Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
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Rose, Rosa, Rose, Rosa, Rose
Rosa damascena - Damaszener Rosen, Rosas Damascenas, Rosier de Damas, Rosa Damascena, Damask Rosen

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Damascena-Rosen (W3)

Die heute existierenden etwa 30.000 Gartenrosensorten gehen auf etwa 150 Wildrosen der Gattung "Rosa" zurück. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Europa außer den "Wildrosen" nur Rosen aus dem europäisch-vorderasiatischen Raum. Aus diesem Erbmaterial sind die "Alba-Rosen", "Gallica-Rosen", "Damascena-Rosen" und "Centifolia-Rosen" hervorgegangen.

Als Alte Rosen werden alle Rosenklassen zusammengefasst, die bereits 1867, dem Beginn der modernen Rosenzüchtung, vorhanden waren. Eröffnet wurde die Rosen-Neuzeit damals durch die Züchtung der ersten Teehybride "La France", der Kreuzung einer "Remontant-Rose" mit einer "Tee-Rose".

Die Züchtungsgeschichte der "Alten Rosen" ist in zwei Epochen zu unterteilen, die jeweils unterschiedliche Rosenklassen hervorgebracht haben:

1. Alte Rosen bis Ende des 18. Jahrhunderts

Die erste Epoche dauerte bis Ende des 18. Jahrhunderts. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es in Europa außer den "Wildrosen" nur Rosen aus dem europäisch-vorderasiatischen Raum. Aus diesem Erbmaterial sind die "Alba-Rosen", "Gallica-Rosen", "Damascena-Rosen" und "Centifolia-Rosen" hervorgegangen.

2. "Alte Rosen" unter dem Einfluss der "China-Rosen"

Beendet wurde die erste Epoche durch das Einkreuzen von "Gartenrosen" aus China ("Rosa chinensis"), die zwar etwas weniger frosthart waren, dafür aber durch neue, intensivere Farben beeindruckten und vor allem die Eigenschaft mitbrachten mehrfach zu blühen. Es entstanden die "Portland-Rosen", "Bourbon-Rosen", "Noisette-Rosen" und "Remontant-Rosen".

Eine gärtnerisch wertvolle Kombination aus dem Erbmaterial der "Alten Rosen" mit den wichtigen Eigenschaften moderner Rosen stellen die "Englischen Rosen", häufig auch als "Austin-Rosen" bezeichneten Sorten, dar.

In der Zeitschrift "Landlust", Ausgabe Mai / Juni 2011 ist Seite 145 zu lesen:


Rosensorten der ältesten Rosenklassen sind einmalblühend, langlebig und sehr winterhart. Die meisten haben dicht gefüllte Blüten und duften stark.

Rosen der Klasse "Damascena-Rosen" zeichnen sich durch einen dichten kräftigen Wuchs von 1,5 bis 2 Meter Höhe mit langen bogigen Trieben aus. Ihre glatten blassgrünen Blätter sind auf der Unterseite leicht behaart. Blütenkelche und Triebe sind von klebrigen Öldrüsen bedeckt. Die gefüllten Blüten kommen von reinem Weiß bis zum leuchtenden Purpur vor. Fast alle Sorten besitzen einen typischen schweren Duft. Man unterscheidet einmalblühende "Damascena-Rosen" und herbstblühende "Damascena-Rosen", "Rosa damascena bifera" ["zweimal im Jahr Blüten oder Früchte tragend", zu lat. "bifer" zu "bi-" und "ferre" = dt. "tragen"], die öfter blühen, wie z.B. die bekannte Sorte "Rose de Resht".


(E?)(L?) http://www.pkgodzik.de/fileadmin/user_upload/Sammlungen/Wissenswertes_ueber_die_Rosen.pdf

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Der Phantasie der Natur, die der Rose eine ausgeprägte Neigung zur Bildung von Varietäten mitgegeben hat, und der Phantasie der Züchter scheinen kaum Grenzen gesetzt. Ausgehend von den fünf Urahnen der Rose – – unterscheidet man heute ca. 250 „echte“ Arten. Als „alte Rosen“ bezeichnet man diese fünf mit ihren Varietäten sowie "Moosrosen", "Chinarosen", "Noisetterosen", "Bourbonrosen", "Portlandrosen", "Teerosen" und "Remontantrosen".
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Bei den Rosenschönheiten des Vorderen Orients handelte es sich um die stark duftenden und gefüllten Arten "Rosa gallica" und "Rosa damascena". Sie gehören zu den bereits erwähnten fünf Urrosen, aus denen alle heute erhältlichen Sorten hervorgegangen sind. Herodot, der weitgereiste Geschichtsschreiber der Antike, berichtet im 5. Jahrhundert von gefüllt blühenden Rosensträuchern in den Gärten des Königs Midas von Thrakien, deren Duft alle bis dahin bekannten Blumen übertraf. Herodot war es auch, der sie "Centifolien" nannte – "Hundertblättrige". Die "Bauernrose" unserer ländlichen Gärten ist also eine "Syrerin" oder "Perserin", wie der Schriftsteller Rudolf Borchardt feststellt.
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Rosenarten

Die fünf beliebtesten und seit langem bekannten alten Rosenarten sind die weiße "Albarose" ("Rosa alba"), die rote "Essigrose" ("Rosa gallica"), die "Damaszenerrose" ("Rosa damascena"), die "Centifolia" oder "Hundertblättrige Rose" ("Rosa centifolia") und die "Moosrose" ("Rosa muscosa").

Sie alle wurden mindestens seit dem 17. Jahrhundert in europäischen Gärten gezüchtet. Mit Ausnahme der "Rosa damascena", die aus Kleinasien, eingeführt wurde, stammen sie alle aus Europa. Dennoch haben die meisten Menschen, wenn sie an Rosen denken, das Bild einer perfekt geformten "Teerosen-Hybride" vor Augen. Diese Art wurde 1809 von Sir Abraham Hume aus China nach England gebracht. Sie wurde als "Rosa odorata" klassifiziert und „Hume’s blush tea-scented China rose“ ("rote, nach Tee duftende Chinarose") genannt, weil ihr zarter Duft dem von frischen Teeblättern ähnlich war. Sie wurde so bewundert, daß mit enormem Aufwand zahlreiche Hybriden gezüchtet wurden. 1959 zählte man über 20.000 anerkannte Arten.
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Aus der Sektion der "Gallicanae" sind viele alte Sorten hervorgegangen, die zu „Klassikern“ wurden. Neben "Rosa gallica" (der "Essigrose") gehören hierher nämlich ihre Hybriden wie "Rosa x centifolia" (die "Zentifolie" oder "Hundertblättrige Rose", auch "Provencerose"); "Rosa x centifolia muscosa", die berühmte, romantische "Moosrose", mit ihren moosartigen Drüsen; "Rosa x damascena" (die "Damaszenerrose") und "Rosa x portlandica" (die "Portlandrose"). Das Erbgut dieser Sorten bildete die Grundlage für die Zucht unserer berühmten Kulturrosen.
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Erste Namensgebung

Bei diesen Auswüchsen dürfen die Ernsthaftigkeit römischer Naturforscher oder die Kunst der Gärtner, zu dieser Zeit einen Rosengarten zu gestalten, nicht in Vergessenheit geraten. Plinius der Ältere (um 23 - 79 n. Chr.) listet bereits zwölf verschiedene Rosenarten auf, unter anderem die "Rose von Prenest", die "Rose von Milet" sowie die "Rose von Karthago". Er ist es auch, der die Vermutung aufstellt, daß England wegen seiner vielen weißen Rosen "Albion" ("albus" bedeutet "weiß") genannt würde. In seiner „Naturalis Historia“ benennt er die "Rosa damascena", "Rosa gallica", "Rosa centifolia" und die berühmte "Rose von Paestum" "Rosa bifera".

Plinius der Jüngere (um 62 - ca. 113 n. Chr.) beschreibt seinen eigenen Garten liebevoll: „Im hellen Sonnenschein wachsen Rosen ... Es gibt Rasenflächen, in die runde, lange und gewellte, mit Buchs eingefaßte Blumenbeete eingelassen sind. Buchs ist in Figuren geschnitten, und zwischen ihnen sprudeln Fontänen.“

Die Rose war aber auch die Blume der Toten. Gräber wurden mit ihr geschmückt, und mancher reiche Römer bestimmte testamentarisch den Rosenschmuck für sein Grab. Der Dichter Properz (um 50 - ca. 16 v. Chr.) schrieb: „Wenn jemand meine Gebeine in zarte Rosenblätter legte, würde mir die Erde leicht werden.“
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Und zum anderen brachten verschiedene Kreuzritter Rosen aus dem Vorderen Orient mit, was zu allerlei romantischen Geschichten Anlaß bot. Obwohl es die "Rosa damascena" zu dieser Zeit schon in Unteritalien gab, wird dem Grafen Brie zugeschrieben, sie in seinem Kriegsgepäck mitgeführt zu haben. Auch Graf Thibaut hatte eine Art "Rosa damascena" auf seinem Kreuzzug entdeckt. Er kultivierte sie im Garten seines Schlosses bei dem Ort "Provins" in der Champagne, und sie wurde seitdem "Provinsrose" genannt.
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Die "Damaszenerrose" ist ebenfalls auf eine Rosa gallica zurückzuführen, entweder als eine Kreuzung mit "Rosa phoenicia" oder mit "Rosa moschata". Auf jeden Fall blühte sie schon in Ägypten, und es ist eine "Rosa x damascena", die auf den Fresken von Pompeji zu bewundern ist. Es gibt eine sogenannte sommerblühende "Damascena" und eine remontierende, die sogenannte herbstblühende Art ("Rosa bifera"). Urälteste Duftrose ist "Rosa x damascena" ‘Trigintipetala’, die noch heute in Bulgarien auf riesigen Feldern angebaut wird. Von vollkommener Schönheit ist die weiße ‘Madame Hardy’, sie wurde von dem Verwalter der kaiserlichen Rosengärten in Malmaison gezüchtet.

Die "Albarosen", auch eine sehr alte Zuchtform, die eine eigene Gruppe bilden, sind auf eine natürliche Kreuzung mit "Rosa x damascena" und "Rosa canina" zurückzuführen. Sie waren im Mittelalter sehr verbreitet, sind größer als andere Sträucher, und ihre duftenden, pastellfarbenen Blüten harmonieren gut mit dem graugrünen Laub. Eine anmutige Vertreterin ist ‘Maiden’s Blush’, die schon vor 1600 bekannt war.

Die Hundertblättrige Rose

Auch die "Zentifolien" gehen auf eine "Rosa x damascena" zurück.
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Rosen in Kunst und Kunsthandwerk

Abbildungen von Rosen sind seit Jahrtausenden bekannt. Höhlenmalereien lassen zwar Deutungen auf Rosen zu, als erste klar identifizierbare Rose gilt jedoch die auf einem Fresko in Knossos auf der Insel Kreta aus der Zeit um 1450 v. Chr., die ohne Zweifel eine "Rosa x damascena" darstellt, vielleicht die berühmte "Abessinische Rose" aus dem oberen Niltal, die von minoischen Händlern nach Griechenland gebracht worden war. Das Fresko zeigt außerdem Iris, Rispengesträuch und hübsche Vögel.
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Die Mythen um Rosen und ihre symbolhafte Bedeutung haben durch die Jahrhunderte in Dichtungen, Märchen, Liedern und Sagen ganz unterschiedliche Ausprägungen erhalten. Bekannt wie Dornröschen, berühmt wie Dantes Vision vom Paradies als einer einzigen Rose oder vergessen, wie die Verse des persischen Dichters Omar Khayyam (1048-1131) – dessen Name tröstlicherweise in einer "Rosa damascena" weiterlebt, die von seinem Grab stammen soll.
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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Damascena-Rosen
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Damascena-Rosen" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-09

Damaszenerrose (W3)

Damaszenerrosen, Damask, Rosa damascena, Damasks, Damaszener-Rosen, Rose de Damas

Ebenfalls eine Zuchtform ist die "Damaszenerrose" ("Rosa damascena"); mit kräftigen, gekrümmten Stacheln und rosa bis roten, auch rot und weiß gestreiften, gefüllten Blüten. - Zu Beginn des 19. Jahrhunderts nahm die Rosenzüchtung durch Kreuzungen der Gartensorten großen Aufschwung.

(E?)(L?) https://www.agel-rosen.de/gartenrosen/damaszenerrosen/sitemap.do

Gartenrosen » Historische Rosen "Damaszenerrosen"


(E?)(L?) https://europa-rosarium.de/index.php?id=470

Historische Rosen

Dieser Film befasst sich mit der Welt der "Historischen Rosen". Für viele sind sie aufgrund ihrer Schönheit, ihres herrlichen Duftes oder ihrer mitunter rätselhaften Herkunft besondere Gartenschätze. Doch was macht eine Rose eigentlich zur "Alten Rose", also "Historischen Rose"?

„Zu ihnen gehören die Vertreterinnen aller Rosenklassen, die vor den ersten modernen "Teehybriden" entstanden sind, also vor dem Jahr 1867. "Gallica-Rosen", "Alba-Rosen" oder "Damaszenerrosen" gehören zum Beispiel dazu“, erklärt Hella Brumme, die ehemalige Direktorin des Europa-Rosariums. Sie ist Rosenfachfrau allererster Güte und ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Historischen Rosen. Sie weiß Antworten auf alle Fragen rund um die alten Rosenklassen.

Welche Geschichten ranken sich beispielsweise um die Entstehung mancher Sorten, was genau macht ihren Charme bis heute aus und was hat es mit den legendären chinesischen "Gartenrosen" auf sich, die als „Teerosen“ im 19. Jahrhundert nach Europa kamen und die Zucht in Europa revolutionierten?


(E?)(L?) https://europa-rosarium.de/index.php?id=472

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Damaszenerrosen

’Blush Damask’ (Unbekannt vor 1806)

Auch die Abstammung der "Damaszenerrosen" blieb lange Zeit im Verborgenen. Genetische Untersuchungen besagen, dass die asiatischen Wildrosenarten "R. moschata" und "R. fedtschenkoana" sowie auch "R. gallica" an der Entstehung der "Damaszenerrosen" beteiligt waren. Von den Mittelmeerländern gelangten die "Damaszenerrosen" über römische Siedler und später über die Kreuzfahrer nach Mitteleuropa. Man unterscheidet die einmal blühenden "Sommer-Damaszerner" und die nachblühenden "Herbst-Damaszener". Typische "Damaszenerrosen" erreichen Höhen von bis zu 3m, die Triebe sind oft mit zahlreichen Hakenstacheln besetzt. Neben ihren oft phantastischen, stark duftenden Blüten, wurden Vertreter der "Damaszenerrosen" auch bei der Herstellung des wertvollen Rosenöls geschätzt.
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(E?)(L?) https://europa-rosarium.de/index.php?id=716

Leicht zu verwechselnde historische Rosen
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Die "Damaszenerrosen" 'Mme Hardy' oder 'Félicité Hardy' und 'Mme Zoetmanns' haben beide weiße, gefüllte Blüten, so dass sie auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden sind.

Bei 'Mme Hardy' (= 'Félicité Hardy') ist der Wuchs aufrecht und ausladend, bis 1,80 m hoch, an jungen Trieben sitzen zahlreiche Stacheln. Das Laub ist reichlich, hellgrün und weich, die meist 7 Fiederblättchen sind länglich oval. Die Blüte ist sehr reich und steht einzeln oder zu mehreren, sie ist groß, dicht gefüllt, oft geviertelt, anfangs schalenförmig, später sind die Petalen nach außen gedreht, die innersten Petalen aber nach innen gebogen, sie bilden eine Rosette um das grüne Auge. Die Blüte ist sehr vollkommen und hat lange, gefiederte Kelchblätter. Die Knospen sind zartrosa, aufgeblüht reinweiß. Der Duft ist stark.

Bei 'Mme Zoetmanns' ist der Wuchs aufrecht und gut verzweigt, 1,50 m hoch. Sie hat spitze Stacheln und Borsten. Das Laub ist mittelgrün und glatt, die meist 5 Fiederblättchen sind elliptisch. Die Blüte steht zu mehreren zusammen, ist groß, gefüllt, manchmal geviertelt oder unordentlich, das Auge kaum sichtbar. Sie ist relativ frühblühend und hat nicht so deutlich gefiederte Kelchblätter wie 'Félicité Hardy'. Die Farbe ist zartrosa, später fast weiß, der Duft gut. Bei 'Félicité Hardy' oder 'Mme Hardy' ist also das Laub länglicher, weicher und die Blüte regelmäßiger, die Knospen länger, die Sepalen gefiederter als bei 'Mme Zoetmanns'.

Man muss hier leider beide Rosen vergleichen und genau hinsehen.


(E?)(L?) https://forum.mein-schoener-garten.de/viewtopic.php?t=2197815

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"Damaszenerrosen" haben meist rosa, gelegentlich auch weiße Blüten und wachsen als dicht belaubte, lockere Sträucher. Die Gruppe ist recht vielgestaltig, die Blüten duften. Es handelt sich um "Alte Rosen".
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(E?)(L?) http://www.pkgodzik.de/fileadmin/user_upload/Sammlungen/Wissenswertes_ueber_die_Rosen.pdf

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Beispiellos in der Kulturgeschichte ist die Rosenbegeisterung der Römer. Als Symbol der Liebesgöttin Venus und des Fruchtbarkeitsgottes Bacchus begleitete sie zunächst religiöse Zeremonien, später fehlten Rosen bei keinem Fest. Rosen waren allgegenwärtig. Kaiser Nero ließ Rosenblüten auf die Tischgesellschaft regnen, Kaiser Heliogabal seine Gäste gar unter ungeheuren Massen von Rosen ersticken. Der römische Brauch, "unter Rosen" – "sub rosa" – Geheimnisse auszutauschen und Verschwiegenheit über Gesprochenes zu wahren, bezieht sich auf die dichte Geschlossenheit der Rosenknospe und erklärt, warum sich an Beichtstühlen, auf Deckengemälden oder über Wirtshaustischen Rosen finden. Um den riesigen Rosenverbrauch im Römischen Reich zu decken, wurden Rosen, meist stark duftende "Damaszenerrosen", in großen Kulturen angebaut und massenhaft importiert. Dass die Rosenexzesse der Römer doppelgesichtig waren, bezeugen Darstellungen der Hekate. Die Göttin, die die Seelen der Verstorbenen holt, trägt einen Kranz aus fünfblättrigen Rosen – deren Kurzlebigkeit wurde als eindringlicher Verweis auf die Vergänglichkeit des Lebens betrachtet.
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Pierre-Joseph Redouté, "Rosa gallica officinalis" (30)

(30) Diese zeitlose Rose hat viele Namen. Sie ist angeblich die ehemalige „Rote Damaszenerrose“ und wurde auch „Apothekerrose“ genannt. Es ist auch möglich, daß sie die Rose war, die Edmund von Lancaster 1279 aus Provins mitbrachte und die später zur „Roten Rose von Lancaster“ wurde. Die Geschichte dieser Rose beginnt vielleicht schon in der Antike. Auf einem minoischen Fresko, das zwischen 1600 und 1500 v. Chr. entstanden sein muß, ist eine Rose abgebildet, die von Kennern für eine "Gallica Rose" gehalten wird. In der modernen Geschichte treffen wir sie bei den Kreuzfahrern wieder. Diese brachten sie nach "Provins". Diese Rose, die im 13. Jahrhundert ihren Weg auch nach England fand, weist eine große Ähnlichkeit auf mit der "R. gallica officinalis", auch als „Maxima“ bekannt, der ältesten Form der "R. gallica". Das späte 18. Jahrhundert ist die klassische Periode der "Gallica Rose", aber nur einige der Sorten, die Redouté kannte, gibt es heute noch. Heute wachsen die "officinalis" und "versicolor" gemeinsam als bescheidene Heckenrosen. (Gordon, S. 8)
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Rosenarten

Die fünf beliebtesten und seit langem bekannten alten Rosenarten sind die weiße "Albarose" ("Rosa alba"), die rote "Essigrose" ("Rosa gallica"), die "Damaszenerrose" ("Rosa damascena"), die "Centifolia" oder "Hundertblättrige Rose" ("Rosa centifolia") und die "Moosrose" ("Rosa muscosa"). Sie alle wurden mindestens seit dem 17. Jahrhundert in europäischen Gärten gezüchtet. Mit Ausnahme der "Rosa damascena", die aus Kleinasien, eingeführt wurde, stammen sie alle aus Europa. Dennoch haben die meisten Menschen, wenn sie an Rosen denken, das Bild einer perfekt geformten "Teerosen-Hybride" vor Augen. Diese Art wurde 1809 von Sir Abraham Hume aus China nach England gebracht. Sie wurde als "Rosa odorata" klassifiziert und „Hume’s blush tea-scented China rose“ ("rote, nach Tee duftende Chinarose") genannt, weil ihr zarter Duft dem von frischen Teeblättern ähnlich war. Sie wurde so bewundert, daß mit enormem Aufwand zahlreiche Hybriden gezüchtet wurden. 1959 zählte man über 20.000 anerkannte Arten.
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Die Tudor-Rose

Eine der berühmtesten Rosen der Geschichte ist die "Tudor-Rose". Ursprünglich eine nur als Bild existierende Rose, die niemals einen Garten schmückte, ging sie aus dem 30 Jahre andauernden Rosenkrieg hervor. Dieser Konflikt um den englischen Thron begann im Jahre 1455 zwischen dem Haus York, das im Wappen eine weiße Rose ("Rosa alba") führte, und dem Haus Lancaster, dessen Wappen eine rote Rose ("Rosa gallica") zierte. Die beiden Seiten wurden 1485 durch die Heirat von Heinrich VII. aus dem Haus Lancaster mit einer Erbin des Hauses York vereint und gründeten so das Haus Tudor. Die Rose wurde nun zum Emblem des englischen Königshauses. Heinrich VII. widersetzte sich der traditionellen Heraldik und kombinierte die beiden fünf blättrigen Rosen zu einer zehnblättrigen. Eine weiß und rot blühende "Damaszenerrose" wurde für den Garten gezüchtet und erhielt dementsprechend den Namen „York and Lancaster“-Rose. In der Sprache der Blumen steht die Zusammenstellung von roten und weißen Blumen für Einigkeit. Königin Elisabeth I. von England, die „jungfräuliche Königin“, machte die "Tudor-Rose" zu ihrem persönlichen Wappenbild und wählte das Motto "Rosa sine spina", „Rose ohne Dornen“.
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Die europäischen "Gartenrosen" stammen nicht etwa von den in Europa heimischen "Heckenrosen" ab, sondern sind fast ausnahmslos vor Jahrtausenden aus Vorderasien über Kreta, Griechenland und Rom ins Abendland eingewandert. Die ältesten Klassen waren die "Damaszenerrose", die "Gallica-Rose" und die "Alba-Rose". Die frühesten Sorten dieser Klassen lieferten bereits vor 2000 Jahren Millionen von Blüten für die orgiastischen Feste in Rom und seit fast 1000 Jahren den Grundstoff für Rosenwasser und Rosenöl.
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Die Sektion der Gallicanae

Aus der Sektion der "Gallicanae" sind viele alte Sorten hervorgegangen, die zu „Klassikern“ wurden. Neben "Rosa gallica" (der "Essigrose") gehören hierher nämlich ihre Hybriden wie "Rosa x centifolia" (die "Zentifolie" oder "Hundertblättrige Rose", auch "Provencerose"); "Rosa x centifolia muscosa", die berühmte, romantische "Moosrose", mit ihren moosartigen Drüsen; "Rosa x damascena" (die "Damaszenerrose") und "Rosa x portlandica" (die "Portlandrose"). Das Erbgut dieser Sorten bildete die Grundlage für die Zucht unserer berühmten "Kulturrosen". Ihre Blüten sind besonders stark gefüllt (über vierzig Blütenblätter), gelbe Sorten kommen nicht vor. Bei einigen, wie ‘Jacques Carrier’ oder ‘Assemblage des Beautés’, sind die inneren Blütenblätter stark eingerollt. Darunter sitzen auf engstem Raum die Staubgefäße, während die apfelgrünen Griffel mit dem nuancenreichen Rosa oder Purpurrot der Blütenblätter kontrastieren. Die verschiedenen Sorten der "Rosa gallica" duften alle stark. "Rosa x centifolia" biegt sich unter dem Gewicht ihrer tiefen, kugelförmigen Blüten.
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Auf der Insel "Bourbon", das heutige "Réunion", pflanzten Bewohner verschiedene Sorten, eine rosa "Chinarose" und eine "Damaszenerrose" der Insel Rosenhecken als Windschutz. Zwei ("rosa damascena bifera"), blühten nebeneinander. Das ergab eine neue unbekannte Rosenrasse. Ein Glücksfall war es, daß ein Botaniker, Monsieur Bréon, diese Rosen im Jahre 1817 fand. Sie unterschieden sich von den anderen beiden Sorten, trugen aber trotzdem die gleichen Merkmale. Er sandte Samen von diesen Neuen seinem Freund Jaques, der Gärtner des Herzogs von Orleans war, nach Neuilly bei Paris. Die 1834 gezüchtete "Bourbonrose" nannte man nach ihrem Fundort, der Insel "Bourbon", "Reine de l’Ile de Bourbon". Heute ist sie unter dem Namen "Bourbon Queen" bekannt.
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Die "Damaszenerrose" ist ebenfalls auf eine "Rosa gallica" zurückzuführen, entweder als eine Kreuzung mit "Rosa phoenicia" oder mit "Rosa moschata". Auf jeden Fall blühte sie schon in Ägypten, und es ist eine "Rosa x damascena", die auf den Fresken von Pompeji zu bewundern ist. Es gibt eine sogenannte sommerblühende "Damascena" und eine remontierende, die sogenannte herbstblühende Art ("Rosa bifera"). Urälteste "Duftrose" ist "Rosa x damascena" ‘Trigintipetala’, die noch heute in Bulgarien auf riesigen Feldern angebaut wird. Von vollkommener Schönheit ist die weiße ‘Madame Hardy’, sie wurde von dem Verwalter der kaiserlichen Rosengärten in Malmaison gezüchtet.
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(E?)(L?) https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=45817#Rosenbl%C3%A4tter

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Rosenblätter (flores Rosarum).

Die Blumenblätter von Rosen, welche bei uns kultiviert werden, sind ein nicht unbedeutender, im Droguenhandel zentnerweise vorkommender Artikel. Sie werden von zwei Rosenarten genommen, von der gewöhnlichen "Zentifolie" ("Rosa centifolia") und von der dunkelroten "Damaszenerrose", "Burgunderrose" oder "Essigrose" ("Rosa gallica"); es kommen demnach zwei Sorten von Blättern vor, blasse und rote. Die Zentifolienblätter (flores rosarum incarnatarum oder pallidarum) werden vor der völligen Aufschließung der Blüten abgenommen und entweder rasch in der Sonne getrocknet oder frisch mit Salz eingelegt (flores rosarum in sale). Durch das Trocknen geht ein Teil des Duftes und die reine rote Farbe verloren; der übrig bleibende schwache Geruch ist aber sehr angenehm. Die eingesalznen Blätter behalten ihr Rot; behufs des Einlegens werden sie frisch mit der Hälfte ihres Gewichts Kochsalz gemischt, in Fässer, steinerne Töpfe u. dgl. dicht eingedrückt und verschlossen.
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(E?)(L?) https://rosenberatung.de/arten-und-klassen/

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"Alba-Rosen", "Gallica-Rosen", "Damaszener-Rosen" und "Rubiginosa-Rosen" soll es schon um 1200 gegeben haben. Das sind die ersten sog. "Alten Rosen", besser noch "Historische Rosen" genannt.
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DAMASZENER-ROSEN

Es gibt "Sommer-Damaszener" und "Herbst-Damaszener". Blütezeit der "Sommer-Damaszener" "Rosa x damascena" im Juni. Blütezeit der "Herbst-Damaszener" "Rosa x damascena" ‘Bifera’ im Juni und September.

"Damaszener-Rosen" waren schon in der Antike verbreitet. Herkunft beider Formen: (Rosa moschata x Rosa fedtschenkoana) x Rosa gallica.

Bei den "Herbst-Damaszenern" überwiegt die Fähigkeit zur späten Blüte von "R. moschata" und "R. fedtschenkoana".

"Damaszener-Rosen" werden meist höher als "Gallicas" und haben bogig abstehende Triebe mit vielen hakenformigen gleichartigen Stacheln. Der Strauch wirkt locker im Gegensatz zu dem eher geschlossenen, eher kugeligen Gallica-Strauch. Die 5-7 Fiederblättchen sind hellgrün, später graugrün. Die Blattoberseite ist etwas blasig aufgewölbt. die Blüten sind meist in Büscheln mit langgezogenen, teils befiederten Kelchblättern. Die Blütenstiele sind lang und dünn, so daß die Blüten leicht nach unten hängen. Die Blütenfarbe ist überwiegend rosa bis weiß. Alle "Damaszener" haben einen sehr guten lieblichen Duft. Die Hagebutten sind länglich, krugförmig und meist drüsig.

PORTLAND-ROSEN

Aus "Herbstdamaszener" und einer "Gallica" (wahrscheinlich "R.gallica ‘Officinalis’") entstand um 1750 die erste "Portlandrose" mit besserer Herbstblüte als "R. x damascena ‘Bifera’". Typisch für "Portlandrosen" ist, dass die Blüten auf den Blättern zu sitzen scheinen, weil die Blütenstiele sehr kurz sind. Es sind meist kleine kugelige Büsche, gut 1m, hoch mit gefüllten, oft pomponartigen, duftenden Blüten in Rosa und Rot. Einige Sorten sind für Gärten gut geeignet, weil sie winterhart und gesund sind und gut.
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BOURBON-ROSEN

Auf der Insel "Bourbon" (heute "Rèunion") kreuzten sich eine "Chinensis-Rose" (wahrscheinlich ‘Old Blush’) und eine "Herbstdamaszener". Die neue Rose wurde 1817 nach Paris geschickt und dort als "Bourbonrose" in den Handel gebracht. Sie wurde vor allem mit "Portlandrosen" aber auch mit "Chinensis-Rosen" gekreuzt. Kräftige Triebe mit starken geraden, aber auch gebogenen Stacheln. Meist hohe, lockere Sträucher oder kletternd. Blätter nahe aneinanderstehend, meist 5, selten 7 Blättchen, mit glänzender Oberfläche. Blüten immer duftend, gefüllt, groß, kugelig – dann flach werdend. Farbe weiß bis dunkelrot, kein gelb. Gesundheit sehr unterschiedlich, weniger gesund als alte Rosen, aber besser als die meisten "Remontanthybriden".
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(E?)(L?) https://www.schmid-gartenpflanzen.de/rosen/historische-rosen/rosa-damascena-damaszenerrosen/

"Rosa Damascena" ("Damaszenerrosen")

Schon um 1000 v.Ch. wurde die zweimal blühende "Herbstdamaszener-Rose" auf Samos zur Ehre der Aphrodite gepflanzt. Später wurde sie dann in Rom mit der Liebesgöttin Venus verehrt.

Die Blütenfarbe der "Sommerdamaszener-Rosen" und "Herbstdamaszener-Rosen" reicht von reinem Weiß bis leuchtendem Purpur. Fast alle Sorten haben einen schweren Duft, die bekanntesten Sorten in der Gruppe der "Rosa Damascena" sind "Rose de Resht", "Ispahan", "Jacques Cartier" sowie "Trigintipetala" aus der bis heute Rosenöl hergestellt wird.

Eine "Damaszener Rose" wird bis ca. 150cm groß und hat einen meist kräftigen Wuchs mit langen, bogigen Zweigen, vor allem die öfterblühenden R. Damascena wachsen teils auch kompakt-buschig und eignen sich auch für kleinere Gärten.

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(E?)(L?) https://www.welt-der-rosen.de/zuechter/rosenklassen.htm

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"Damaszener-Rosen" entstanden wahrscheinlich aus "R. gallica" und "R. phoenicia" oder "R. moschata". Kreuzfahrer brachten sie im 13. Jahrhundert nach Europa. Sie sind vor allem berühmt wegen ihres betörenden Duftes. "Das Einmalige bei der Damascena-Rose ist ihr Duft, der schönste und reinste Rosenduft. Er beginnt sich leise zu verströmen, wenn die ersten Blütenblätter sich zurücklegen; er hält sich lange in gleicher Stärke, gleicher Weise, gleicher Reinheit (...). Er ist der reinste und zuverlässigste Rosenduft, den ich kenne". (Alma de L`Aigle). Die recht robusten und sehr schönen meist einmalblühenden "Damaszenerrosen" passen wegen ihres ausladenden Wuches eher in größere Anlagen. Lt. Barlage (2010) sind die 5 besten "Damaszener-Rosen": "Celsiana", "Ispahan", "Madame Hardy", "Trigintipetala", "York and Lancaster".
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Dann kamen die "Portland-Rosen". Lange war ihre Entstehung unklar - man glaubte, daß die "Portland-Rosen" Ende des 18. Jahrhunderts von der britischen "Herzogin von Portland" (1715-1785) während einer Italienreise entdeckt und nach England gebracht worden. Der Rosenexperte Beales stellt fest, dass die Herzogin, deren Namen die erste "Portland-Rose" ("Duchess of Portland") trägt, tatsächlich eine Rosenfreundin war, aber Italien nie bereist hatte. Heute hat man durch DNS-Analysen geklärt, dass sie aus einer Kreuzung zwischen einer "Gallicarose" und einer herbstblühenden "Damaszenerrose" - wahrscheinlich in England - entstanden ist.
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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Damaszenerrose
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Damaszenerrose" taucht in der Literatur nicht signifikant auf.

Erstellt: 2020-09

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gernot-katzers-spice
Rosa damascena Miller

(E1)(L1) http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Rosa_dam.html

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Die "Damaszener Rose" ist eine fertile Hybride aus "Rosa gallica" mit entweder "Rosa moschata" oder "Rosa phoenicia" und seit der Antike bekannt (siehe auch Silphion); man nimmt an, daß sie vor einigen Jahrtausenden in Anatolien erstmals auftrat. In Westasien ist die Damaszener Rose (oder zumindest Formen, die der heutigen Damaszener Rose extrem ähneln) seit der Bronzezeit bekannt; ihr Anbau verbreitete sich später nach Griechenland und Rom.
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Etymologie

Der Name "Rose" läßt sich über lateinisch "rosa" nur bis zum griechischen "rhodon" (vgl. "rhododendron" = "Rosenbaum") zurückverfolgen. Die Pflanze muß bereits im bronzezeitlichen Griechenland bekannt gewesen sein, da sie in der Odysseia auftritt (siehe Mohn über die homerischen Epen). Allerdings ist es nicht klar, welche Rosenart dem Dichter vorschwebte, als er die Farbe von Rosenblüten und Morgenröte verglich: "rhododaktylos Eos" = "rosenfingrige Eos".

Der Ursprung von "rhodon" ist wahrscheinlich eine untergegangene Sprache Kleinasiens, läßt sich aber heute nicht mehr mit Sicherheit ausmachen. In einigen östlichen Sprachen findet man verwandte Bezeichnungen, die aber nicht dem Griechischen entlehnt sind, sondern die auf unabhängigem Weg von der unbekannten Vorläufersprache entlehnt wurden: Armenisch "vart", georgisch "vardi", arabisch "al-ward", hebräisch "vered", koptisch "urt" = "Rose". Vgl. auch das slovenische "vrtnica" = "Rose" (neben "rož") und den levantinischen Frauennamen "Warda". Das Wort gelangte über das Arabische in weitere Sprachen des islâmischen Afrika und Asien.

Der griechische Name liegt den Namen der "Rose" in praktisch allen heutigen Sprachen Europas zugrunde, wobei nur geringe Variation beobachtet wird; so tritt die Form "rose" unter anderem im Deutschen, Englischen, Dänischen und Französischen auf; andere germanische Formen sind isländisch "rós", schwedisch "ros" und niederländisch "roos". In den romanischen Sprachen Italienisch, Spanisch und Portugiesisch heißt die Rose dagegen gleich wie im Lateinischen, "rosa". In den baltischen und slavischen Sprachen wurde das "S" durchwegs stimmhaft und oft auch palatalisiert, z.B. lettisch "rozes", litauisch "rožes", tschechisch "ruže", polnisch "róza" und russisch "roza". Im Baskischen findet man vokalischen Anlaut, "arrosa". Außereuropäische Beispiele sind Kannada "roja" und japanisch "rozu".

Wie in einigen anderen Fällen (Petersilie, Ingwer) findet man jedoch auch hier die paradoxe Situation, daß ein altgriechisches Wort zwar in den meisten rezenten europäischen Sprachen weiterlebt, aber ausgerechnet im Neugriechischen nicht mehr vertreten ist: Das neugriechische Wort für "Rose" lautet "triandafillo" und bezieht sich eigentlich nur auf die spezielle "dreißig­blättrige" Sorte, aus der man in Südosteuropa das Rosenöl gewinnt (altgriechisch "triakonta" = "dreißig" und "phyllon" = "Blatt"). Daher kommen auch bulgarisch "trendafil" (leicht veraltet) und albanisch "trëndafil" = "Rose".

Der botanische Artname "damascena" bezieht sich natürlich auf "Damaskus" (heute die Hauptstadt Syriens), von wo die Kreuzritter diese duftende Rosenart angeblich nach Europa brachten.

Sanskrit "shatapattra" bedeutet "hundert Blätter" (bezieht sich wohl auf gefüllte Blüten) und "vrittapushpa" heißt "runde Blume".

Die Bezeichnung "Attar" (auch "Otto" geschrieben) für "Rosenöl" geht auf persisch "atar" = "Parfum" zurück, das seinerseits eine Entlehnung von arabisch "itr" = "Parfum" ist. Vgl. auch kasachisch "ätirgül" = "Duftrose".
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Die "Rose" ist auch dabei mit Angaben zu Synonyme, Verwendeter Pflanzenteil, Pflanzenfamilie, Geruch und Geschmack, Inhaltsstoffe, Herkunft, Etymologie, vielen Bildern und

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Erstellt: 2013-12

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Rosa damascena

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Rosa damascena - Damaszener-Rose

Die "Damaszener-Rosen" entstanden in Kleinasien und waren schon 1000 v. Chr. auf der Insel Samos bekannt. Der herrliche Duft dieser Rosen wurde in zahlreichen Märchen aus 1001 Nacht beschrieben und ist noch heute einer der bedeutensten orientalischen Düfte. "Damaszener-Rosen" werden zur Roseöl Gewinnung in Bulgarien ("Bulgarische Ölrose" – "Trigintipetala") und der Türkei angebaut. Auch unser hauseigenes Rösenöl, Rose Schultheis, trägt als Hauptnote den süßlich-würzigen Duft der "Damaszener-Rosen".

Man unterscheidet die "sommerblühende Damaszener-Rose", die wahrscheinlich von "R. gallica" und "R. phoenicia" abstammt und die zweimal, im Sommer und Herbst, blühende "Herbstdamaszener-Rose" wie "Rose de Resht" und "Jacques Cartier", die vermutlich aus einer Kreuzung von "R. gallica" und "R. moschata" entstand.

Ihre Abstammung von der robusten "R. gallica" und einer "Kletterrose" als anderer Elternteil ist vor allem bei den älteren Sorten deutlich an dem dichten, kräftigen Wuchs mit langen, bogigen Trieben erkennbar. Die weichen, blassgrünen Blätter besitzen 5-7 Blättchen, sind oben glatt und auf der Unterseite leicht behaart. Kelche und Blütenstiele sind drüsig klebrig. Die rustikalen Blüten sind gefüllt, vom reinen Weiß bis zum leuchtenden Purpur getönt und von besonderer Transparenz. Fast alle Sorten besitzen einen schweren Damaszener-Rosen Duft. Die Sträucher sind sehr winterhart und können auch in Lagen über 500m probelmlos gepflanzt werden.

Weiß Zartrosa Rosa Kräftigrosa Purpur-Violett


Erstellt: 2020-09

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