. Neuausg. (Februar 2007)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Nonsens-Literatur kann auf den berühmten "tieferen Sinn" verzichten, ist wenig nützlich, aber vergnüglich zu lesen! Diese Sammlung beginnt mit der Lügendichtung des 13. Jahrhunderts und den Satiren der Volksbücher, zitiert Wilhelm Busch, die Fliegenden Blätter, Morgenstern, Ringelnatz, Karl Valentin. Schließlich finden sich Sprachkapriolen und Bildgeschichten von Heinz Erhardt oder Robert Gernhardt, F.W. Bernstein und F.K. Wächter.


(E?)(L?) http://www.reclam.de/detail/978-3-15-010622-8?query=Peter+K%F6hler

Im Nonsens steht das Denken Kopf und die Sprache schlägt Purzelbäume. Peter Köhler präsentiert in völlig neu bearbeiteter Form die buntesten Blüten aus zwei Jahrhunderten Mut zum Unsinn.

Inhaltsverzeichnis


Erstellt: 2010-08

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