Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
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Metanalysis (Buchstabenaustausch), Metanalysis, Métanalyse, Metanalysis, Metanalysis

A

Aprikose (W3)

Katal. "abercoc", dt. "Aprikose", span. "albaricoque", frz. "abricot", ital. "albicocca", ndl. "abrikoos", engl. "apricot", bot. "Prunus armeniaca", geht über ndl. "abrikoos", frz. "abricots" (Plur.), span. "albaricoque" zurück auf arab. "al-barquq", "al-barqûq" = dt. "die Pflaume". Die Araber sollen es jedoch ihrerseits aus spätgriech., spätlat. "praecoca" = dt. "Pfirsiche", mit der wörtlichen Bedeutung dt. "frühreife (Frucht)", frz. "fruit précoce", (lat. "praecoquus" = dt. "vor der Zeit reif") übernommen haben.

In den europäischen Sprachen wurde also der arabische Artikel "al" (metanalytisch und verkürzt zu "a") mit zum lateinischen Ausgangswort "praecoca" übernommen.

Übrigens ist es den Arabern (die von 711 bis 1492 mehr oder weniger grosse Teile der baskischen Halbinsel beherrschten) und ihren Bewässerungsmethoden zu verdanken, dass in Spanien und Europa weitere Nutzpflanzen eingeführt wurden, wie etwa Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Spinat, Artischicken, Wassermelonen, Zitronen, Orangen, Aprikosen, Bananen, Datteln, Mandeln, Äpfeln, Birnen, Feigen, Granatäpfel, Safran und andere Gewürze. (nach Karfunkel Nr.58, Juni-Juli 2005)

Adelung schreibt dazu:


Die "Aprikose", plur. die -n, die süße und angenehme Frucht des Aprikosen-Baumes; "Prunus Armeniaca, L." Diese Frucht heißt Ital. "Arbicocco" und "Bricoccolo", woraus die Franzosen "Abricot", die Deutschen "Aprikose" und die Engländer "Apricocks" gemacht haben. Der Ursprung des Ital. Nahmens ist so ausgemacht noch nicht. Die Römer nannten sie "Malum Armeniacum" und "Epiroticum", weil sie selbige aus diesen Ländern bekamen, ehe der Baum um das Jahr 30 oder 40 nach Christi Geburt, um Rom gemein zu werden anfing. Weil sie "frühe reif" werden, so wurden sie bey den Römern, dem Dioscorides zu Folge, auch "Mala praecocia" genannt. Es kann seyn, daß das Ital. "Abricocco" und "Bricoccolo" ans diesem letztern Nahmen, oder aus "Malum Epiroticum" verstümmelt worden. Bey den spätern Griechen heißt diese Frucht gleichfalls "???" und "???". Übrigens ist der Aprikosen-Baum eine durch den Witz und Fleiß der Gärtner erhöhete Art des Marillen- oder Amarillenbaumes, dessen Frucht kleiner und minder schmackhaft ist.


(E?)(L?) http://web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

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2. Französisch (und Italienisch)
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"Aprikose" (- Frz. - Span. - Port. - Arab. - Griech. - lat. "praecoquum" "frühreif")
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(E?)(L?) https://www.apotheken-umschau.de/Aprikose

Aprikose: Sonnengelbe Sommerfrucht

Aprikosen haben von Mai bis September Saison. Reife Früchte sollte man schnell verzehren, sie halten sich auch gekühlt nicht sehr lange. Alles über Inhaltsstoffe, Herkunft und Zubereitung
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Herkunft: Wahrscheinlich aus "Armenien"

Bereits in der Antike soll es "Aprikosen" in "Armenien", Nordchina und Indien gegeben haben. Über den genauen Ursprung des Steinobsts sind sich die Wissenschaftler jedoch nicht einig, weil in historischen Quellen alle drei Regionen auftauchen. Der botanische Name der "Aprikose" gründet allerdings auf der Annahme, die Frucht stamme aus "Armenien": "prunus armeniaca". Dort fanden Forscher etwa 4000 Jahre alte Aprikosenkerne. Alexander der Große brachte die "Aprikose" angeblich im 4. Jahrhundert vor Christus in den Mittelmeerraum, die Römer verbreiteten sie in Nordeuropa. Im 18. Jahrhundert machten die Spanier sie in Amerika bekannt. Heute befindet sich das größte Anbaugebiet der Welt in der Türkei. Die Frucht hat auch mystische Bedeutung: In Europa hielt man sie früher für ein Aphrodisiakum, in China symbolisiert sie ein junges Mädchen oder den Wunsch nach Kindern.
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(E?)(L?) https://www.baumkunde.de/Prunus_armeniaca/

"Aprikose" ("Prunus armeniaca")


(E?)(L?) http://www.baumkunde.de/baumlisten/baumliste_az.php




(E?)(L?) http://www.baumkunde.de/baumlisten/baumliste_az_scientific.php




(E?)(L1) https://www.bio-gaertner.de/Pflanzen/Aprikosen

Aprikosen - "Prunus armeniaca"


(E?)(L?) http://www.biologie-schule.de/aprikosenbaum-steckbrief.php

Der Aprikosenbaum - Laubbaum

Steckbrief Interessantes über den Aprikosenbaum

Der "Aprikosenbaum" wird oft schlicht "Aprikose", in Bayern, Österreich und Südtirol "Marille" genannt und beschreibt eine Gattung innerhalb der Rosenartigen. Die "Aprikose" erreicht als Strauch oder kleinerer Baum maximale Wuchshöhen von etwa sechs Metern. Die Baumkrone ist dicht ausgeprägt und von runder Form.
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(E?)(L?) http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rosengewaechse/bluete_sitzend.htm#Aprikose

"Aprikose" "Prunus armeniaca" Rosengewächse


(E?)(L?) http://canoo.net/blog/2015/10/05/der-birnbaum-und-der-birnenbaum/

Der "Birnbaum" und der "Birnenbaum"

Oktober 5, 2015 um 11:05 ·

Frage

Ihre Seite führt die Bezeichnung "Birnenbaum" auf, welche der Duden nicht kennt (er kennt nur den "Birnbaum"). Warum wird dieses Wort auf dieser Plattform genannt und in anderen Wörterbüchern nicht?

Antwort

Sehr geehrter Herr P.,

das Wort "Birnenbaum" ist eine Variante von "Birnbaum". Bei der Entscheidung, ob ein Wort in das Wörterbuch aufgenommen wird, spielen u. a. zwei Dinge eine Rolle: Ist es korrekt gebildet und kommt es relativ häufig vor.

Das Wort "Birnenbaum" ist korrekt nach den deutschen Wortbildungsregeln gebildet. Schwach gebeugte weibliche Substantive (sie bilden den Plural mit "en") haben in Zusammensetzungen oft das Fugenelement "en". Ein paar fruchtige Beispiele:

"Zwetschgenbaum", "Pflaumenbaum", "Aprikosenbaum", "Olivenbaum", "Orangenbaum", "Kirschenbaum" (neben "Kirschbaum"; auch z. B. nach dem in der Frage zitierten Duden) "Birnenkuchen", "Birnenstiel", "Birnenwasser", "birnenförmig" [1]

Die Form passt also. Wird sie auch verwendet? "Birnenbaum" ist zwar weniger gebräuchlich als "Birnbaum", aber es kommt doch relativ häufig vor. Gemäß einem kurzen Google-Blick ins Internet kommt die "en"-lose Form (je nach Deklinationsform) drei- bis viermal häufiger vor als die Variante mit Fugenelement. [2]

Es gib aus unserer Sicht keinen Grund, "Birnenbaum" als „nicht bestehend“ oder als „falsch“ anzusehen. Es ist eine korrekt gebildete, relativ häufig verwendete Variante des gebräuchlicheren Wortes "Birnbaum". Deshalb führen wir es in unserer Wörterliste.

Warum "Birnenbaum" in anderen Wörterbüchern nicht erscheint, weiß ich leider nicht. Diese Frage können Sie besser an die Redaktion der betreffenden Wörterbücher richten. Da es keine allgemein gültigen, rein objektiven Kriterien für die Aufnahme von Wörtern in Wörterbücher gibt (Lexikographen und Lexikographinnen mögen mir diese grobe Vereinfachung verzeihen), ist es übrigens nicht sehr erstaunlich, dass nicht alle Wörterbücher genau die gleichen Wörter aufführen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Bopp

[1] Es geht hier nicht um die Pluralendung "en", sondern um das Fugenelement "en", das heißt, es geht nicht darum, dass mehrere Früchte im Baum hängen können, sondern darum, dass weibliche Wörter wie "Birne" in Zusammensetzungen oft mit dem Fugenelement "en" stehen. Siehe auch hier.

[2] Diese Google-Angaben sind natürlich keine wissenschaftlich fundierten Zahlen, sondern nur eine Annäherung zur Illustration. Eine Schwierigkeit hierbei ist zum Beispiel, dass "Birnbaum" auch ein Familienname und "Birnbäumen" auch ein Ortsname ist.

3 Kommentare

Die Form "Birnenbaum" mit dem Fugenelement "en" ist eine neue Variante. "Birnbaum" ist die ältere und poetische Variante, da sie auch in Familien- und Ortsnamen sowie in Romanen und Erzählungen vorkommt.

Noch älter ist "birbaum" oder "birboum". Bevor die "Birne" "Birne" hieß, wurde sie nämlich "bir" oder "bire" genannt. Später drang dann aus der Pluralform "biren" ein "n" in den Singular ein, so dass es zuerst "birn" und dann wie heute "Birne" hieß.

Nur mal so am Rande: In meinem Heimatdialekt werden oft die Pluralformen der Früchte für die Bezeichnung des Baums verwendet. So ist der Baum, der Äpfel trägt, der "Äppelbaam" und der "Nussbaum" wird zum "Nessbaam" ("Nuss", Plural "Ness"). Der "Kirschbaum" allerdings ist ein "Kirschbaam", kein "*Kirschebaam".

Permalink; Kommentare (3)


(E?)(L1) http://www.exquisine.de/net/fruits/aprikose.htm

Aprikose


(E?)(L?) http://www.gartendatenbank.de/genus/prunus

Aprikosen, Kirschen, Kirschlorbeeren, Mandeln, Pfirsiche, Pflaumen, Zierkirschen (Prunus) - Gattung 23 Arten mit Bild + Infos


(E?)(L?) https://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/deutsch/0kurz/a/aprikose.htm

"Aprikose" "eine Frucht" - lat. "persicum praecoquum" "frühreifer Pfirsich"


(E?)(L?) https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/aprikose

"Aprikose", "Barille", "Baringeli", "Marille", "Amerille" - und "Äämerich"

Jetzt sind sie wieder reif, die "Aprikosen"! Im modernen Schweizerdeutsch gilt dieses Wort wohl überall. Nach den zwischen 1939 und 1957 erhobenen Daten des Sprachatlasses der deutschen Schweiz war "Aprikose" aber erst in der westlichen und in der östlichen Deutschschweiz bekannt; im Kanton Zürich galt damals noch geschlossen "Barile", in Teilen der Innerschweiz und im östlichen Aargau "Baringeli" und im Wallis "Äämerich", "Äämrich", "Äämbrich". Noch einmal ein paar Generationen früher sah das Bild völlig anders aus: Schauen wir im ersten Band des Schweizerischen Idiotikons nach, dessen Daten noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, sehen wir, dass - vereinfacht ausgedrückt - in grossen Teilen der Ostschweiz (St. Gallen, Appenzell, Glarus, Graubünden) die Worttypen "Amerille" und "Marille", in Teilen der reformierten Ostschweiz, in der ganzen reformierten Nordschweiz und in der westlichen reformierten Deutschschweiz "Barille" und in fast der ganzen katholischen Schweiz von Solothurn über die Innerschweiz und katholisch Aargau bis ins Sarganserland "Baringel" herrschten - für "Aprikose" war da schlicht kein Platz.

Sowohl "Aprikose" als auch "Amerille" / "Marille" / "Barille" haben abenteuerliche Wortgeschichten. Die Römer nannten die Frucht "persicum praecoquum", was "frühreifer Pfirsich" bedeutet. Aus dem Plural "praecoqua" oder jünger "praecoca" machten die Griechen ein "brekókkia", die Araber dann ein "al-barquq". Die Spanier entlehnten daraus ihr "albaricoque" und die Katalanen ihr "albercoc", woraus im Munde der Franzosen "abricot" wurde. Deren Pluralform "abricots" wiederum wurde bei den Niederländern zu "abrikoos" - was die Norddeutschen endlich als "Aprikose" übernahmen.

"Amerille" / "Marille" / "Barille" wurde hingegen aus dem Italienischen entlehnt. Dort ist das Wort heute nur noch dialektal erhalten; der "Aprikosenbaum" beispielsweise heisst in Teilen Italiens "armellino". Grundlage ist wiederum das Lateinische, wo man die Frucht auch "armeniaca", die "Armenische", nannte.

Das walliserdeutsche "Äämbrich", "Äämrich" schliesslich scheint auf einer sachlichen Verwechslung mit der "Sauerkirsche" zu beruhen, die in der Deutschschweiz mancherorts "Ämmerli", "Ämmeri", "Ämmeli" heisst. Ausgangslage ist hier lateinisch "amarus" "bitter".

Wie wäre es, wenn wir Deutschschweizer/innen das niederdeutsche "Aprikose" wieder durch das oberdeutsche "Amerille", "Marille", "Barille" ersetzen würden? "Die Armenische" ist doch viel schöner als "die Frühreife".

(30. Juni 2015, CL)


(E?)(L?) http://www.kraeuter.ch/_texte/aprikose.htm

"Aprikose" - Alte deutsche Bezeichnungen: "Marillen", "S. Johanns Pfersing" [welche schon um "St. Johannis" reif werden]

"APRIKOSE" - "Prunus armeniaca" - Rosaceae

VON MARILLEN

Der Marillen werden zwey Geschlecht erfunden: Das erste ist ein Baum einer mittelmässigen Länge. Träget Blätter wie der schwartze Pappelbaum/ die sind oben gespitzt/ unnd an dem Umkreis zerkerfft. Er blüet weisslecht. Die Frucht vergleicht sich den Pfersingen/ und so sie recht zeitig wirdt/ gewinnet sie einen goldtglantz/ jnnwendig hat sie einen harten Stein/ der ist auff beyden seiten erhaben/ lest sich nicht leicht brechen/ in diesem Stein ligt ein Kern/ der ist in etlichen bitter/ wie der Pfersingkern/ in etlichen süss wie die Mandeln. So sind auch die Marillen etliche grösser/ die ander kleiner. Solche Unterscheidt in dem Geschmack der Kernen/ unnd Grösse der Frücht/ kompt zum Theil auss Bequemligkeit und Güte dess Erdtreichs/ darzu auss fleissiger Ausswartung/ dann je öffter man sie versetzet/ je besser und völliger sie gerathen/ wirdt also die Bitterkeit in einem süssen Geschmack verwandelt/ gleicher weise kan man auss Bittern Mandeln süsse zielen. Der Marillenbaum blüet im anfangenden Frühling/ er bringet aber Frücht im Hew und Brachmonat/ ehe dann das ander Obs zeitig wirdt/ aussgenommen die Kirschen/ daher diese Marillen DIOSCORIDES PRAECOCIA nennet.

Wann man auff einem geschlechten Pflaumenbaum die Marillen pfropffet/ so werden sie gut unnd gross.

Von den Namen

Die "Marillen" [oder "S. Johanns Pfersing"] heissen Lateinisch "ARMENIACA" und "PRAECOCIA". Französisch "Abricot".

Von der Natur/ Krafft/ und Eygenschafft

Marillen haben einen geringen Unterscheidt von den Pfersingen/ sind kalter und feuchter Natur im andern Grad. Sie haben keinen Brauch in der Artzeney/ werden nur Lust halben zur Speiss gebrauchet/ doch seyndt sie dem Magen bequemer dann die Pfersing/ verfaulen nicht so leichtlich [und so man sie zum Beschluss der Speisen isset/ verhindern sie die hitzigen Dämpff/ dass sie nicht ins Haupt steigen.]

Von dem Oel

Auss den Kernen presst man ein Oel/ welches sehr nutz zu den hitzigen Geschwülsten dess Afftern unnd gülden Ader/ zu külen und Schmertzen miltern. Wirdt auch gebraucht wider das Wehethumb der Ohren und Nasen von Hitz/ unnd wider die Schrunden der Brüst.


(E?)(L?) https://www.kuechengoetter.de/warenkunde/aprikosen

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Herkunft: Die "Aprikose" stammt ursprünglich aus Zentralasien, vermutlich aus Nordchina. Dort wurde sie bereits 4000 v. Chr. angebaut und gelangte dann allmählich über Mittel- und Vorderasien nach Europa. Es gibt heute eine große Sortenvielfalt mit frühen, mittelfrühen/-späten und späten Sorten. Ursprünglich eine Steppenpflanze, liebt sie sommertrockene, warme Regionen und wächst daher am besten in den Ländern rund ums Mittelmeer. Wichtigster Produzent ist heute die Türkei.
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(E?)(L?) https://www.kuechengoetter.de/suche/Aprikose

Suchergebnisse für Aprikose


(E?)(L?) http://www.obst-gemuese.at/product/pages/marille
Die dt. "Aprikose" wird in Österreich österr. "Marille" oder auch "Marelle" genannt. Diese Bezeichnung geht (vermutlich) zurück auf ital. "armellino" und lat. "armeniacum pomum" = wörtlich dt. "armenischer Apfel". Vermutlich hatten die Römer die Aprikose in diesen Landschaften kennen gelernt.

Marillenmarmelade ist auch ein Bestandteil der österreichischen "Sacher-Torte".


"Marille" - "Prunus armeniaca", Synonym: "Aprikose", "Barille"
...
Ursprung und Geschichte

Die ursprünglich aus dem nördlichen China oder der Mongolei stammenden Marillen wurden in ihrer Heimat bereits seit mehr als 4000 Jahren kultiviert und kommen heute wildwachsend vom Kaukasus bis Japan vor. Im 4. Jahrhundert v. Chr. brachte Alexander der Große die Marillen in den Mittelmeerraum und die Römer brachten sie im 1. Jahrhundert n. Chr. über die Alpen nach Mitteleuropa. Im 18. Jahrhundert wurden Marillen von den Spaniern auf dem amerikanischen Kontinent verbreitet.

In der Wachau werden Marillen seit etwa 2000 Jahren angebaut, eine gewerbliche Nutzung ergab sich allerdings erst im 19. Jahrhundert als der Weinbau wegen der aus Amerika eingeschleppten Reblaus wirtschaftlich am Boden lag.

In vielen Kulturen wurde und wird die Marille mit Weiblichkeit an sich in Verbindung gebracht und oft auch direkt mit der weiblichen Scham verglichen.
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(E?)(L?) https://www.lecker.de/aprikose-samtige-huelle-steinharter-kern-49470.html

Aprikose - samtige Hülle, steinharter Kern
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Aprikose – Herkunft:

Die "Aprikose" stammt ursprünglich aus Zentralasien. Heute wird die "Aprikose" vor allem im Mittelmeerraum, aber auch in Deutschland, der Schweiz und in Österreich kultiviert. Dort heißt die "Aprikose" übrigens "Marille". Typisch für die – je nach Sorte kugelige bis ovale – "Aprikose" ist die Naht, die die "Aprikose" in zwei Backen teilt.
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(E?)(L?) https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/obst/aprikose-6841

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Herkunft: Die "Aprikose" ("Prunus armeniaca") ist in Österreich auch als "Marille" bekannt. Sie stammt wie der "Pfirsich" aus Asien, und zwar aus den trockenen, klimatisch stark kontinental geprägten Steppen Zentralasiens. In unseren Gärten ist die "Aprikose" bis heute eher ein Exot.
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(E?)(L?) http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=100907

Aprikosenbaum (Armeniaca Tourn.), Untergattung der Gattung Prunus (Familie der Rosaceen).
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(E?)(L?) http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=121058

"Aprikose", "Aprikosenbaum", "Prunus armenica L.", Pflanze aus der Familie der Rosaceen (s. d.) ...
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Die Heimat der Aprikose ist Centralasien; zur Zeit Alexanders d. Gr. soll sie nach Europa gekommen sein; die Früchte wurden zu Columellas Zeiten "mala armeniaca", später bis Dioskorides "praecocia" genannt; daraus entstand bei den Byzantinern "prekokkia", bei den Arabern a"lberkuk" (neugrch. "berýkukkon"); nach Italien kam sie später als "albercoco" und nach Spanien als "albericoque" zurück, woraus die Franzosen "abricot" machten.
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(E?)(L?) https://www.stihl.de/baumlexikon-detailseite.aspx?idTree=187

"Aprikose" ("Prunus armeniaca"): Die Aprikose ist ein kleiner Baum aus China mit sehr leckeren rötlichgelben Früchten.
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(E?)(L?) http://www.kruenitz1.uni-trier.de/cgi-bin/callKruenitz.tcl

"Pfirsichaprikose", L'"Abricot blanc" ou "Abricot Pèche", eine Abänderung der "Aprikosen", welche Mayer in der "Pomona francon". Taf. III. f. 2. abgebildet hat. Sie heißt auch "weiße Aprikose". S. im Art. "Armeniaca", Th. 2, S. 421.


(E?)(L?) https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Prunus_(Rosengewächse)

Seiten in der Kategorie „Prunus (Rosengewächse)“


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=GWB&mode=Vernetzung&lemid=JA03949#XJA03949

"Aprikosenbaum" Nahmen der Baüme .. "Abricosenbaum". "Malus armenica" DjG3 1,19,11 Labores juv [1757]


(E?)(L?) http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=RhWB&mode=Vernetzung&lemid=RA01939#XRA01939

Aprikose | Aprikosen-blaff | Aprikosenfladen | Aprikosenkern | Aprikosenpflaume | Aprikosenpflücker | Aprikosenstein


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Aprikose
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Aprikose" taucht in der Literatur um das Jahr 1760 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2019-07

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Metanalysis (W3)

Die Bezeichnung engl. "Metanalysis" wurde - nach Oxford English Dictionary - im Jahr 1914 von dem dänischen Linguisten Otto Jespersen geprägt. Er kombinierte das mit dt. "mit" verwandte griech. "meta" = dt. "inmitten", "zwischen", "hinter", "nach", "zwischen-", "mit-", "um-", "nach-" mit griech. "análysis" = dt. "Auflösung", "Zergliederung", zu griech. "analýein" = dt. "auflösen", zu griech. "lýein" = dt. "lösen".

Otto Jespersen bezeichnete damit das Auflösen von Wörtern in Verbindung mit einer Neukombination. So wurde z.B. aus dem ursprünglichen altengl. "an ekename" das heutige engl. "a nickname" - durch Lösen und Neuanschluß des "n". Ein niederländisches Beispiel ist "ein Onkel", der zu ndl. "nonkel" ("den onkel" - "de nonkel") wurde. Die dt. "Orange" heißt noch span. "naranja" (das "n" in dt., engl. etc wurde als zum Artikel gehörig interpretiert).

Für engl. "Metanalysis" findet man auch engl. "Rebracketing" und "Resegmentation". Auch engl. "false splitting" und "juncture loss" sind Bezeichnungen in diesem Umfeld - allerdings mit leicht unterschiedlicher Bedeutung.

Unter "Metathese" versteht man, wenn zwei Buchstaben in einem Wort ihre Position tauschen wie z.B. "Bronn" - "Born" oder altengl. "hros" - "horse".

(E?)(L?) https://en.wikipedia.org/wiki/Rebracketing

"Rebracketing" [frz. "Mécoupure", "coupure fautive", "métanalyse"] (also known as "resegmentation" or "metanalysis") is a process in historical linguistics where a word originally derived from one source is broken down or bracketed into a different set of factors. It is a form of "folk etymology", where the new factors may appear meaningful (e.g. "hamburger" taken to mean a "burger with ham"), or may seem to be the result of valid morphological processes.

"Rebracketing" often focuses on highly probable word boundaries: "a noodle" might become "an oodle", since "an oodle" sounds just as grammatically correct as "a noodle", and likewise "an eagle" might become "a neagle", but "the bowl" would not become "th ebowl" and "a kite" would not become "ak ite".

Technically, "bracketing" is the process of breaking an utterance into its constituent parts. The term is akin to parsing for larger sentences, but it is normally restricted to morphological processes at the sublexical level, i.e. within the particular word or lexeme. For example, the word "uneventful" is conventionally bracketed as [un+[event+ful]], and the bracketing [[un+event]+ful] leads to completely different semantics. "Re-bracketing" is the process of seeing the same word as a different morphological decomposition, especially where the new etymology becomes the conventional norm. The name "false splitting", also called "misdivision", in particular is often reserved for the case where two words mix but still remain two words (as in the "noodle" and "eagle" examples above).

The name "juncture loss" may be specially deployed to refer to the case of an article and a noun fusing (such as if "the jar" were to become "(the) thejar" or "an apple" were to become "(an) anapple"). Loss of juncture is especially common in the cases of loanwords and loan phrases in which the recipient language's speakers at the time of the word's introduction did not realize an article to be already present (e.g. numerous Arabic-derived words beginning "al-" ("the"), including "algorithm", "alcohol", "alchemy", etc.). Especially in the case of loan phrases, "juncture loss" may be recognized as substandard even when widespread (e.g. "the hoi polloi", where Greek "hoi" = "the", and "the Magna Carta", in which no article is necessary because "magna carta" is borrowed rather than calqued, Latin's lack of articles makes the original term either implicitly definite or indeterminate with respect to definiteness [in this context, the former], and the English phrase's proper-noun status renders unnecessary any further determination through the use of an article).

As a statistical change within a language within any century, "rebracketing" is a very weak statistical phenomenon. Even during phonetic template shifts, it is at best only probable that 0.1% of the vocabulary may be rebracketed in any given century.

"Rebracketing" is part of the process of language change, and often operates together with sound changes that facilitate the new etymology.

"Rebracketing" is sometimes used for jocular purposes, for example "psychotherapist" can be rebracketed jocularly as "Psycho the rapist", and "together in trouble" can be rebracketed jocularly as "to get her in trouble".
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(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=0&content=Metanalysis
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Engl. "Metanalysis" taucht in der Literatur um das Jahr 1920 auf.

Erstellt: 2019-07

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