Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Fremdwort, Extranjerismo, Mot étranger, Esotismo, Foreign word

A

B

C

chro-lex
Fremdwörter-Lexikon

Mittlerweile ist der Link zum Fremdwörter-Lexikon nicht mehr verfügbar.

Am 19.07.2003 waren folgende Fremdwörter zu finden:



D

Debakel (W3)

(E?)(L?) http://www.nzz.ch/2003/06/23/fe/page-article8WZ8Y.html

...
Am Anfang steht hier ein lateinisches "baculum", das vom "Hirtenstab" bis zum "Königzepter" alle möglichen "Stäbe" und "Stöcke", "Stützen" und "Krücken" und bei dem Architekten Vitruv auch schon einmal einen "Riegel" bezeichnet. In dieser technischen Bedeutung ist das Wort mit den Schlossern und Schreinern der römischen Legionen in die gallischen Provinzen und später ins Französische gekommen: Im 13. Jahrhundert erscheint dort das Verb "bâcler" für das "Vorschieben eines Riegels" und im 15. Jahrhundert ein entsprechendes "débâcler" für das "Aufschieben eines Riegels".
...



Aber wehe wenn sie losgelassen.

deutsch-als-fremdsprache
Deutsch als Fremdsprache

(E?)(L?) http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/
Internet-Service für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache

(E?)(L?) http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/daf-links/php_dateien/wortschatz.php3

Wortschatz-Übungen


(E?)(L?) http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/daf-uebungen/

Übungsdatenbank Deutsch als Fremdsprache

Suche nach Übungen und Arbeitsblättern im Internet


(E?)(L?) http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/daf-links/index.php3

Linksammlung für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache


duden
Fremdwörter im Duden
Definition, Verbreitung, Benutzung

(E?)(L?) http://www.duden.de/index2.html?dtsprache/fremdwort/fremdwort.html


E

e-welt
Wörter, die aus entlegenen Sprachen ins Deutsche drangen

(E?)(L?) http://www.bfds.de/


(E?)(L?) http://www.e-welt.net/bfds_2003/veroeff/archiv/S3-4(3-2001).pdf
Zucker | Kaffee | Tasse | Kurier | Kostüm | Trick | Streik | Gurke | pomadig | dalli | Quark | Grenze | Vemme | Jauche | Halunke | Haubitze | Kummet | Petschaft | Kur | Pistole | Popanz | Preiselbeere | Stieglitz | Zeisig | Zille | Schmetten | Schöps | Zar | Ukas | Steppe | Säbel | Knute | Pogrom | Vampir | Taufe | Algebra | Algebra | Admiral | Emir | Arrak | Arsenal | Joppe | Kaffe | Mokka | Amalgam | Kamel | Alhambra | Alkali | Alkoven | Artischocke | Atlas | Elexir | Gamasche | Karaffe | Gazelle | Karat | Karmesin | Anilin | Kattun | Laute | Marzipan | Maske | Matratze | Monsun | Rasse | Ries | Sirup | Sorbet | Tara | Tarif | | Benzol | Diwan | Razzia | Basar | Jasmin | Karawane | | Turban | Sandale | Schikane | Tasse | Rose | Scheck | Tiara | Diwan | Schach | matt.

F

Fremdsprache Deutsch

(E?)(L?) http://www.fremdsprache-deutsch.de/
(L2) Fremdsprache Deutsch
Man muss etwas hin- und herspringen, aber es gibt einiges zu entdecken.

fremdsprachenweb
Fremdsprachen-Web

(E?)(L?) http://www.fremdsprachenweb.net/


(E?)(L?) http://www.fremdsprachenweb.net/10-sprachenliste.htm




fremdwoerter
Fremdwörter



Fremdwort (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnwörter" ist der Oberbegriff für alle nicht ursprünglich deutschen Worte. "Fremdwörter" sind Worte, die als Ganzes und ohne gestaltliche Veränderungen aus einer anderen Sprache übernommen worden sind. "Assimilierte Lehnwörter" sind fremde Wörter, die dem deutschen Gebrauch, der deutschen Lautgestalt (Flexion etc.) angepasst sind. Es sind die "Lehnwörter" im eigentlichen, engeren Sinn. "Lehnprägungen" sind in Anlehnung an Fremdwörter gebildete Wörter:


(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdwort

Während "Germanismen" Wörter sind, die aus der deutschen Sprache in andere Sprachen übernommen wurden, sind "Fremdwörter" Wörter, die von anderen Sprachen ins Deutsche übernommen wurden.

In einer Untersuchung von Rudolf Hoberg, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache, wurde folgendes festgestellt: Von den 300.000 bis 400.000 deutschen Wörtern sind rund 10% Fremdwörter und davon nur einige hundert Anglizismen.

Zu den Sprachreinigern im 18./19.Jh. zählen der Philosoph Johann Gottlieb Fichte und der "Vaterlandslied-Dichter" Ernst Moritz Arndt, Joachim Heinrich Campe aber auch der Philosoph Kant.

Hintergrund war in erster Linie die deutsche Kleinstaaterei und galt vorwiegend den französischen Spracheinflüssen.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Fremdwort
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Fremdwort" taucht in der Literatur um das Jahr 1730 / 1810 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

G

goethe
Spracheinflüsse

(E6)(L?) http://www.goethe.de/dll/pro/lkpc/Sprach_Einfl.htm

In der Entwicklung der deutschen Sprachen spielte und spielt der Kontakt mit anderen Sprachen eine wichtige Rolle.

Bis ins 12. Jahrhundert stand das Deutsche stark unter dem Einfluss des Lateinischen. Dies zeigen Wörter wie Fenster (lat. fenestra), Mauer (lat. murus), Wein (lat. vinum).

Griechische Begriffe gelangten schon vor der Zeit des Humanismus ins Deutsche. Aus dem Französischen wurden bereits um 1200 Ausdrücke übernommen. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde der Einfluss des Französischen besonders stark. Aus dieser Zeit stammen Wörter wie Möbel, Mode, Adresse.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts nimmt das Englische zunehmend Einfluss auf das Deutsche: Parlament, Sport, Streik sind Lehnwörter aus dieser Zeit. Im 20. Jahrhundert ist das Amerikanisch-Englische ganz entscheidend am Ausbau des Deutschen beteiligt. Der Einfluss beschränkt sich zwar im wesentlichen auf den Wortschatz, betrifft aber auch die Grammatik. Beispiele solcher Lehnwörter, die in stetig wachsender Zahl die entsprechenden deutschen Begriffe verdrängen, sind: Teenager, Manager, Joint-venture, Kidnapper, Helicopter, Golden Goal, VIP (gesprochen "wipp"!).


goethe.de
Wörter mit Migrationshintergrund

(E?)(L?) http://www.goethe.de/lhr/prj/mig/deindex.htm

Das beste eingewanderte Wort

Internationaler Wettbewerb Vom 1. November 2007 bis 29. Februar 2008

Worum ging es?

Unsere Sprache ist voll von Leihgaben aus aller Welt, die uns tagtäglich und wie selbstverständlich über die Lippen gehen. Und wie es mit Leihgaben manchmal so ist: Kann man sie besonders gut gebrauchen oder gefallen sie einem einfach besser als das, was man selbst hat, dann gibt man sie irgendwann nicht mehr zurück! Jede Sprache dieser Erde birgt daher zahlreiche Einwanderer aus anderen Ländern - auch, wenn diese nicht immer sofort als solche erkannt werden.
...
Die schönsten Einsendungen können Sie in dem Buch „Eingewanderte Wörter“ nachlesen, das am 25. April auf der feierlichen Preisverleihung in Berlin im Bode-Museum präsentiert wurde und auch im Buchhandel erhältlich ist (Hueber Verlag).
...


Erstellt: 2015-01

H

I

ids-mannheim.de - Frem
Fremdwortbegriff

(E1)(L1) http://www1.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/artikel/

Beispielartikel

Hier können Sie sich ausgewählte Wörterbuchartikel aus der Printausgabe (Buchstabenstrecke A bis H) ansehen. Sollten Sie auf den Inhalt sämtlicher bisher erschienener Bände der Neubearbeitung zugreifen wollen, können Sie das über das Portal OWID (Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch) des IDS tun. Dort stehen seit April 2016 die rund 1.700 Wortartikel (mit ca. 25.000 Haupt- und Nebenstichwörtern sowie ca. 130.000 Belegen) aus den über 5.500 Seiten der Bände I - VII (a-Präfix - hysterisch) in digitalisierter Form zur Verfügung.

(Zur Veranschaulichung der Artikelstruktur und der einzelnen Positionen können Sie den Beispielartikel Adept einsehen.)




(E?)(L?) http://www1.ids-mannheim.de/lexik/fremdwort/fremdwortbegriff.html
Deutsches Fremdwörterbuch, de Gruyter

Das Fremdwörterbuch geht auf eine Anregung Friedrich Kluges zurück und war ursprünglich als Ergänzung zum Grimmschen Wörterbuch konzipiert. Es ist diesem daher für den Bereich des Fremdworts durchaus zu vergleichen - ist es doch das einzige deutsche Fremdwörterbuch, das in dieser Ausführlichkeit deutsche Fremdwörter nicht nur hinsichtlich ihrer Bedeutungsgeschichte darstellt, sondern ihren Gebrauch auch aus unterschiedlichen Textsorten, einschließlich literarischen, dokumentiert.

Beschreibungsgegenstand des Fremdwörterbuchs ist der Fremdwortschatz im weitesten Sinn. Deshalb wird bei der Neubearbeitung hinsichtlich der Auswahl der Stichwörter nicht von der herkömmlichen Fremdwortdefinition ausgegangen. Nach dieser ist ein Fremdwort ein aus einer fremden Sprache übernommenes, in Schriftbild und/oder Lautung dem Deutschen nicht oder nur teilweise angeglichenes Wort. Als wesentliche Merkmale von Fremdwörtern gelten demnach zum einen die fremde Herkunft, zum anderen - im Unterschied zum traditionellen Lehnwort - der Mangel an formaler Assimilation.

Hier findet man ausgewählte Artikel mit etymologischen Hinweisen zu:

(E?)(L?) http://www.owid.de/wb/dfwb/start.html

Deutsches Fremdwörterbuch


(E?)(L?) http://www.owid.de/service/stichwortlisten/dfwb

Artikelübersicht

Neubearbeitung A - H

(1668 Wortartikel)


Erstellt: 2016-12

J

K

L

langenscheidt
Fremdwörterbuch

(E?)(L?) http://services.langenscheidt.de/fremdwb/fremdwb.html

Sie finden hier ca. 33.000 der am häufigsten verwendeten Fremdwörter im Deutschen, darunter Fachbegriffe aus Medizin, Technik, Wirtschaft, Recht und Politik.


Lehnbedeutung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

Bei der "Lehnbedeutung" bekommt ein deutsches Wort eine neue Bedeutung nach Vorbild eines fremden Wortes. "Lehnbedeutungen" treten oftmals bei Wörtern mit mythologischen Bedeutungen auf, die durch das Christentum semantisch überformt wurden. Bsp.: [Kluge (23)1995, S. XXII]


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnbedeutung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnbedeutung" taucht in der Literatur um das Jahr 1940 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnbildung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnbildungen" scheidet man in "Lehnformung" und "Lehnschöpfung".


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnbildung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnbildung" taucht in der Literatur um das Jahr 1940 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnformung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnformungen" gliedern sich in "Lehnübersetzungen" und "Lehnübertragungen".


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnformung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnformung" taucht in der Literatur um das Jahr 1960 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnprägung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnwörter" ist der Oberbegriff für alle nicht ursprünglich deutschen Worte. "Fremdwörter" sind Worte, die als Ganzes und ohne gestaltliche Veränderungen aus einer anderen Sprache übernommen worden sind. "Assimilierte Lehnwörter" sind fremde Wörter, die dem deutschen Gebrauch, der deutschen Lautgestalt (Flexion etc.) angepasst sind. Es sind die "Lehnwörter" im eigentlichen, engeren Sinn. "Lehnprägungen" sind in Anlehnung an Fremdwörter gebildete Wörter:

"Lehnprägungen" > "Lehnbildung" und "Lehnbedeutung"


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnprägung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnprägung" taucht in der Literatur um das Jahr 1940 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnschöpfung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

Die "Lehnschöpfung" ist ein Wort, das nur durch das Vorhandensein eines gegebenen fremdsprachigen Wortes entstehen kann. Ein neues Lexem wird gebildet; allerdings nicht (wie bei "Lehnformung") durch Übersetzung. Diese Wörter gäbe es nicht ohne die fremdsprachige Vorlage.


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnschöpfung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnschöpfung" taucht in der Literatur um das Jahr 1940 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnübersetzung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnübersetzungen" sind Wörter, die durch ein wörtliches Übersetzen eines fremden Wortes zustande kommen. Bsp.:


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnübersetzung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnübersetzung" taucht in der Literatur um das Jahr 1900 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnübertragung (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnübertragung" meint, dass eine freiere Teilübertragung/-übersetzung als bei der "Lehnübersetzung" vorliegt. Bsp.: "Halbinsel" von lat. "paeninsula" ("paen" = "fast", wird aber trotzdem mit "halb" wiedergegeben); ahd. "bücherfass" aus lat. "bibliotheka"; "Wolkenkratzer" aus ne. "sky scraper" (eigentl. "Himmelskratzer").


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnübertragung
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnübertragung" taucht in der Literatur um das Jahr 1840 / 1940 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

Lehnwort (W3)

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

"Lehnwörter" ist der Oberbegriff für alle nicht ursprünglich deutschen Worte. "Fremdwörter" sind Worte, die als Ganzes und ohne gestaltliche Veränderungen aus einer anderen Sprache übernommen worden sind. "Assimilierte Lehnwörter" sind fremde Wörter, die dem deutschen Gebrauch, der deutschen Lautgestalt (Flexion etc.) angepasst sind. Es sind die "Lehnwörter" im eigentlichen, engeren Sinn. "Lehnprägungen" sind in Anlehnung an Fremdwörter gebildete Wörter:


(E1)(L1) http://books.google.com/ngrams/graph?corpus=8&content=Lehnwort
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Dt. "Lehnwort" taucht in der Literatur um das Jahr 1850 auf.

(E?)(L?) http://corpora.informatik.uni-leipzig.de/


Erstellt: 2020-05

M

muni
Lehnbildungen - Beispiele

(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm
Als Beispielwörter für "Lehnbildung", "Lehnschöpfung", "Lehnübersetzung" und "Lehnübertragung" findet auf dieser Seite Ausüge aus:


Paul, Hermann: Deutsches Wörterbuch. Bedeutungsgeschichte und Aufbau unseres Wortschatzes.
Hrsg. Helmut Henne - Heidrun Kämper - Georg Objartel. 10. Aufl. Tübingen 2002.

Lehnbildung (auch Fremdwortverdeutschung)

Aussperrung | Beweggrund | Brüderlichkeit | Guts(le) | Bonbon | Faultier | Gastfreund | Gegenstück | langmütig | Lebemann | Linke | Lockspitzel | Netzhaut | obendrein | strenggläubig | Tierkreis | unnahbar

Lehnschöpfung

Abteil | altertümlich | Bahnsteig | Einzelwesen | empfindsam | Fahrgast | Fahrkarte | Fahrrad Gefolgschaft | Gleichberechtigung | Emanzipation | Glimmstengel | Kehrreim | Kerbtier | Kraftwagen | Mundart | :- Nachruf | Schattenboxen | Scheidekunst | Schreibart | Sinnbild | Sinngedicht | Spannkraft | Stoßverkehr | Verhältnis | Wahlspruch | Weihrauch | Weinbrand | Werkstoff

Lehnübersetzung

Alltagssprache | Armutszeugnis | Ausgabe | Ausrufungszeichen | ausschließen | Außenseiter | aussperren | auswandern | auszählen | barmherzig | Bauchredner | Beisitzer | bekehren | Belagerungszustand | bessere Hälfte | bewahrheiten | Bildung | Blaubuch | Blinddarm | Blitzkrieg | Breitseite | Brennpunkt | Bücherei | Buchmacher | Bummelstreik | Bürgerkrieg | Bürgertum | Dampfmaschine | Denker | Donnerstag | Dunkelmann | Ebenbild | ebenda | Edelrost | Einbildungskraft | einblasen | Eindruck | Einfluß | Einfuhr | Einheit | Einhorn | Einsamkeit | einschließlich | Eiszeit | Endursache | Endzweck | Entwicklungsland | Erbsünde | Familienplanung | Feldmarschall | Festplatte | Flutlicht | folgenschwer | fortschrittlich | Freigeist | Freihandel | Freimaurer | Freitag | Freudenmädchen | Friedenspfeife | Füllhorn | Fürwort | Fußball | | Geburtstag | Gefrorenes | Gegengift | Gehirnwäsche | Geistesabwesenheit | Gemeingeist | Gemeinplatz | Gemeinsinn | Gemeinwesen | Generalstab | Genuetuung | Geschäftsmann | Geschlechtsteil | Gesichtspunkt | Gevatter | Gewerbefreiheit | Gewissen | Gipfelkonferenz | Gottesfurcht | Großherzog | großjährig | Grundgesetz | Halbblut | Halbgott | halbmast | Halbwelt | Halbzeit | Hausmeier | Heiland | Heilsarmee | Heißsporn | Helldunkel | Hellseher | Herrenreiter | Hexenjagd | Hinterbänkler | hirnverbrannt | höfisch | Höllenstein | Hühnerauge | | Intelligenzblatt | Jochbein | Jubeljahr | Jungfernrede | Kaiserschnitt | Kammermusik | Kardinalzahl | Kathedrale | kleinmütig | Kleinmut | Konzentrationslager | Kreuzverhör | Kurzschrift | Landratte | Lautsprecher | Lebensqualität | Leberfleck | Leitartikel | liebenswürdig | Machtvollkommenheit | Mäulchen | Mehrheit | Menschenfeind | Menschenfreund | Milchstraße | Minderheit | minderjährig | Mitarbeit | Mitbürger | Mitesser | Mitschüler | Mittelalter | mittelbar | Mittelklasse | Mittler | Montag | Nachschrift | Nachzügler | Nähmaschine | Nordlicht | nußbraun | Ochsenschwanzsuppe | öffentliche Meinung | ökologische Nische | Papiertiger | Partei ergreifen | Partnerschaft | Perlmutt | Pferdestärke | politische Korrektheit | Quecksilber | Randbemerkung | rechtgläubig | Rechtschreibung | Revolution, industrielle | Rotlauf | Rückfall | Rücksicht | Rückstand | runder Tisch | Schäfferstunde | Scharlachfieber | Schaukelsystem | Schaumwein | scheinheilig | Scherbengericht | schlanke Produktion | Schlüsselgewalt | | Schöngeist | Schrittmacher | Schutzengel | schwarze Galle | Schwellenangst | Seefahrt | Seelenverkäufer | Selbstmord | Selbstverwirklichung | Siebenmeilenstiefel | Sonntag | Sprachkultur | springender Punkt | Punkt | Staatsmann | Staatsräson | Staatssache | Staatsstreich | Stachelschwein | Standardsprache | Statthalter | Stimmvieh | Stoppuhr | Südwester | Tagesordnung | Tatsache | Theatercoup | Todsünde | Treppewitz | Übername | Umstand | Unaussprechliche | unterdrücken | unterjochen | Unternehmer | untragbar | | Veitstanz | Vierdeck | Völkerwanderung | Volkshochschule | Volkswirtschaft | Vollmacht | Vorgebirge | Vorgeschichte | Vorhaut | Vorhut | Vorspiel | Waberlohe | Waffenstillstand | Wahlverwandtschaft | wahrscheinlich | Weisheitszahn | Weltbürger | Wendekreis | Weltenbummler | Wochenblatt | Zankapfel | Zeitschrift | Zweikampf | Zwölffingerdarm

Lehnübertragung

Abendland | Bittschrift | Bruchstück | Dreifaltigkeit | Eilbrief | Einsiedler | Eintagsfliege | Einzahl | Erbschleicher | Erdöl | Fegefeuer | folgewidrig | Fortschritt | fragwürdig | Gefallsucht | Gegenlicht | Gegenstand | Geschäftsträger | Götterdämmerung | Halbinsel | Heckenschütze | Hinterwäldler | Hochverrat | Hofmeister | Hundsstern | Ichsucht | ichsüchtig | Jammertal | Kaugummi | Kneifer | Kreislauf | Leidenschaft | Luftbrücke | Mannweib | mehrfach | Mittwoch | Nenner | Nennwort | rechtzeitig Regenschirm | Reibelaut | Reingewinn | Rundfunk | Rundreise | Sauerstoff | - Schaltjahr | Schauplatz | Scheinwerfer | Schlüsselbein | schwarzblütig | Schwerkraft | Schwerpunkt | Schwindsucht | Singspiel | Standbild | Steindruck Stimmenmehrheit | Tageblatt | Tagebuch | Tagegeld | Tonsetzer | Tragweite | Treuhandgesellschaft | Umwälzung | Vaterland | verbrüdern | vervielfältigen | Waldbruder | Wasserstoff | Wiegendruck | Windei | Wolkenkratzer | Zartgefühl | Zuchtwahl


Weiterhin findet man Beispielwörter für

Assimilation | Bedeutungsanlehnung | Bedeutungsbeziehung | Bedeutungsdifferenzierung | Bedeutungsentlehnung | Bedeutungserweiterung | Bedeutungsgeschichte | Bedeutungsgeschichte | Bedeututungsübertragung | Bedeutungsverbesserung | Bedeutungsverengung | Bedeutungsverschiebung | Bedeutungsverschlechterung | Bergmannssprache | Dissimilation | Doppelform | Dopplung | Kirchensprache | Lateinisch | Mystik | Neubelebung | Slavisch | Tschechisch | Wortfeld

N

neueswort.de
Fremdwörter

(E?)(L?) http://neueswort.de/intention/

“Deutsch ist die Sprache der Dichter und Denker” heißt es zu Recht, denn der Wortschatz und die Grammatik sind vielfältig und komplex. Den Basiswortschatz in aller Vollständigkeit und korrekt zu verwenden, stellt offensichtlich in heutiger Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr dar. Des Weiteren kommen dem Basiswortschatz eine Vielzahl von Fremdwörtern hinzu, die ihren Ursprung in fremden Sprachen finden. Häufig werden insbesondere diese Fremdwörter nicht nur in einem falschen Kontext verwendet, sondern es fehlt teilweise gänzlich das Wissen über die Bedeutung des Fremdwortes.

Wir möchten dem unsachgemäßen Sprachgebrauch von Fremdwörtern entgegenwirken und zur Aufklärung der Bedeutung wichtiger Fremdwörter sowie deren korrekten Verwendung beitragen. Um niemanden mit Informationen zu überfluten, wie es bei üblichen Nachschlagewerken der Fall ist, wird hier täglich ein neues Fremdwort vorgestellt. Somit kann sukzessive und ohne großen Zeitaufwand der Wortschatz erweitert werden.

- Philippe Padrock & Jan Sievers, 2012


(E?)(L?) http://neueswort.de/archiv/

Alle Fremdwörter von A bis Z

Im Archiv finden Sie eine Übersicht aller bereits erklärten Fremdwörter.




Erstellt: 2016-12

O

owid.de
Deutsches Fremdwörterbuch

(E?)(L?) http://www.owid.de/wb/dfwb/uebersicht.html

Seit dem Jahr 1990 werden die ältesten Teile des DFWB, d. h. die von Schulz bzw. Basler selbst bearbeitete und heute in mehr als einer Hinsicht veraltete Buchstabenstrecke A - Q, unter dem Gesichtspunkt der Aktualität und Qualität auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. Ziel ist es, ein insgesamt komplettes und einheitliches Fremdwörterbuch mit ausgeprägter wort- und bedeutungsgeschichtlicher Komponente vorzulegen.

Dabei bleibt es die zentrale Aufgabe des DFWB, den Kernbereich der geläufigen, in die deutsche Standardsprache der Gegenwart fest integrierten Fremdwörter und Fremdwortfamilien in ihrer historischen Entwicklung zu beschreiben und zu dokumentieren.

Die im April 2016 freigeschalteten Daten enthalten rund 1.700 Wortartikel (mit ca. 25.000 Haupt- und Nebenstichwörtern sowie ca. 130.000 Belegen) aus den über 5.500 Seiten der bisher erschienenen Bände I - VII (a-Präfix - hysterisch, 1995 - 2010).


(E?)(L?) http://www.owid.de/service/stichwortlisten/dfwb

Artikelübersicht

Neubearbeitung A - H

(1668 Wortartikel)


Erstellt: 2016-12

P

Q

R

S

T

U

Uni Wien - Schrodt

(E?)(L?) http://www.univie.ac.at/Germanistik/schrodt/rechtschreibreform/rechtschreibideologie.html
Richard Schrodt - Fatale Germanisten fummeln falsch an der deutschen Sprache! Über Rechtschreibung als Ideologie
Erschienen in: informationen zur deutschdidaktik 15/2, 1991, 22-41.



Uni Wien - Sprachpur
Sprachpurismus

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

...
III. Sprachpurismus

A. Bewegungen zur Sprache historisch betrachtet

1. 17. Jahrhundert

Das Ziel, das sich sämtliche Sprachvereine u. a. setzen, ist die Kultivierung der dt. Sprache. Die zu Grunde liegende Überzeugung ist, dass auch das Deutsche als Literatur- und Nationalsprache seine Geltung hat. Der Sprachpurismus richtet sich daher nicht nur gegen Fremdwörter, sondern gegen sämtliche anstößige, veraltete und regionale Formen. Betrachtet wird neben dem Wortschatz auch die Grammatik, die Schreibung von Wörtern, die Aussprache usf. Frühe Formen des Sprachpurismus sind nicht unbedingt nationalistisch orientiert. Im Zentrum steht der Kulturpatriotismus, der aber zuerst mit einem antikaiserlichen Aspekt verbunden ist; z. B. wegen der Ablehnung des Lateins.

Grundsätzlich wird die Grundrichtigkeit der dt. Sprache angenommen und die Fähigkeit des Deutschen zur Haupt- und Heldensprache. Schottelius meint, eine Änderung der Sprache evoziere zwangsweise eine Änderung der Sitten. Er verkehrt somit das tatsächliche Kausalitätsverhältnis (das Herder richtig erkannt hat, s. o.) ins Gegenteil. Die dt. Sprache jedenfalls soll nützlich sein für Konversation und Politik und wird wegen ihrem Wortreichtum den drei heiligen Sprachen (Hebräisch, Griechisch, Latein) als gleichwertig angesetzt. Der große Wortschatz resultiert aus den eben zu dieser Zeit entdeckten Wortbildungsmöglichkeiten.

Es kommt zu Versuchen, das hohe Alter der dt. Sprache zu belegen; z. B. von Gueintz (Aussprache mit w) in seiner Sprachlehre von 1641: Das Deutsche stamme direkt aus dem Hebräischen und sei nach der babylonischen Sprachverwirrung von Tuiscon, dem ersten dt. König, und dessen Sohn Mannus nach Deutschland gebracht worden. Gueintz bezieht sich dabei auf eine These des bayerischen Hofhistoriographen Johannes Aventinus (eigentl. Turmair) von ca. 1520. Dieser wiederum scheint die germ. Entstehungssage, wie sie Tacitus in seiner Germania beschreibt, zu ernst genommen zu haben. Tacitus nimmt die Germanen als Ureinwohner an und impliziert somit ein "reines Germanentum". (Der Name "Germanien" bedeutet "trostlos".) Tuisto ist der Gott, der quasi aus sich den Sohn Mannus, den Stammesvater aller Germanen, gebirt. Mannus hat selbst wieder drei Söhne, aus denen die Stämme Ingaevones, Istaevones und Herminones hervorgehen. Dem Entstehungsmythos liegt ein archetypisches Schema zu Grunde, wonach ein Gott aus sich einen Sohn gebirt, der Gott also ein Zwitter ist. Vgl. "Tuisto" und die etymologisch verwandten Wörter "Zwitter", "Zwist", "zwei".

Justus Goerg Schottel(ius) war einer der bedeutendsten Vertreter der puristischen Strömungen des 17. Jh. U. a. vertritt er seine Ansichten in dem Werk Ausführliche Arbeit von der teutschen HaubtSprache (1663). Das Deutsche wird (durch den Ausbau der Ideen Tacitus') als eine Art reine Ursprache betrachtet. Ein weiterer Bezugspunkt neben der Germania ist Karl der Große, der eine dt. Grammatik in Auftrag gegeben hatte. Alle diese Überlegungen sind natürlich in Hinblick auf die Sprache der Meister der Dichtkunst und der Gelehrten entstanden. Vom allgemeinen Sprachgebrauch sind sie denkbar weit entfernt. Außerdem ist zu beachten, dass Schottel nicht nur Fremdwörter aus dem Deutschen verbannt sehen will, sondern generell Beliebigkeiten, Unregelmäßigkeiten und Undeutlichkeiten der Sprache ablehnt. Der Grund, dass der dt. Sprache plötzlich die Fähigkeit zugestanden wird, als vollwertige Sprache auch Gelehrten und den oberen Gesellschaftsschichten zu dienen, ist die Entdeckung der Wortbildungsmöglichkeiten des Deutschen. Der Vorwurf an die dt. Sprache (beispielsweise zur Zeit des Humanismus), sie könne die vielen feinen Bedeutungsnuancen etwa des Lateinischen nicht wiedergeben, verliert seine Relevanz. Mit dem Deutschen ist man nun im Stande, nach Belieben und nach Notwendigkeit Wörter zu erzeugen.

Im 17. Jh. entstehen zahlreiche Sprachgesellschaften, die sich der Pflege der dt. Sprache widmen. Die bedeutendste ist die "Fruchtbringende Gesellschaft" (1617-1680; auch "Palmenorden"), gegründet in Weimar von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen nach dem Vorbild der italienischen "Accadèmia della Crusca". Mitglieder sind u. a. Schottel, Martin Opitz, Georg Philipp Harsdörffer, Friedrich von Logau, Andreas Gryphius und Philipp von Zesen (s. u.). Weitere Sprachgesellschaften des 17. Jh. sind: die "Teutschgesinnte Gesellschaft" (1643-1708; gegründet von Zesen; Harsdörffer, Moscherosch), der "Pegnesische Blumenorden" (auch "Pegnitzschäfer" u. a.; gegründet 1644 von Harsdörffer und Klaj; Katharina Regina von Greiffenberg; besteht angeblich noch), der "Elbschwanenorden" (gegründet 1658 von Johann Rist als Konkurrenz zur Teutschgesinnten Gesellschaft), die "Aufrichtige Tannengesellschaft" (gegründet 1633 in Straßburg; Weckherlin). Die Mitglieder der Sprachgesellschaften stammen meist aus der Schicht des Bildungsbürgertums, viele werden im Verlauf ihres Lebens geadelt. Es finden sich keine Geistlichen in den Sprachgesellschaften, womit konfessionelle Streitigkeiten ausgeklammert wurden. Die Mitglieder wurden mit sprechenden Vereinsnamen (der Suchende, der Nährende, der Schmackhafte u. v. a.) versehen. Vorbilder der Sprachgesellschaften waren ähnliche Vereine in den Niederlanden und in Italien. Die Sprachgesellschaften verpflichteten sich der Förderung der dt. Sprache (z. B. des Obersächsischen) und damit auch der dt. Tugenden. Die Leistungen der Sprachgesellschaften fallen aber weniger in den spezifisch sprachwissenschaftlichen Bereich.

Philipp von Zesen ist (ein Vielschreiber und) einer der extremsten Fremdwortpuristen dieser Zeit. Einige Bsp. seiner Vorschläge zur Eindeutschung von Fremdwörtern: es zeigt sich bereits: die Fremdwörter sind im Lauf der Zeit nicht ersetzt worden, sondern das dt. Pendant erlaubte eine zusätzliche semantische Differenzierung. Die Fremdwörter haben sich oft im Bereich der Verwaltung durchgesetzt. Die Liste wird fortgesetzt: weitere Bsp. (nur noch der Eindeutschungsvorschlag) Neben diesen erfolgreichen Eindeutschungsversuchen stehen nicht geglückte: Gründe für das Misslingen dieser Versuche: s. u. (pejorativer Charakter des Ersatzwortes, Versuch, ein bereits ins Deutsche eingegliedertes Wort zu ersetzen). Zesen erregt mit seinen Ambitionen Aufsehen, evoziert aber auch Ermahnungen (z. B. von Ludwig von Anhalt-Köthen) und Spott (Rist).

Historisch betrachtet liegt der Verdienst der Bestrebungen des 17. Jh. im Erwecken des sprachkritischen Bewusstseins und in der Entdeckung der Wortbildungsmöglichkeiten.

Der Aufklärung wird kein eigenes Kapitel gewidmet. Erwähnt werden lediglich Leibnitz, der sich zum Thema dt. Sprache in der Ermahnung an die Deutschen (1682/83) und anderen Werken äußert, und Friedrich I., der um 1700 eine (deutsche) Sozietät der Wissenschaften gründen will, jedoch scheitert.

2. Johann Heinrich Campe, sein Verdeutschungswörterbuch und warum bestimmte Verdeutschungen nicht angenommen wurden (nach Daniels)

Neben einigen anderen Werken Campes zur dt. Sprache erscheint 1803 in zwei Bd. das "Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke" (2. Aufl. 1813). Einige Wörter als Bsp.:

Doch auch von seinen Vorschlägen haben sich viele nicht im Sprachgebrauch behaupten können. Daniels hat sie in acht Kategorien eingeteilt:

(1) Fremdwörter, die längst eingebürgerte Lehnwörter sind, lassen sich nicht mehr verdrängen. Daher scheitert:

(2) Fremdwörter, die als Fachtermini verwendet werden, können nur unzureichend durch eine dt. Entsprechung ihrer ursprünglichen Bedeutung ersetzt werden, weil sie semantisch modifiziert worden sind. Bsp. aus dem heutigen Dt.: "Subjekt" und "Prädikat" sind nicht: "was der Aussage zu Grunde liegt" und "Rangbezeichnung" (Wahrig. Fremdwörterlexikon. - München: Bertelsmann 1999), sondern Satzglieder. Die Etymologie ist unbrauchbar und irreführend und kann nicht als Grundlage für die Konstruktion eines dt. Pendants herangezogen werden. Bsp. aus Campes Wörterbuch:

(3) Fremdwörter, die bestimmte Dinge/Sachen aus der fremden Kultur bezeichnen, besitzen fast (nicht ganz) Eigennamencharakter:

(4) Tendenziöse Ersatzwörter werden abgelehnt:

(5) Das Ersatzwort (das auf die ursprüngliche Bedeutung des Fremdworts Bezug nimmt) ist fehlmotiviert wegen einer Veränderung des Sachbereichs, den das Fremdwort abdeckt:

(6) Ersatzwörter, die "Zerbesserungen" sind, weil bereits übliche Verdeutschungen bestehen. Bsp. (in der Reihenfolge: FW - übliche Verdeutschung - Zerbesserung Campes):

(7) Die Ersatzwörter sind zu lange und daher nicht praktisch. Heute trifft dies für viele Eindeutschungsversuche zu Anglizsmen zu, weil letztere durch Kürze bestechen. Bei Campe:

(8) Der Begriffsinhalt des Ersatzworts ist entweder zu eng oder zu weit im Vergleich zu dem des Fremdworts:

B. Sprachpurismus heute - Gegenwart und Zukunft

Die diesem Kapitel zu Grunde liegende Fragestellung ist, welche heutigen Fremdwörter durch vorgeschlagene dt. Wörter ersetzt werden könnten und welche Vorschläge zur Ersetzung wohl eher fehlschlagen werden. Als Parole formuliert beschäftigt sich dieser Abschnitt der Vorlesung mit der Situation im Jahr 2010. Es bietet sich dabei an, auf die verschiedenen Vorschläge die Kategorisierung Daniels' anzuwenden. Wenn sie zutrifft, wird die vorgeschlagene Entsprechung wohl eher nicht wirksam werden.

1. Einige Beispiele aus Vorschlägen der Zs. Muttersprache

Bei den meisten Eindeutschungsversuchen werden mehrere Vorschläge angegeben. Die Eindeutschungen werden sich daher wohl nicht (vgl. Zesen) halten können. Außerdem haftet - vorsichtig formuliert - manchen Eindeutschungen ein wohl nicht beabsichtigtes humoristisches Konnotat an. Sie können nur beschränkt ernstgenommen werden.

2. Wörterbuch überflüssiger Anglizismen von Pogarell/Schröder

Das Wörterbuch überflüssiger Anglizismen von Reiner Pogarell und Markus Schröder (1. Aufl. 09/1999, 2. Aufl. bereits 01/2000; also eine scheinbar große Nachfrage) und v. a. Pogarell selbst stehen in Zusammenhang mit den Bemühungen des Vereins zur Wahrung der deutschen Sprache. Das Wörterbuch umfasst ca. 4000 Einträge, doch viele davon wirken, als seien sie nicht wirklich gebräuchlich (s. u.).

Als beliebiges Beispiel wird der Inhalt einer Seite besprochen, um zu kontrollieren, ob die Wörter des Wörterbuchs tatsächlich gebraucht werden. Das Problem einer solchen Untersuchung ist, dass sie, auch wenn sie mit größerem Aufwand betrieben wird, keine eindeutigen Ergebnisse bringen kann. Das Ziel müsste sein, die Wörter mit dem Korpus der dt. Alltagssprache zu vergleichen. Ein solcher existiert zwar als Liste des Instituts für deutsche Sprache und ist über Internet zugänglich; doch auch diese Sammlung muss nicht mit dem tatsächlichen Korpus übereinstimmen. Die Sprache ist ein komplexes Konglomerat und lässt sich eigentlich nicht durch Grammatiken und Wörterbücher fassen, weil sie aus unzähligen soziologischen Sprachschichten [und letztlich aus selbständigen Idiolekten] besteht. Der Korpus des Instituts für deutsche Sprache versucht, die Nähe zum tatsächlichen Sprachgebrauch durch Heranziehen von (hauptsächlich) Zeitschriften zu erreichen bzw. zu wahren. Die Zeitschriften sind aber zumeist Qualitätszeitschriften (z. B. Die Zeit). "Subversive Elemente" fehlen daher z. T. gänzlich, weil Jugendzeitschriften, Fachzeitschriften, Zeitschriften von und für Randgruppen, Zeitschriften ohne Lektor usf. nicht berücksichtigt werden. Die folgende Bewertung der Bsp. aus dem Anglizismenwörterbuch ist also bis zu einem gewissen Grad intuitiv und idiolektabhängig. Schrodt unterscheidet Fremdwörter, die er gebrauchte, die er nicht gebrauchte (weil sie seinem Verständnis nach nicht in den Bereich der Alltagssprache gehören) und die er nicht kennt. Eine Ersetzung macht freilich nur Sinn, wenn das Fremdwort gebräuchlich ist. "smart" > geschäftstüchtig; gutaussehend. Dieses Wort würde in der Alltagssprache vermutlich eher nicht gebraucht, weil die Fiktion der Alltagssprache, der dt. Sprache, eine weitgehende emotionslose Standardsprache betrifft. Wie viele Fremdwörter ist aber auch "smart" charakterisiert durch eine spezifische Konnotation, die dem Gebrauch in einer neutralen Sprache entgegensteht. Solche Fremdwörter werden nur in bestimmten Domänen der dt. Sprache verwendet, nicht im alltagssprachlichen Bereich, wobei eine Domäne die (dt.) Sprache einer konkreten kommunikativen Situation benennt. Daher: bekannt, aber kein Gebrauch.

Im Großen und Ganzen könnte man sagen: Von den 4000 Wörtern bleiben nur ca. 450, die im aktiven Sprachschatz der Alltagssprache verankert sind und dem dt. Sprecher im Alltagsleben ständig begegnen (können); z. B. in Annoncen, Zeitungen, Zeitschriften, Werbeaussendungen. Der eigentliche Verdeutschungsbedarf ist daher wesentlich geringer als der von den Autoren dieses Buchs angenommene.

Bis zum Ende der Vorlesung wird mit dem Besprechen einiger Wörter fortgefahren. Es empfiehlt sich, die Kategorien Daniels' an ihnen zu erproben [denn meine Einschätzung ist vielleicht völlig falsch]!

[Da es sich um Fremdwörter handelt, werde ich sie im Folgenden groß schreiben. Denn es ist anzunehmen, dass Wörter wie "Barkeeper" oder "Booklet", so sie in dt. Texten vorkommen, als Hauptwörter gebraucht werden und deshalb im Gegensatz zur englischen Kleinschreibung mit einem Großbuchstaben beginnen. Die Beispiele, welche während der VO an die Tafel geschrieben werden, beginnt Schrodt allesamt mit Kleinbuchstaben.]

Von den rund 450 Wörtern, die Schrodt als zumindest in seinem passiven Wortschatz (als Sprecher der Alltagssprache) befindlich einordnet, bleiben letztendlich nur ca. 50, bei denen die Übersetzung des Wörterbuchs überflüssiger Anglizismen sinnvoll erscheint, also die Eindeutschung angenommen werden könnte.

C. Sprachpurismus im 19. Jahrhundert

Aus dem 19. Jh. stammen erste Belege für das Wort "Fremdwort". Turnvater Friedrich Jahn behauptet: Fremdwörter gehen als solche, und wenn sie 100.000mal eingedeutscht werden, nicht in Gut und Blut ein. Sie besitzen keine Zeugungskraft. Die Tendenz, biomorphe Metaphern zu verwenden, sollte die Fremdwortdiskussion lange Zeit [bis zum heutigen Tag] bestimmen. Auch Jean Paul bezieht in der Vorrede zum Hesperus oder 45 Hundsposttage Stellung zum Fremdwort: es wäre nur als Flugsame aufgekeimt; wieder eine biomorphe Metapher. Doch das 19. Jh. ist nicht nur bestimmt von sprachpuristischen Tendenzen: Jacob Grimm schreibt beispielsweise 1847 in seinem Aufsatz über das pedantische der deutschen Sprache über die (vielen) Puristen in Deutschland, die sich gleich Fliegen an den Rand unserer Sprache setzen und mit [...] Fühlern sie betasten.

Nach der Reichsgründung 1871 kommt es zu bewusst geplanten Fremdwortverdeutschungen (wovon Österreich, die Schweiz und Luxemburg nicht betroffen sind, weshalb sich viele Fremdwörter hier viel länger oder überhaupt bis heute behaupten können). Schon 1874/75 schlägt Reichspostmeister Heinrich von Stephan ca. 800 Verdeutschungen vor, die v. a. das Postwesen betreffen. Viele davon sind tatsächlich in die dt. Sprache eingegangen, wie z. B. (Nebenbei erwähnt, ist das Postwesen bis zur Gegenwart traditionell französisch.) Ebenfalls amtliche Eindeutschungen geschehen im Heereswesen: und in der Verwaltung: 1890 übersetzt der Oberbaurat Otto Sarrazin fast 1.300 Fachtermini ins Deutsche. Darunter Ein großer Teil dieser Eindeutschungen (z. B. das Bahnwesen betreffende Verdeutschungen) setzten sich in Österreich erst Jahrzehnte später durch. Durch den Deutsch-französischen Krieg von 1870/71 steigt der Nationalismus und das bewusste Festigen des Nationalgefühls. Englisches, Französisches, Katholisches, Jüdisches, Sozialdemokratisches usf. (Was bleibt dann noch über als "deutsch"?) wird (auch wenn es sich um Wörter handelt) abgelehnt, die Eindeutschungen nehmen zu.

D. Allgemeiner deutscher Sprachverein

Er wird 1885 von Hermann Riegel gegründet unter den Leitsatz: "Gedenke auch, wenn du die deutsche Sprache sprichst, daß du ein Deutscher bist!" (zit. n. tribüne (1998), H. 3, S. 4). Deutsche Wörter sollen überall, wo es möglich ist, den Fremdwörtern vorgezogen werden. Der Sprachverein gibt eine eigene Zeitschrift heraus, die ab 1925 Muttersprache heißt und unter diesem Namen noch heute erscheint. Viele Verdeutschungswörterbücher erscheinen; z. B. das von Hermann Dunger, einem Dresdner Germanisten, von 1885, welches noch heute als Nachdruck erhältlich ist.

Im Lauf der Jahre entstehen verschiedene Zweigvereine; um 1915 sind es bereits 327. Die Mitgliederzahl steigt rasant an: nach anfänglichen 6.500 Mitgliedern zählt der Sprachverein 1915 ganze 37.790. Über 50% der Mitglieder stammen aus der Berufsgruppe Handel- und Gewerbe, weitere 20% sind Lehrer. Die Zweigvereine unterscheiden sich gelegentlich ziemlich stark vom Hauptverein. So wird etwa von einem Verein die Einführung eines Sprachzolls gefordert, der bei der Verwendung eines Fremdworts zu entrichten sei. Der Grund für die Popularität solcher Bewegungen ist, dass die Schicht des dt. Bürgertums fremde (v. a. frz.) Elemente nicht in ihrer Sprache verwendet. Der Sprachkampf erscheint somit als eine Äußerung eines Kulturkampfs.

Die Germanistik dieser Zeit tritt dem Sprachverein mit unterschiedlichen Einstellungen entgegen: Friedrich Kluge, Otto Behagel und Theodor Siebs (Sprachwissenschaftler) befürworten die Ideen der Sprachpuristen, während Gustav Röthe und Erich Schmidt (Literaturwissenschaftler) ihn leidenschaftlich bekämpfen. 1889 verfassen Theodor Fontane und Gustav Freytag eine Erklärung gegen den Allgemeinen deutschen Sprachverein, die gleichwohl nicht viel nützt.

Die Aktivitäten des Sprachvereins nehmen bis und während des Ersten Weltkriegs beständig zu ("Der Krieg reinigt die Sprache."). Die Eindeutschungsversuche betreffen nun auch Orts-, Straßen- und Flurnamen, die Speisekarte usf. (z. B. gegen "Restaurant", "Hotel"). Einige Eindeutschungsversuche sind aus heutiger Sicht nahezu ein Kuriosum, weil die Verdeutschung durch ein Kunstwort erfolgt bzw. erfolgen soll. Bsp.: Das FW "Lokomotive" soll eingedeutscht werden. Offensichtlich fährt die Lokomotive zu Lande und sie ist ein künstliches Gebilde. Analog dazu, als künstliches Gebilde im Wasser, gibt es das "Schiff". Natürlich und im Wasser aber ist der "Fisch", der dem umgekehrten Schiff (von hinten gelesen) entspricht. Natürlich am Land ist nun das "Roß". Statt "Lokomotive" müsste es also "Roß" von hinten gelesen heißen, nämlich "Sor". Weil aber das Geschlecht (Lokomotive f.) beibehalten wird, lautet das Ersatzwort schließlich die "Sorre".

Ein besonders engagierter Sprachpurist vor und während des Ersten Weltkriegs ist Eduard Engel, der mehrere Verdeutschungswörterbücher verfasst. Peter von Polenz schreibt über ihn in seinem Aufsatz Fremdwort und Lehnwort sprachwissenschaftlich betrachtet:

Gegen das akademische "Welsch" im allgemeinen und "Roethe" im besonderen ist in der Zeit vor und während des l. Weltkrieges der Publizist Eduard Engel zu Felde gezogen. Schon bei ihm zeigt sich ein militant-chauvinistischer Purismus, der in der Tonart selbst von den nationalsozialistischen Sprachreinigern nicht mehr überboten werden konnte. Engel ereiferte sich über die "grenzenlose ausländernde Sprachsudelei", über die "sprachliche Entvolkung Deutschlands", über das "Krebsgeschwür am Leibe deutscher Sprache, deutschen Volkstums, deutscher Ehre", über die "Schändung der schönsten Sprache der Welt". Er bezeichnete den Fremdwortgebrauch als "geistigen Landesverrat" und forderte: "Nur ein deutschsprechendes deutsches Volk kann Herrenvolk werden und bleiben.'

Doch auch kritische Stimmen zu den vielfachen Eindeutschungsversuchen ertönen: Leo Spitzer spricht sich 1918 eindeutig gegen die Fremdworthatz und den Fremdworthass aus; gleiches gilt für Karl Kraus.

Nach dem Ersten Weltkrieg nimmt der Sprachpurismus bzgl. der Eindeutschungsversuche (kurzfristig) ein wenig ab. Man konzentriert sich auf die Entwicklung der dt. Schrift und Rechtschreibung. Trotzdem folgen auch immer wieder neue Verdeutschungsversuche, z. B. der Monatsnamen: "Heuerth" - "Juli", "Aust" - "August", "Wonnemonat" - "Mai", "Scheidung" - "September", "Gilbhart" - "Oktober", "Nebenhart" - "November", "Christmond" - "Dezember".

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kommt es zur Gleichschaltung des Sprachvereins mit den politischen Machthabern. Der Sprachverein wird zur SA unserer Muttersprache und (in Folge) wird seine Zeitschrift Muttersprache in anderen (noch) nicht nationalsozialistischen Ländern wie Österreich (1936) verboten. Doch der Verein kritisiert auch die Verwendung vieler Fremdwörter durch die Nazi-Führer. Z. B. sollte "Propagandaminister" durch "Werbeminister" ersetzt werden, nach dem Motto: "Wer Deutsche führen will, muß deutsch zu ihnen reden." Damit gerät der Sprachverein in immer größere Distanz zu den führenden Nationalsozialisten. Um die weitere Entwicklung der Fremdwort-Frage während des Dritten Reichs zu diskutieren, wieder der Aufsatz (s. o.) von Polenz:

Die Aufrufe zur allgemeinen Sprachreinigung, die der Vorstand des Sprachvereins im Jahre 1933 in der Muttersprache und in der Tagespresse ergehen ließ, waren in der Tonart zunächst noch recht maßvoll, verglichen mit jenen chauvinistischen Formulierungen Eduard Engels aus der Zeit des l. Weltkrieges. Der Vorsitzer, Richard Jahnke, und einige Beiträger der Zeitschrift brachten sogar den Mut auf, auch den fremdwortreichen Redestil der obersten Naziführer und vor allem Hitlers zu kritisieren. Man richtete aus "heißer Vaterlandsliebe" Bitten an den 'Führer' und die Partei, Fremdwörter wie "Propaganda", "Organisation", "Garant", "avisieren", "Konzentrationslager", "Sterilisation" usw. zu vermeiden. Man hoffte mit dieser Sprachkritik dazu beitragen zu können, "daß die Gedanken unserer Führer dem Volke immer klarer erkennbar werden". Daß der Gebrauch bestimmter Fremdwörter in politischer Agitation oft absichtlich dazu dient, die Gedanken der Herrschenden gerade nicht für alle erkennbar zu machen, davon ahnten die deutschtümelnden Sprachreiniger offenbar nichts. Man war in der Illusion befangen, den Nationalsozialismus mit dieser Fremdwortkritik fördern zu können, weil man in der rechtsradikalen Diktatur nichts anderes als die Erfüllung romantischer Deutschtumsträume sah.

Die politisch naive Sprachkritik dieser Vereinsmitglieder wurde in den Jahren 1934 und 1935 allmählich zurückgedrängt, nicht zuletzt durch die recht sophistischen Erklärungen der beiden akademischen Philologen unter den Vorstandsmitgliedern, in denen der Fremdwortgebrauch des 'Führers' und der Partei entschuldigt wurde. Der Berliner Germanist Arthur Hübner gestand Hitler den "genialen Gedanken" zu, mit dem Gegner in dessen eigener Sprache zu reden, nämlich in der "entdeutschten und verausländerten Sprache des marxistischen und demokratischen Parlamentarismus"; und der Gießener Germanist Alfred Götze wollte den Fremdwortgebrauch "unserer vaterländischen Bewegung" von der Sprachreinigung ausgenommen wissen, da er "wohlerwogener staatsmännischer Absicht" entspringe.

Nach dieser Ausklammerung der obersten Naziführer und der Partei kam der Purismus des Sprachvereins zu aktivistischer Wirkung in der Öffentlichkeit, vor allem nach der Wahl des neuen Vorsitzers Rudolf Buttmann, der sich als alter Nationalsozialist darum bemühte, "den Deutschen Sprachverein in dieser Kampffront an der richtigen Stelle einzuschalten". Der Sprachverein wurde zur "SA unserer Muttersprache", wie es ein Autor der Muttersprache einmal ausdrückte. Man wandte sich mit Denkschriften, Empfehlungen und Aufrufen an die Behörden des Reiches und der Länder und an die Presse: Die Schriftstücke der Ämter und Gerichte sollten künftig nur noch in einer "volksnahen", fremdwortfreien Sprache abgefasst werden; Vortragende im Rundfunk, die zu viele Fremdwörter gebrauchen sollten "belehrt" und widrigenfalls "nicht mehr zugelassen werden" deutsche Waren sollten nur noch mit deutschen Bezeichnungen patentiert und angeboten werden; Undeutsche Ladenschilder und fremdsprachlicht Bezeichnungen auf Speisekarten hätten zu verschwinden; Gasthofnamen und die Platzbezeichnungen in Theatern sollten verdeutscht werden. Sportvereine, die "nicht deutsch sprechen wollen", dürften keine Förderung erhalten. Für all das und noch mehr forderte der Sprachverein Verordnungen und bot dafür unentgeltlich sprach- und sachkundige Helfer an. Das Echo bei den angesprochenen Stellen kam schnell und war positiv. Von den Nazigrößen haben sich Göring, Frick und Darre offenbar persönlich für diese amtliche Verdeutscherei eingesetzt. Aber von Hitler, Goebbels und Himmler verlautete zu dieser Frage zunächst nichts.

Auch auf einer höheren Ebene, der akademischen, wurde in den Jahren nach 1933 in der Muttersprache eine Sprachreinigungskampagne geführt. In hochtönenden Aufrufen wandten sich Alfred Götze und der Gießener Soziologe ('Gruppgeistwissenschaftler') Hans L. Stoltenberg an die deutschen Hochschullehrer. Die 'Entwelschung' der deutschen Wissenschaftssprache, die Eduard Engel so leidenschaftlich gefordert hatte, glaubten sie jetzt verwirklichen zu können. Sie hatten aber keinen nennenswerten Erfolg damit.

Es handelte sich beispielsweise um Eindeutschungsversuche wie "Rektor" > "Hochschulführer", "Dekan" > "Lehrschaftsführer", "Ordinarius" > "Amtshochlehrer", "akademisch" > "hochschulhaft", "Institutionalisieren" > "Anstaltsamung". Man forderte einen Sprachberater für jede Hochschule. Aus diesen Versuchen gingen die (heute gebräuchlichen) Eindeutschungen hervor.

Der deutsche Sprachpurismus hat dann noch eine höchste, letzte Stufe erreicht: die antisemitische, und zwar erst seit dem Jahre 1936. Bis dahin wollte man die Fremdwörter aus der deutschen Sprache entfernen, weil man darin Überreste einstiger Fremdherrschaft über die Deutschen zu sehen glaubte oder ein Zeichen unwürdiger Unterwerfung der Deutschen selbst. Dieser Kampf um 'deutsche Art' und 'deutsches Wesen' richtete sich gegen die alte kulturelle Übermacht des Lateins, des Griechischen und des Französischen. Das waren Ziele und Motive, die sich noch kaum von dem unterschieden, was die deutschen Puristen seit der Alamodezeit des 17. und 18. Jahrhunderts getan hatten. Nun kam aber seit Anfang 1936 - also bald nach dem Inkrafttreten der 'Nürnberger Gesetze' - ein neuer Gesichtspunkt hinzu: die rassistische Motivierung aus dem Antisemitismus.

Der erste, der diesen neuen Ton in die Spalten der Sprachvereinszeitschrift hineingebracht hat, war der Germanist Alfred Götze. Ausgehend von der Etymologie des Wortes "keß", eines von Berlin ausgehenden Modewortes der zwanziger Jahre, das aus der Gaunersprache und weiterhin aus dem Jiddischen stammt, beklagt er sich über den Gebrauch von Wörtern jiddischer Herkunft: "Gottlob haben wir wieder gelernt, daß wir Germanen sind. Wie verträgt sich damit die Pflege einer im jüdischen Verbrechertum wurzelnden Unsitte? Auch auf die Herkunft von Wörtern wie "berappen", "beschummeln", "Kittchen", "Kohldampf", "mies", "mogeln", "pleite", "Schlamassel", "Schmu", "Schmus", "schofel", "Stuß" und ihresgleichen sollte sich der Deutsche nachgerade besinnen. Es ist seiner nicht würdig, seinen Wortschatz aus dem Ghetto zu beziehen und aus der Kaschemme zu ergänzen." - Götze wollte diese Wörter nicht etwa bekämpfen, weil sie gegenwärtig einen niedrigen Stilwert haben und niedere Dinge bezeichnen, sondern weil sie jüdischer und gaunerischer Herkunft seien.

Damit hat ein deutscher Sprachgelehrter als erster die Forderung nach Sprachreinigung auf Wörter ausgedehnt, die im Bewusstsein des philologisch nicht vorgebildeten Teils der Sprachgemeinschaft zwar als 'unfeine' Wörter der Umgangssprache empfunden wurden, aber nicht als Fremdwörter oder jüdische Wörter. Die Deutschen jüdischer Abkunft haben seit der Judenemanzipation um 1800 kaum mehr Jiddisch gesprochen, und die meisten dieser (z. T. sogar irrtümlich) aus dem Jiddischen hergeleiteten Wörter waren seit dem 18. oder 19. Jahrhundert in der Umgangssprache aller Deutschen geläufig. Der methodologische Irrtum eines Philologen, man brauche zur Beurteilung des gegenwärtigen Zustandes einer Sprache nur die Etymologie anzuwenden, d. h. die Frage nach der Herkunft der Wörter, ohne Rücksicht auf ihren gegenwärtigen stilistischen und sprachsoziologischen Gebrauchswert, hat hier eine politische Wirkung gehabt, die uns noch heute Anlaß geben sollte, in der Methodik gegenwartbezogener Sprachbetrachtung äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Götzes etymologischer Beitrag blieb in der Sprachvereinszeitschrift nicht ohne Folgen. Einige Autoren der Muttersprache versuchten, ihm mit ähnlichen Beiträgen nachzueifern. Dies artete bald - großenteils wohl unabhängig von Götzes Anstoß - in eine allgemeine rassistische Motivierung der ganzen Sprachreinigung aus. Ebenfalls im Jahrgang 1936 führte Walther Linden (Herausgeber der Zeitschrift für Deutschkunde und Verfasser mehrerer Veröffentlichungen antisemitischer Literaturgeschichte) den fremdwortreichen "geistigen Jargon" der Zeit zwischen 1919 und 1933 auf jüdische und westeuropäische Einflüsse zurück, die die deutsche Sprache "zersetzt" hätten. Und auf der Pfingsttagung des Sprachvereins im Jahre 1937 in Stuttgart hielt der Erlanger Sprechkundeprofessor Ewald Geissler den Hauptvortrag Sprachpflege als Rassenpflicht, der dann als 'Flugschrift Nr. l' des Deutschen Sprachvereins wie ein Vereinsmanifest kostenlos angeboten wurde. Darin versuchte er jene 'Zersetzungs'-These am Fremdwortgebrauch moderner deutscher Schriftsteller jüdischer Abstammung wie Th. Mann, Feuchtwanger, Werfel, Kerr, Stefan Zweig u. a. nachzuweisen und forderte eine "Aufnordung" der deutschen Sprache durch den Kampf gegen "jenes Deutsch, das geheimes Jüdisch war".

Inzwischen hatte sich die blamable Krise des Sprachvereins schon angekündigt: Die Verknüpfung von Sprachreinigung und Antisemitismus war in der "Muttersprache" schon vor Geisslers Vortrag unwillkürlich ad absurdum geführt worden durch einen Beitrag eines Vereinsmitgliedes, in dem mit Entsetzen festgestellt wurde, dass jener große Vorkämpfer der NS-Puristen, Eduard Engel, ein Jude war. Engel habe zu Unrecht die Fremdwortfrage "zum Maßstab vaterländischer Gesinnung" und der "Deutschheit" hochgespielt. Jetzt auf einmal wurde nicht mehr der Fremdwortgebrauch, sondern die Fremdwortjagd der Puristen selbst als jüdische Angelegenheit aufgefasst. Dieser groteske Umfall eines einzelnen Vereinsmitgliedes war nur ein Symptom für die nahende Krise des Vereins. Der Sprachverein muss sich in den Jahren von 1933 bis 1937 eher unbeliebt gemacht haben. Der Propagandaminister Goebbels hat auf der Berliner Festsitzung der Reichskulturkammer am l. Mai 1937 die Sprachreiniger öffentlich gerügt. Daraufhin sah sich der Vorsitzer des Vereins in der Eröffnungsansprache der Stuttgarter Pfingsttagung zu einem Fußfall gezwungen. Er erklärte, der Kampf des Vereins gelte "gar nicht in erster Linie, wie es irrtümlich immer wieder heißt, dem Gebrauch von Fremdwörtern". Er distanzierte sich von der "haltlosen Verdeutscherei und Sprachschöpferei" und von der "Beurteilung vaterländischer Gesinnung nach dem Fremdwörtergebrauch". Von da an wurden die Fremdwortpolemiken in der Muttersprache immer maßvoller und seltener. Man wagte es bald auch, das "beschränkte Lebensrecht" des Fremdwortes zu verteidigen; und im Krieg, als viele europäische Länder von deutschen Truppen besetzt waren, besann man sich auf die "übervölkischen Aufgaben unserer Sprache". - Offiziell abgeblasen wurde die deutsche Fremdwortjagd schließlich durch einen Erlass Hitlers vom 19. November 1940.

Hitlers Fremdwortgebrauch war ein Resultat nüchterner, rhetorischer Überlegungen. Nach Viktor Klemperer und seinem Buch "Lingua Tertii Imperii" imponieren nationalsozialistische Machthaber durch den Gebrauch vieler Fremdwörter. Außerdem übertönen sie (mit den nicht verstandenen Fremdwörtern) das Denken. Hitler formuliert diese These selbst in Mein Kampf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es keine systematische Fremdwortkritik im Stil des Allgemeinen deutschen Sprachvereins mehr, wenngleich eher vereinzelt bestimmte Fremdwörter (v. a. Anglizismen) angefeindet werden.

IV. Die gegenwärtige Situation

Allgemein ist ein Rückgang der frz. Fremdwörter zu bemerken. Sie werden oft nur noch als Zitatwörter verwendet (Bsp.: "Tête-à-tête"). Andererseits entsteht ein Eurolatein, d. s. Neubildungen, die ans Lateinische erinnern. Beispiele wären die Wörter "situativ" und "ultimativ", die Suffixe "-ation", "-ität", "-iment" ("Regeneration", "Quantität") und die Lehnpräfixe "anti-", "extra-", "pseudo-", "trans-", "ultra-". Gleichzeitig ergeben sich viele Mischbildungen aus Bestandteilen verschiedener Sprachen (z. B. Latein-Deutsch): "Exgattin", "antiwestlich". Ebenfalls zum Eurolatein gehörig sind die Konfixe (d. s. Wortbestandteile, die nicht Präfixe, nicht Suffixe und auch keine freien Lexeme sind) wie "graph" ("Monographie", "Fotograph"), "therm", "audio", "tele", "bio", "euro", "geo", "öko", "phono", "video" usf.

Besonders häufig stößt man in der dt. Gegenwartssprache auf Internationalismen. Dies sind Wörter, die in mehr oder minder fast identer Form (lautlich und schriftlich) in mehreren, nicht miteinander verwandten Sprachen vorkommen. Bsp.: "Tourismus" u. v. a. [siehe dazu Klaus Heller: Das Fremdwort in der deutschen Sprache der Gegenwart. Untersuchungen im Bereich der deutschen Gebrauchssprache. - Leipzig: VEB Biographisches Institut 1966. S. 35-41 und Horst Haider Munske: Fremdwörter in deutscher Sprachgeschichte: Integration oder Stigmatisierung.]

Der Einfluss des Englischen als Prestige- und Bildungssprache nimmt stetig zu, auch im Bereich der Werbungs- und Jugendsprache. Die englischen Entlehnungen erfahren heute immer weniger eine Eindeutschung. Sie werden weder im Schriftbild (im Ggs. zu früheren Entlehnungen wie "Koks" aus "cokes" und "Streik" aus "strike", beide 19. Jh.) noch in der Aussprache (im Ggs. zur früheren Tendenz, engl. "u" als "ö" auszusprechen, wie in "Curry" und "Blöff") dem Deutschen angepasst, sondern wortgetreu übernommen. Die Aussprache wird heute nur noch selten bei der Entlehnung verändert ("USA", "lynchen"). Der Trend, die Aussprache zu belassen, zeigt sich einprägsam an der Gegenüberstellung von "o. k." (spätere) und "k. o." (frühere Entlehnung). Einer der größten Vorteile, den die Anglizismen mit sich bringen, ist ihre Kürze und Prägnanz. Sie sind handlicher (eigentlich sprachlicher) als viele dt. Wörter ("fit", "boy", "sex", "box"). Oft dienen Anglizismen als Euphemismen: "hostess", "sex", "playboy". Eine große Anzahl von Ausdrücken bergen einen stilistischen Effekt, etwa den eines Oxymorons bei Christus-Fan. Letztlich eröffnen Fremdwörter (und eben auch Anglizismen) die Möglichkeit zur Begriffsdifferenzierung. So ist ein "song" weder "Lied" noch "Schlager", "Arie" o. Ä., sondern eine Form musikalischer Darbietung, die durch kein (singuläres) dt. Wort benannt werden kann. Ähnlich verhält es sich bei dem Wörtchen "job", das dadurch gekennzeichnet ist, dass es nicht "Arbeit", "Tätigkeit", "Anstellung" meint, sondern eine Art "Gelegenheitsarbeit", die als einziges Ziel das Geldverdienen verfolgt. Fremdwörter machen also Sinn.
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Erstellt: 2020-05

Uni Wien - FiFuS
Fremdwörter in Fach- und Sondersprachen

(E?)(L?) web.archive.org/web/20050404064959/http://www.unet.univie.ac.at/~a9902976/Sommer00/fwnetz.htm

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V. Fremdwörter in Fach- und Sondersprachen

Dieses Kapitel behandelt das sehr allgemeine und umfassende Gebiet am Beispiel der Fachsprachen (insbes. des Fachwortschatzes) im Computer- und Internet-Bereich (Chat-Slang etc.).
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B. Problemstellung

Tatsache ist, dass sich die Computertechnologie mit rasender Geschwindigkeit entwickelt und sich damit auch die Frage stellt, wie man mit den neuen Fachtermini umgeht. Der Ausgangspunkt jeder Diskussion muss sein: "Welche Begriffe sind überhaupt notwendig?" bzw. "Welche Begriffe muss ein durchschnittlicher User verstehen, um mit dem Gerät Computer hantieren zu können?" und "Was bedeuten die einzelnen Termini überhaupt?". Das Verstehens- bzw. Bedeutungsproblem zeigt sich z. B. am Wörtchen "file". Das Verständnis für einen deutschen Sprecher ist vermutlich schneller zu erreichen, wenn der mit "Datei" konfrontiert wird. Soll man also Computer-Fachtermini eindeutschen? Zwei Kriterien stehen in engem Zusammenhang mit der Diskussion der Problematik Computersprache bzw. Fachsprache überhaupt:

(1) Stets im Hinterkopf muss man die Frage behalten, ob ein Fremdwort überhaupt ein Problem für die Alltagssprache darstellt. Ein Beispiel aus dem Autowesen: Die Wörter "Kardangelenk" und "Simmering" kennen (außer Mechanikern etc.) wahrscheinlich nur die wenigsten. Man wird es aber in der Regel auch nicht kennen müssen, weil der "normale" Autofahrer mit den damit benannten Teilen des Autos ohnehin nicht konfrontiert ist. Es sei denn, er verlangt z. B. vom Mechaniker, dass dieser den Grund und den Vorgang der Reparatur genau erkläre. In solch einer (eher seltenen) Situation treffen dann Fachsprache und Alltagssprache aufeinander, es entstehen gleichsam Interferenzerscheinungen. Nur in solch einem Fall entsteht ein tatsächliches Problem für die Sprecher.

(2) Der Sprach- und Sachwandel darf nie außer Acht gelassen werden. Wieder ein Bsp. aus der Autowelt: Das Fremdwort "Choker" (ne. "choke" = "würgen") ist ein Ausdruck, der von Jahr zu Jahr immer mehr aus der Sprache verschwindet, weil es in neueren Fahrzeugen einfach keinen Choker mehr gibt. Wort und Sache verabschieden sich miteinander aus dem Alltag. Das "Ärgernis mit diesem Fremdwort" hat sich also erledigt. Besonders im schnelllebigen Computerbereich gibt es eine Unzahl solcher Wörter, die (z. B. wegen der Einführung neuer Betriebssysteme) einfach nicht mehr gebraucht werden.

C. Netzsprache - "E-Mailen" und "Chatten"

Mit dem neuen Kommunikationsmedium Internet entstand eine völlig neue Textsorte: das "E-Mail". Es ist geprägt von der Auflockerung des gesellschaftlichen Reglements. Bei E-Mails werden formale Konventionen weitgehend vernachlässigt, wie sie beim Brief üblich sind. Lediglich im Wirtschaftsbereich werden auch E-Mails ähnlich strukturiert wie Briefe; eine eher übertriebene formale Strenge, die sich - meint Schrodt - in den nächsten Jahren aufhören wird.

Merkmale der E-Mail-Sprache sind: Rechtschreibfehler, eine lockere Syntax, Grammatikfehler, oft konsequente Kleinschreibung, lockere Interpunktion, einfache Reihung von Hauptsätzen, Ausdrücke ohne Verb = Setzungen, Nähe zur gesprochenen Sprache, Lautwörter (hier häufig Anglizismen; z. B. "oops", auch "uups"), Flexion von fremdsprachlichen Lexemen ("gechatted", "disabled" oder auch "disabeld"). Das letzte Merkmal gilt eigentlich auch für die Alltagssprache und ist weniger ein spezifisches Merkmal fürs "E-Mailen".

Die Netzsprache ("Pidgin-Englisch") ist also unstrukturiert, regellos usf. Anglizismen allerdings sind seltener als man vielleicht meinen möchte. Bei der Untersuchung von Web-Sites wurden nur 4,6% Anglizismen festgestellt, die sich thematisch in die Bereiche Werbung (37%), Computer und Internet (32%) und Alltägliches gliedern. In den Web-Sites stehen sie meistens isoliert, z. B. als Links wie "News", "Goodies", "Software", "Download", "Specials". Der restliche Text ist kaum von Anglizismen überfrachtet.

Dafür setzt sich ein für die englische Sprache typisches Element zunehmend auch im dt. Sprachraum, und hier zunächst v. a. im Internet-Bereich, durch: die Binnenmajuskel. Bsp.: "FestSpielHaus" (in St. Pölten), "BahnCard", "WebKatalog", "InterAktion", "CityChat". Im Englischen erfüllen sie eine wesentliche semantische Funktion, da viele Zusammenhänge ohne die Binnenmajuskel nicht klar würden. Außerdem bieten sie einen Vorteil für Computerprogramme, da diesen das Erfassen von Leerzeichen oft nicht leicht fällt. Im heutigen Deutsch sind sie teilweise zum Prestigeobjekt geworden, z. B. im genannten "FestSpielHaus". Auch das "E-Mail" gibt momentan noch Rätsel auf, wie es geschrieben werden soll: "E-Mail" (Duden), "Email", "e-Mail", "e-m@il" oder sonst wie? Dieses Problem wird sich im Lauf der Zeit wahrscheinlich von selbst lösen.

Neben dem "E-Mailen" steht mit dem Internet noch eine zweite sprachliche Neuerung in Verbindung: das Chatten. Auch hier werden - vielleicht entgegen der Erwartungen vieler - relativ wenig Anglizismen verwendet. Sie treten verstärkt hauptsächlich bei Begrüßungs- und Verabschiedungssequenzen auf. Weil sich Chatter beim Chatten neue Namen geben, entsteht auch hier ein Feld für Anglizismen: "Netranger", "Spacewoman". In Österreich scheint diese Praxis weniger üblich zu sein. Es überwiegen dt. Bildungen wie "Superfrau" o. Ä. Angeblich häufig in der Chat-Kommunikation, im Chat-Slang, sind Akronyme. Sie sind gewissermaßen das Kennzeichen des Chat-Slangs (vgl. Oliver Rosenbaum: Der Chat-Slang [Wörterbuch]). Akronyme werden meistens aus englischen Formen und Phrasen gebildet: "nbd" = "no big deal" = "kein großes Geschäft", "keine große Sache"; "NDA" = "non-disclosure agreement" = "Vereinbarung der Nichtoffenlegung", "mL" = "mililapsum" = "Einheit für die durschnittliche Sprechgeschwindigkeit von Usern" (Durchschnitt: 200 mL), "roflol" = "rolling on the floor laughing out loud".

Betrachtet man den Komplex der Netzsprache als Ganzes, so scheint es, als ob eigentlich nicht wesentlich mehr oder weniger fremdsprachliche Ausdrücke (speziell Anglizismen) vorkämen als in der Alltagssprache. Auch Originalitäten wie die Akronymwörter sind in Wirklichkeit nicht besonders weit verbreitet. Bei der Diskussion um die Fremdwörter im Internet scheint viel heiße Luft im Spiel zu sein (s. D.).

Dieter E. Zimmer vergleicht in seinem Fremdwörter-Buch die Sprachen Englisch, Dänisch, Niederländisch, Französisch, Finnländisch, Italienisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch und Deutsch bzgl. der Handhabung von Fremdwörtern. Die fremdwortfreundlichste Sprache ist Dänisch. Am meisten Anglizismen ersetzt werden (nicht im Französischen, sondern) im Finnischen, gefolgt vom Schwedischen, dann vom Französischen. Bemerkenswert ist der gravierende Unterschied zwischen den beiden skandinavischen Sprachen Dänisch und Schwedisch.

D. Computerjargon und Eindeutschungsversuche dazu

Bei der Frage nach der Eindeutschung von Termini aus Fachsprachen, hier aus dem Fachbereich Computer, muss man sich zuerst fragen, ob die Begriffe überhaupt Teil der Alltagssprache sind. Bsp.: "Cache" (das eigentlich ausgesprochen werden müsste, da es aus dem Frz. stammt) benennt einen Zwischenspeicher, der einen rascheren Datenzugriff ermöglicht; ein Begriff, den man in der alltäglichen Kommunikation nicht braucht; ein "compiler" ist ein Übersetzungsprogramm, das Programmierbefehle aus der jeweiligen Programmiersprache in die Maschinensprache umsetzt; auch überflüssig in der Alltagssprache. Je länger das Computerwesen besteht und je ausgefeilter die Programme von Jahr zu Jahr werden, desto weniger gut muss der durchschnittliche Benützer über das Innenleben und die tieferen Zusammenhänge des Computers Bescheid wissen. Damit wird auch das Ersetzen von Fremdwörtern überflüssig. Untersuchungen aus rezenter Zeit haben gezeigt, dass der Wortbestand der Computer-Fachsprache, der auch in der Alltagssprache vorhanden ist, erstaunlich klein ist.

Trotzdem: Die Bestrebungen zu Eindeutschungen haben seit Leo Weisgerber Bestand, der 1969 vorschlug, das Wort "Computer" selbst durch "Verdater" zu ersetzen. Seine drei Gründe waren: (1) Laut und Betonung des Fremdworts sind schwer einpassbar; (2) das Fremdwort ist keine stützende Hilfe für den dt. Wortschatz; (3) das Fremdwort offeriert keine Möglichkeiten für weitere Ausprägungen. Aus heutiger Sicht kann man sagen: Weisgerber hat sich geirrt. Vielmehr verdienen die Eindeutschungen selbst Kritik und sind keineswegs unproblematisch. So ist ein "Provider" nicht irgendein "Anbieter", sondern umfasst ein geringeres Bedeutungsfeld; ein "Plotter" ist nicht irgendein "Drucker", sondern ein Gerät zur unmittelbaren Darstellung von grafisch fassbaren Informationen. Es sind Zeichenstifte, die elektronisch geführt werden. In Wörterbüchern wird das dt. Wort "Zeichenmaschine" als Erklärung angegeben, was aber eigentlich zu ungenau ist. Auch hier ist das semantische Feld des dt. Begriffs zu weit. Eine schwierige Frage geben die Begriffe "Bildschirm" - "screen" - "display" auf. In den gängigen Fremdwörterbüchern wird "Display" mit "Bildschirm" übersetzt, doch das dürfte nicht ganz den Punkt treffen. Ein "Display" ist eher zu definieren als "LCD-Bildschirm" mit einer relativ geringen Auflösung.

Ein Problem, das den Anglizismen oft angelastet wird, ist, dass sie sich morphosyntaktisch nicht oder nur unzulänglich ins Deutsche eingliedern lassen. Sie entsprechen nicht dem "Tiefencode" (ein Ausdruck Dieter E. Zimmers aus seinem Buch zur Fremdwortproblematik, der nichts mit Generativer Transformationsgrammatik zu tun hat). Bsp.: "backuppt", "gebackuppt", "upgebackt"? Doch die Kritik wirkt ein wenig überstürzt, da sich auch diese Fremdwörter im Lauf der Jahre morphosyntaktisch ins Dt. eingliedern werden (vgl. "Koks" und "Keks"). Bei neueren Anglizismen zeigt sich oft das Bedürfnis, bei der dt. Flexion das fremdsprachliche Verb zu zerlegen, Distanzbildungen zu verwenden: Ich "maile e" wäre denkbar.

Doch die Fremdwortkritik, die mit morphosyntaktischen Problemen argumentiert, ist nicht stichhaltig. Auch dt. Wörter wie "bausparen" geben Fragen bzgl. ihrer Flexion als Verb auf. Weiters ist es relativ egal, wie etwa die "richtige" Flexion von "grabben" (einen Screenshot erstellen mit einem dafür konstruierten Programm; ne. "to grab") lautet, da es nicht sicher und möglicherweise eher unwahrscheinlich ist, dass dieses Wort überhaupt Eingang in die Alltagssprache findet. Wenn es allerdings "grabben" als Verb geben wird, ist die Flexion auch klar (Auslautverhärtung usf.). Die Gefahr, dass sich Verben nicht eingliedern lassen, gibt es nicht.

Schlussfolgerung: Deutsche Entsprechungen erfassen den Sinn der Anglizismen großteils nur ungenügend und sind nicht besonders brauchbar. Außerdem macht die Ersetzung ohnehin wenig Sinn, da (1) die Termini oft nicht der Alltagssprache angehören und (2) auch als Fremdwörter ins Dt. eingegliedert werden können. Die Argumente gegen die Anglizismen im Computerbereich sind daher weniger sprachwissenschaftlich, sondern ideologisch, kultursozioligisch und kulturpolitisch. Eine weitere Arbeit zum Thema Computerjargon und Eindeutschung ist Wortschöpfung in der Fachsprache der EDV.

E. In welchen Bereichen können wirkliche Probleme auftreten?

In Bereichen, in denen die Anglizismen vom Fachwortschatz übergehen zur Alltagssprache und es daher zu wirklichen Verständigungsschwierigkeiten kommen kann. Im Folgenden wird der neue Telekom-Katalog Frühjahr Sommer 2000 besprochen. Zuerst muss die Frage gestellt werden, für wen dieser Katalog denn ist und ob er überhaupt Teil der Alltagskommunikation ist. Die Antwort resultiert aus einer quasi volksaufklärerischen Situation oder Aufgabe, die mit den neuen Kommunikationsformen erfüllt wird. Daher sollte der Telekom-Katalog jeden ansprechen, und vielleicht den mit den modernen Lebensformen nicht Vertrauten sogar am meisten (freilich soweit er über die finanziellen Möglichkeiten verfügt).

Auf Seite 110 schließt der Katalog mit dem Kapitel "Fachbegriffe und Abkürzungen"; Erklärungen, die dem Leien das Lesen des Katalogs ermöglichen sollen. Daraus nun einige Bsp.: "ADSL" ("Asymmetric Digital Subscriber Line"): "Ultraschneller Datenhighway": Die dt. Übersetzung stimmt einfach nicht. "ADSL" meint, dass der Datentransfer vom Internet schneller vonstatten geht als zum Internet, was bei den meisten Usern vernünftig ist. "GAP ("Generic Access Profile"): Sie können Mobilteile verschiedener Hersteller mit der Basisstation Ihres Schnurlostelefons betreiben. Das Mobilteil muß vorher bei der Basisstation angemeldet (eingebucht) werden.": Diese Erklärung lässt es allenfalls erahnen, um was es geht. "MFV-Nachwahl" ("Mehrfachfrequenzwahlverfahren-Nachwahl"): ein Hinweis, dass es beim Fachwortschatz keinesfalls nur um Anglizismen geht. "Paging": Nennt man bei Schnurlostelefonen den internen Ruf von der Basis zum Mobilteil (z. B. wenn man vergessen hat, wo der Mobilteil liegt).: "Paging" kann aber auch anderes bedeuten. Z. B. erinnert es an den "Pager". Drittens (und im eigentlichen Sinn) meint es jedoch 'die Technik des Seitenaustausches bei der virtuellen Speicherverwaltung'.
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F. Anglizismen in Mode und Werbung
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Einige Anglizismen daraus: "Hippie", "Sportswear", "Netz-Shirts", "Trainingsanzug" (die letzten beiden sind hybride Bildungen), "Outfit", "Fitness-Jünger", "Lycra-Oberteil", "T-Shirts" (diese sind lässig und "work"; was "work" hier bedeuten soll, wissen wohl nur sehr wenige), "Accessoires" (das erste frz. Fremdwort des Artikels), "Hype".
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VII. Fremdwörter in der Literatur

A. "Designermineralwasser"
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B. Fremdwörter im Werk Schillers
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VIII. Fremdwörter als Neologismen
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A. "Event"

1. Vorkommen des Wortes, verschiedene Kontexte und Bedeutungen
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Erstellt: 2020-05

V

W

w-akten
Fremdwörter

(E1)(L1) http://besserwisserseite.de/fremdworte.phtml

| Akkord | Aktie | Algebra | Alimente | Automobil | Banause | Bandit | | Barbecue | Barrikade | Becircen | Bei meinen Mathearbeiten musste ich früher auch immer viel einrenken. | Bistro = Schnellrestaurant, Cafe | Dilettant | Embargo | Engel | Filibuster | Frikadelle | Immunität | Indigo | Ischias | Isuzu | Kamerad | Karawane | Katalog | Kommt vom griechischen "ángelos" ="Bote". | Kotau | | Kredit | Laser | Laune | Lokus | Meniskus | Meschugge | Ossarium | Pistole | Radar | Rebell | Rekrut | Rhythmus | | | Schal | Serpentine | Statist


Erstellt: 2011-10

wispor
Fremdwörter und woher sie kommen

(E?)(L?) http://www.wispor.de/wpx-ku1.htm
Fremdwörter aus Ägypten | Arabien | Australien | China | Frankreich | Griechenland | England | Indien | Israel/Hebräisch | Italien | Italien/Latein | Japan | Niederlande | Norwegen | Persien/Türkei | Polen | Rußland | Spanien

wissen.de
Fremdwörterlexikon
Wahrig: Fremdwörterlexikon

(E?)(L?) http://www.wissen.de/lexika

Was bedeuten NGO, Newsgroup, B2B, Back-up oder Benchmark - das Wahrig Fremdwörterlexikon klärt auf.


(E?)(L?) http://www.wissen.de/lexikonsuche/loanword_lexicon/all


Erstellt: 2016-10

X

Y

Z

Bücher zur Kategorie:

Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
DE Deutschland, Alemania, Allemagne, Germania, Germany
Fremdwort, Extranjerismo, Mot étranger, Esotismo, Foreign word

A

B

Bohn, Rainer
Fremdwörter-Lexikon Deutsch - Fremdwort

Broschiert - 157 Seiten - Edition Sigma, Berlin
Erscheinungsdatum: 1994

Bratschi, Rebekka (Autor)
Xenismen in der Werbung
Die Instrumentalisierung des Fremden

Taschenbuch: 229 Seiten
Verlag: Lang, Peter Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (September 2005)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Aus dem Inhalt: Grundlagen - Formen von Xenismen: verbale, visuelle, akustische Xenismen - Funktionen der Xenismen: Wecken von Aufmerksamkeit, Steuerung der Wahrnehmung, Imagebildung, Valorisation, Unterhaltung - Xenismen als gesellschaftliche Indikatoren.

Umschlagtext
Diese Arbeit wurde 2004 mit dem Preis der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ausgezeichnet.
Werbung beinhaltet in der Regel eine Appellfunktion: Sie soll ein bestimmtes Verhalten auslösen. Diesem Ziel dient auch der Einsatz von Xenismen. Darunter versteht man verbale, visuelle oder akustische Elemente einer Werbebotschaft, die auf ein fremdes Sprach- oder Kultursystem verweisen. Diese Arbeit untersucht auf der Grundlage eines Korpus aus überwiegend deutschsprachigen Werbemitteln, wie Anzeigen, Plakate oder Spots, die vielfältigen Erscheinungsformen der Xenismen und arbeitet die Funktionsmechanismen heraus, die ihren Einsatz in der Werbung steuern. Im Anschluss an diese linguistisch-semiotische Analyse wird gezeigt, dass Xenismen Rückschlüsse darauf erlauben, wie in einer Gesellschaft Fremdheit wahrgenommen und bewertet wird.


Die Bezeichnung "Xenismen" geht zurück auf griech. "xénos" = dt. "Gast", "Fremder".

Erstellt: 2010-11

Braun, Hans-Gert
Wenn die Wörter wandern
Eine unterhaltsame Geschichte von Begriffen und ihr Weg ins Deutsche
Punsch
Musselin (W2)

Hohenheim Verlag
152 Seiten
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: September 2003

Neue Zürcher Zeitung

"Muckefuck" und "Musselin rox". Auch wenn wir deutsch sprechen (oder meinen, dies zu tun), sind lange nicht alle zur Verwendung kommenden Worte auf deutschem Sprachboden gewachsen. Wer dem Ersatzkaffee den "Punsch" vorzieht, wandert zumindest sprachlich über England nach Indien zurück, wo der Ursprung dieses aus fünf - in Hindi: "pantsch" - Zutaten bestehenden Gebräus zu finden ist. Einen geradezu unerwarteten Beitrag zur politischen Geographie der Gegenwart offeriert das Wort "Musselin", das für ein feines Baumwollgewebe steht, welches ursprünglich nur in der irakischen Stadt "Mossul" zu finden war.

Kurzbeschreibung

Die deutsche Sprache wurde unaufhörlich durch ausländischen Einfluss weiterentwickelt - und ist doch immer unsere Sprache geblieben. Sie hat dabei Wörter aus sehr vielen Sprachen dieser Welt entlehnt, aus heutigen und früheren. Erstaunlich viele sind ohne jede Anpassung von sehr weit hergewandert wie "Tabu", "Schamane" oder "Bumerang". Andere, weitaus mehr, haben Anpassungen erfahren. Viele Wörter wurden abgewandelt, so dass wir ihre Herkunft kaum noch oder nicht mehr erkennen. Etwa 500 Fremdwörter mit interessanter, teils kurioser Herkunft hat Hans-Gert Braun zusammengetragen und ihren Weg in der deutschen Sprache beschrieben. Es ist ein sehr vergnügliches Buch daraus geworden.

C

Cropp, Wolf-Ulrich
Das andere Fremdwörter-Lexikon
Das passende Fremdwort schnell gefunden

PIPER
533 Seiten

D

Duden
Das große Fremdwörterbuch

Duden
1600 Seiten
Gebundene Ausgabe - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2003

Dudenverlag
1.552 Seiten

Duden - Bd 05
Das Fremdwörterbuch

Herausgegeben von der Dudenredaktion
Auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln
9., aktualisierte Auflage
Über 55.000 Fremd- und Fachwörter der deutschen Gegenwartssprache mit über 400.000 Angaben zu Bedeutung, Aussprache, Grammatik, Herkunft, Schreibvarianten und Worttrennungen
1.104 Seiten, Gebunden
21,95 EUR [D]
Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2007

Buch plus CD-ROM für Windows, Mac OS X und Linux
27,95 EUR

CD-ROM für Windows, Mac OS X und Linux (Office-Bibliothek)
19,95 EUR

(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=882837

Das "Fremdwörterbuch" von Duden ist jetzt in 9., aktualisierter Auflage auf der Basis der seit August 2006 verbindlichen Rechtschreibregeln erschienen.
Mit etwa 55 000 Stichwörtern und über 400 000 Angaben zu Bedeutung, Aussprache, Grammatik, Herkunft, Schreibvarianten und Worttrennungen bietet der Fremdwörterduden einen umfassenden Überblick über das aktuelle und traditionelle Fremdwortgut in der deutschen Gegenwartssprache. Unentbehrlich für alle, die Fremdwörter richtig verstehen und gebrauchen wollen.

Neu aufgenommen wurden Wörter wie beispielsweise "Blog", "Internetauktion", "MP3-Player", "Open-Source-Software", "Public Viewing", "Sudoku" und "USB-Stick". Neben den rund 160 Infokästen zu wichtigen Wortbildungselementen (z. B. "geo..."/ "hyper..."/ "...metrie") finden sich in dem Standardwerk grafisch hervorgehobene Suchhilfen, die an den Stellen im Alphabet, wo erfahrungsgemäß bestimmte Wörter fälschlicherweise gesucht werden, auf die korrekte Schreibweise verweisen. "Akquirieren" beispielsweise wird häufig unter "aq..." gesucht. Hier gibt der Fremdwörterduden den Hinweis auf die richtige Schreibweise mit "ak...". Darüber hinaus enthält das "Duden-Fremdwörterbuch" aufschlussreiche, in das Wörterverzeichnis eingestreute Sonderkapitel zu Geschichte, Funktion und Gebrauch des Fremdwortes in der deutschen Sprache.

Die digitalen Versionen des Fremdwörterdudens machen die korrekte Aussprache zum Kinderspiel. Dafür sorgen die über 9.000 akustischen Ausspracheangaben, die in Kooperation mit der ARD-Aussprachedatenbank erstellt worden sind. Zu den natürlichsprachlichen Audiofiles zählen Vertonungen von Stichwörtern wie "Ciabatta", "Handheld" oder "UNIX" sowie zu Wörtern, die unterschiedlich ausgesprochen werden können, wie beispielsweise "Audit" und "Magenta".

Zum direkten Herunterladen gibt es das Standardwerk auch im Downloadshop von Duden unter http://www.duden.de/downloadshop.


Der erste Schritt auf der Suche nach interessanten Wortgeschichten ist ja schon getan, wenn man weiss, aus welcher Sprache es in die deutsche Sprache eingewandert ist. Wie viele Wörter dies sind, ahnt man erst, wenn man eines der bekannten Fremdwörterbücher zur Hand nimmt. Und dazu gehört sicherlich auch der Band 5 der "Zwölf Duden-Bände".
Im Februar 2005 hat die Dudenredaktion die 8. überarbeitet Auflage (mit CD-ROM) herausgebracht. Aus diesem Anlass sei im Etymologie-Newsletter darauf hingewiesen.


...
Mit 55.000 Stichwörtern, darunter 2.000 Neuaufnahmen, so umfangreich wie nie. (Auch als CD-ROM für Windows, Mac OS X und Linux sowie als Software für Handhelds und Smartphones. ) Digital mit über 9.000 akustischen Ausspracheangaben.
125 Jahre Duden: Zum Jubiläumsauftakt ist jetzt das "Fremdwörterbuch" von Duden in 8., neu bearbeiteter und erweiterter Auflage erschienen. (25.02.2005)
...
Rund 2.000 neue Wörter wie "Biochip", "Softskill", "Tomogramm", "verlinken" und "Zipdatei" sind in die Neuauflage eingegangen. Den Stichwortbestand der Vorgängerauflage hat die Dudenredaktion sorgfältig überarbeitet und aktualisiert.
...


Der Duden, Bd.5 : Duden Das Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Gebundene Ausgabe - 1056 Seiten - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3411716312

Der Duden, Bd.5 : Duden Das Fremdwörterbuch, m. CD-ROM
Sondereinband - Bibliographisches Institut, Mannheim
Erscheinungsdatum: Februar 2005
ISBN: 3411716320

(E?)(L?) http://www.duden.de/produkte/?nid=117


(E?)(L?) http://www.duden.de/fremdwoerterduden/


(E?)(L?) http://www.presseportal.de/story.htx?nr=651782


Erstellt: 2005-03

Duden - Tb 09
Duden Taschenbuch 09
Ahlheim, Karl-Heinz
Wie gebraucht man Fremdwörter richtig

Duden Taschenbücher, Bd.9
368 Seiten
Broschiert - Bibliographisches Institut, Mannheim

E

Eisenberg, Peter
Das Fremdwort im Deutschen

(E?)(L?) https://www.degruyter.com/view/product/469773

Welche Fremdwörter gibt es im heutigen Deutsch, wo kommen sie her und wie verhalten sie sich innerhalb des Gesamtwortschatzes unserer Sprache? Mit diesem Buch wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, einen wichtigen, vielseitigen und seit Jahrhunderten wachsenden Teil des deutschen Wortschatzes systematisch und trotzdem verständlich zu beschreiben. Faktenkenntnis ist auch in öffentlichen Auseinandersetzungen über Fremdwörter der beste Ratgeber. Aus diesem Grund wendet sich das Buch an einen größeren Leserkreis. Was die Lektüre an Fachwissen verlangt, wird vollständig und leicht zugänglich mitgeliefert.

Das Buch möchte einerseits wichtige Ergebnisse der Fremdwortforschung zum Deutschen zusammenfassen und entwickeln, indem Phonologie, Orthographie, Flexion und Wortbildung einschl. der Lehnwortbildung für die Gräkolatinismen, Gallizismen und Anglizismen auf dem Hintergrund der Wortgrammatik des Kernwortschatzes dargestellt werden. Auf diese Weise wird es möglich, semantische und vor allem strukturelle Fremdheitsmerkmale zu identifizieren, so dass auch Einzelheiten von Integrationsprozessen in Richtung Kernwortschatz zugänglich werden. Innerhalb dieser Systematik kommt es darauf an, die Charakteristika der einzelnen Großklassen von Fremdwörtern herauszustellen.

Die systematische Beschreibung macht den zweiten Hauptteil des Buches aus. Im ersten Hauptteil werden ebenso ausführlich die Hauptthemen des öffentlichen Fremdwortdiskurses und seine historischen Grundlagen abgehandelt. Dazu gehört einmal die Geschichte der Entlehnungen aus den wichtigsten Gebersprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Lateinisch und Griechisch. Dazu gehört weiter die Rolle des Deutschen als Nehmersprache. Spracheinstellungen, Purismus, Verdeutschungs- und Eindeutschungsbemühungen mit ihren Materialisierungen in Wörterbüchern kommen zur Sprache. Ein besonderes Anliegen besteht in der Vermittlung beider Hauptteile: Ständiger Begleiter der Darstellung bleibt die Frage, was in der Grammatik von Fremdwörtern aus ihrer Geschichte und Funktionalität aufgehoben ist.

Die dritte Auflage von Peter Eisenbergs erfolgreichem Werk Das Fremdwort im Deutschen enthält zahlreiche Ergänzungen und Aktualisierungen.

Peter Eisenberg, geboren 1940, Studium der Nachrichtentechnik, Informatik, Musik und Sprachwissenschaft; Professor em. für Deutsche Philologie an der Universität Potsdam; längere Studien- und Arbeitsaufenthalte in den USA, der Volksrepublik China, Frankreich, Iran und Ägypten; 1990-92 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft; 1996 Deutscher Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung; Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Mitglied des Rates für deutsche Rechtschreibung. 2008 erhielt Peter Eisenberg den Konrad-Duden-Preis für seine Verdienste um die deutsche Grammatik.

465 Seiten
Sprache: Deutsch
Werktyp: Monographie
Schlagwort(e): Purismus (Sprache); Phonologie; Orthographie; Morphologie; Fremdwort; Entlehnung
Zielgruppe: Germanisten, Sprachwissenschafler, sprachinteressierte Nichtfachleute


Erstellt: 2018-03

F

G

H

I

J

Küpper, Heinz
Fremdwörterbuch
nebst Verzeichnis gebräuchlicher Abkürzungen

Reclam
239 Seiten
kartoniert

Reclam
239 Seiten
gebunden

K

L

Langenscheidt - e-Gwb
Langenscheidt - e-Grosswörterbuch
Deutsch als Fremdsprache

e-Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache. CD-ROM Version 4.0 für Windows ab 95. Langenscheidt.
System: Windows 98, Windows Me, Windows 2000, Windows XP
Medium: CD-ROM
Erscheinungsdatum: Juni 2003

Latein und Griechisch im deutschen Wortschatz - Lehn- und Fremdwörter altsprachlicher Herkunft

Gebundene Ausgabe - 223 Seiten
Erscheinungsdatum: 1988
Auflage: 5. unveränd. Aufl.
ISBN: 3065625016

Limbach, Jutta
Eingewanderte Wörter

Eine Auswahl der interessantesten Beiträge zur internationalen Ausschreibung "Eingewanderte Wörter"
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Hueber Verlag; Auflage: 1 (26. April 2008)
Sprache: Deutsch


In dem Buch werden die besten, schönsten und originellsten Einreichungen zur internationalen Ausschreibung Wörter mit Migrationshintergrund - Wir suchen das beste eingewanderte Wort des Goethe-Instituts und des Deutschen Sprachrats veröffentlicht. Der wertvoll ausgestattete Geschenkband zeigt die grenzüberschreitende Qualität von Sprache und die Bereicherung der deutschen Sprache durch den Einfluss aus anderen Sprachen.

Gewiss: Nicht selten ärgert man sich zu Recht darüber, wenn sich fremdsprachige Begriffe wie selbstverständlich im Deutschen einbürgern, obwohl sie häufig genug den zu bezeichnenden Sachverhalt nicht einmal so treffend bezeichnen wie die deutsche Vokabel, die dafür eigentlich zur Verfügung stünde. Wieso etwa muss ein "Verkäufer" unbedingt als "Sales Manager" firmieren? Oder ein "Redakteur" als "Editor"? Doch manches "eingewanderte Wort" ist tatsächlich eine Bereicherung für den hiesigen Sprachgebrauch. Dies anhand von Beispielen zu zeigen, waren die Teilnehmer am Wettbewerb „Wörter mit Migrationshintergrund - das beste eingewanderte Wort“ aufgerufen, den das Goethe-Institut und der Deutsche Sprachrat veranstaltet haben.

Eine Auswahl der Einsendungen präsentiert die hier angezeigte, ebenso amüsante wie lehrreiche Anthologie, aus der man auch erfährt, dass so manches Wort, das man bislang für „urdeutsch“ gehalten haben mag, seinen Ursprung in Wahrheit ganz woanders hat. Das gilt beispielsweise für den von der Jury auf den dritten Platz gewählten Wortmigranten, den "Engel", der aus dem Griechischen zu uns gefunden hat. Auf dem zweiten Platz landete die "Currywurst" (aus dem Tamil) gegen die sich ausgerechnet nur noch der ursprünglich ungarische "Tollpatsch" durchsetzen konnte. Über die Platzierung kann man sicher streiten. Gewiss hätten sich auch das aus dem Italienischen eingewanderte "Larifari" oder das aus dem Mittelpersischen stammende "Paradies" für vordere Plätze angeboten, ebenso wie der französischstämmige "Pantoffel" oder die (griechische) "Fantasie". Ach was: Eigentlich versammelt der empfehlenswerte Band sowieso nur Sieger. Denn (fast) alle haben sie es geschafft: Sie sind aus der deutschen Sprache nicht mehr wegzudenken. Sie gehören einfach dazu! Und wie es dazu gekommen ist, das beschreiben die Einsender in lesenswerten Anekdoten, die das Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu einer vergnüglichen Lektüre machen. Unbedingt empfehlenswert! Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de

Kurzbeschreibung
Ob man nun morgens zum Frühstück lieber "Kaffee", "Tee" oder heiße "Schokolade" trinkt, lieber einen "Joghurt" löffelt, am "Knäckebrot" knabbert oder sich dick "Marmelade" auf's "Croissant" schmiert noch bevor man richtig wach wird, hat man sich schon unbemerkt Wort-Schätze aus vielen Sprachen einverleibt. Und wie sitzt man an diesem babylonischen Frühstückstisch? Noch ganz gemütlich im "Pyjama" oder bereits im "Pullover"?

In dem reichhaltig illustrierten, hochwertig ausgestatteten Geschenkband ist eine Auswahl der interessantesten, aufschlussreichsten und kuriosesten Wort-Schätze und deren kreative Begründungen aus den Einsendungen zum gleichnamigen Wettbewerb enthalten. Auch Prominente, Schriftsteller und Politiker werden ihr schönstes eingewandertes Wort verraten.

Mehr als 3.500 Menschen aus 45 Ländern beteiligten sich an der Suche nach Wörtern, die in die deutsche Sprache eingezogen sind. Hoch im Kurs stand bei den Einsendern unter anderem die "Hängematte". Das Wort stammt aus der haitianischen Ureinwohnersprache ("amaca") und ist über Spanien ("hamaca") und Holland ("hangmak") nach Deutschland immigriert. Ein Einsender schrieb dazu: Wer sich an einem deutschen Samstag in seinem Garten, zwischen Apfelbaum und Jägerzaun, für eine bescheidene halbe Stunde in seine "Hängematte" flegelt, um in enttäuschter Sehnsucht von karibischer Ruhe zu träumen, findet immerhin Trost in der Sprache.


M

Mahrenholtz, Katharina (Autor)
Horizont und Hängematte
Verliebt in 100 eingewanderte Wörter

(E?)(L?) https://www.lehmanns.de/shop/schulbuch-lexikon-woerterbuch/45738095-9783411742592-horizont-und-haengematte

Buch | Hardcover, 160 Seiten, 2019, Bibliographisches Institut (Verlag), 978-3-411-74259-2 (ISBN)

"Tohuwabohu", "Hängematte", "Bungalow" und "Bikini": 100 Wörter, die aus anderen Sprachen ins Deutsche eingewandert sind und die unsere Welt viel bunter machen, stellt dieser liebevoll gestaltete Titel ins Rampenlicht. Zu jedem Wort gibt es spannende und unterhaltsame Fakten rund um Bedeutung und Ursprung sowie Funfacts für Sprachliebhaber wie Synonyme, Reimwörter und Scrabble-Werte. Die liebevollen Illustrationen begleiten einzelne Wörter mit feinem Humor.

Die deutsche Sprache hat sich im Laufe der Zeit gewandelt und es kamen aus vielen verschiedenen Sprachen neue Wörter hinzu - und das ist auch gut so! Ebenso wandern auch deutsche Wörter in andere Sprachen aus, wie "Kindergarten", "Gesundheit" oder "Butterbrot". Alle diese Wörter haben gemein, dass sie es wert sind, gesammelt zu werden und ihre Geschichten zu erzählen. Zudem laden sie zum Eintauchen in andere Kulturen, Schmökern und Schmunzeln ein.


Erstellt: 2020-01

Müller, Michael
Kleines Fremdwörterbuch

Verlag: Reclam, Ditzingen (Dez. 2006)
Sprache: Deutsch
2., völlig neu bearbeitete Auflage
358 S. UB 18462

(E?)(L?) http://www.reclam.de/detail/978-3-15-018462-2

2., völlig neu bearb. Aufl.
358 S.
ISBN: 978-3-15-018462-2
EUR (D): 7,80

Die Sprache lebt, sie erweitert sich ständig, der Zustrom von Fremdwörtern scheint täglich anzuschwellen: "Alko-Pop", "Bashing", "Denglisch", "Doggy Bag", "googeln", "Nordic-Walking", "scrollen", "simsen" oder "Wellness" sind nur einige der Begriffe, die in die grundlegend überarbeitete Neuausgabe des bewährten kleinen Nachschlagewerks aufgenommen wurden.


N

O

Osman, Nabil (Hg.)
Kleines Lexikon deutscher Wörter arabischer Herkunft

(E?)(L?) http://www.chbeck.de/Osman-Kleines-Lexikon-deutscher-Woerter-arabischer-Herkunft/productview.aspx?product=31948

8. Auflage 2010
141 S.: Paperback
ISBN 978-3-406-60155-2

Das erfolgreiche und unterhaltsame Buch des ägyptischen Germanisten Nabil Osman wird jetzt in neuer Ausstattung in der Beck'schen Reihe vorgelegt. Nabil Osman hat hier rund 500 deutsche Wörter arabischer Herkunft versammelt. Er weist ihre ursprüngliche arabische Bezeichnung nach, erläutert sie und erzählt ihre - oft abenteuerliche - Geschichte, eine Geschichte, die vieles von der Ausbreitung der arabischen Kultur - von Byzanz bis Spanien - zu berichten hat. Manche Wörter sind inzwischen aus unserem Sprachschatz verschwunden, andere blieben in literarischen Werken lebendig, etwa in Goethes "West-östlichem Diwan", bei Rückert, Schlegel und Platon - und haben nicht selten über diese Dichtungen wieder Eingang in unsere Sprache gefunden.


Erstellt: 2016-11

P

Q

R

Riehl, Claudia M. (Autor)
Sprachkontaktforschung. Eine Einführung

Broschiert: 234 Seiten
Verlag: Gunter Narr Verlag; Auflage: 2., überarb. Aufl. (16. September 2009)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Sprachkontaktforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Sprachen in multilingualen Gesellschaften oder bei mehrsprachigen Individuen wechselseitig beeinflussen. Dies betrifft die Dynamik von sprachlichen Systemen und Wandelprozessen ebenso wie sozio- und psycholinguistische Fragestellungen. Die Einführung gibt daher einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Ansätze, Methoden und Grundlagen dieser Forschungsrichtung. Sie beschreibt in einfacher, gut lesbarer Form die Wirkungen des Sprachkontakts und die Phänomene an der sprachlichen Oberfläche. Alle Erscheinungen werden anhand von Beispielen illustriert und erläutert. Die Neuauflage bietet neben aktualisierten Daten auch Ergänzungen im Bereich der Methoden und Themenbereiche.


Erstellt: 2010-03

S

Scherer, Carmen (Herausgeber)
Holler, Anke (Herausgeber)
Strategien der Integration und Isolation nicht-nativer Einheiten und Strukturen
(Linguistische Arbeiten)

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: De Gruyter (1. August 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Der Band beschäftigt sich mit der Frage, wie Sprecher mit Entlehnungen aus anderen Sprachen umgehen. Werden Fremdwörter in Aussprache, Schreibung, Flexion und Satzbau an die Nehmersprache angepasst oder behalten sie Merkmale ihrer Herkunftssprache bei? Verändern entlehnte Einheiten das System der Nehmersprache oder werden sie von diesem verändert? Methodische Überlegungen zur Identifikation von Fremdwörtern ergänzen die Untersuchungen zum Deutschen, Polnischen, Hebräischen und Japanischen.

Über den Autor
Carmen Scherer, Universität Mainz; Anke Holler, Universität Göttingen.


(E?)(L?) http://www.degruyter.de/cont/fb/sk/detail.cfm?id=IS-9783110234312-1&ad=nld

Strategien der Integration und Isolation nicht-nativer Einheiten und Strukturen
Hrsg. v. Scherer, Carmen / Holler, Anke
2010 | Gebunden | Euro [D] 89,95 / für USA, Kanada, Mexiko US$ 126,-. * ISBN 978-3-11-023431-2 Reihe: Linguistische Arbeiten 532

Produktinfo
Die Entlehnung sprachlicher Einheiten ist ein Phänomen, das in Wissenschaft und Öffentlichkeit auf ein breites Interesse stößt. Die Diskussion beschränkt sich jedoch häufig auf die lexikalische Ebene und die Schwierigkeiten bei der Verwendung von sog. Fremdwörtern. Übersehen wird dabei, dass Entlehnungsprozesse nicht auf die Wortebene beschränkt sind und dass es nicht-native Einheiten gibt, die Sprechern trotz ihrer fremden Herkunft keinerlei Probleme bereiten, da sie nativen Mustern entsprechen oder leicht an diese angepasst werden können.

Der Band beleuchtet aus unterschiedlicher theoretischer und methodischer Perspektive die Prozesse, die für die Übernahme sprachlichen Materials relevant sind. Ziel ist es zu klären, auf welche Weise nicht-native Einheiten und Strukturen in eine Nehmersprache integriert werden bzw. unter welchen Bedingungen sie isoliert bleiben. In insgesamt zwölf Beiträgen zu verschiedenen Sprachen werden Integrations- bzw. Isolationsprozesse von lexikalischen Einheiten sowie von Einheiten unterhalb und oberhalb der Wortebene untersucht. Neben phonologischen, graphematischen und morphologischen Aspekten nicht-nativer Einheiten wird insbesondere die Integration syntaktischer und semantischer Strukturen thematisiert.


Erstellt: 2010-09

Schlieper, Andreas (Autor)
How to use Fremdwörter without sich zu flambieren

Broschiert: 239 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (1. März 2010)
Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung
Was versteht man unter "Prekariat"? Gibt man "Gastrologen" Trinkgeld? Und warum wirkt Rosenkohl "äolisch"? Andreas Schlieper erklärt Herkunft und Bedeutung zahlreicher Fremdwörter und gibt Tipps zur korrekten Anwendung. Er zeigt außerdem, wie man mit Wissen, Witz und Charme bei jeder Konversation eine gute Figur macht. So füllen Sie Wissenslücken und peinliche Gesprächspausen!

Über den Autor
Andreas Schlieper, geboren 1951 in Düsseldorf, hat Psychologie und Volkswirtschaft studiert. Seitdem arbeitete der Diplom-Ökonom in verschiedenen Funktionen in Nordrhein-Westfalen, zuletzt in der Landesregierung. Er ist Autor mehrerer Sachbücher.


Erstellt: 2010-09

Schulz, Josef
Gebräuchliche Fremdwörter aus den Schlagzeilen der Zeitungen

von Josef Schulz, Albrecht Zutter
Taschenbuch - 40 Seiten - Vlg. an der Ruhr, Mülheim
Erscheinungsdatum: 1991
ISBN: 3927279706

T

Thill, Hans
Im Fremdwort zuhaus

von Hans Thill, Stefan Wieczorek, Ingo Wilhelm
Sondereinband - 200 Seiten - Wunderhorn
Erscheinungsdatum: Juli 2002
ISBN: 3884231804

U

Unger, Andreas
Von Algebra bis Zucker
Arabische Wörter im Deutschen

(E?)(L?) http://www.reclam.de/detail/978-3-15-010609-9

Das "Minarett", der "Harem", die "Falaffel" - das sind Wörter aus der arabischen Sprache, die sich bei uns mit den Dingen, die sie bezeichnen, eingebürgert haben. Aber auch so geläufige, zum Teil ganz treudeutsch anmutende Wörter wie "Aprikose", "Benzin", "Gamasche", "Kaliber", "Lack", "Laute", "Limonade", "Matratze", "Scheck", "Sofa", "Spinat", "Tasse", "Ziffer" und sogar "Zucker" stammen aus dem Arabischen. Es mag gerade viel vom »Kampf der Kulturen« die Rede sein, das Zusammenwirken der Kulturen ist viel älter, und es hat vor allem im Mittelalter bewirkt, dass eine neugierige, aufnahmebereite und vermittlungsfreudige arabische Kultur Europa gelehrt hat, was feine Lebensart, Wissenschaft und Technik sind. Längst nicht alle diese Begriffe und Dinge stammen ursprünglich aus der arabischen Kultur, sie wurden zumeist von den Arabern im Zuge der Expansion des Islam von anderen Kulturen übernommen, wie z.B. der persischen, der indischen, oder auch den schriftlichen Relikten der antiken griechischen Wissenschaften. Andreas Unger versammelt in seinem Lexikon alle geläufigen deutschen Wörter arabischer Herkunft, und mit der Wortgeschichte schreibt er immer auch Kapitel einer Kulturgeschichte der Dinge, die die Wörter bezeichnen.

2., überarb. und aktual. Aufl.
Mitarb.: Islebe, Andreas Christian
320 S.
ISBN: 978-3-15-020281-4


V

W

Wörtmann, Rainer
Fremdwörter - leicht verstehen
Anhand von Vor- und Nachsilben

2007 Books on Demand, Kartoniert 19.80 EUR
(inkl. USt.) sofort lieferbar


Über den Autor
Rainer Wörtmann, viele Jahre als Art Director verantwortlich für "Transatlantik" und das "Spiegel"-Titelbild, ist ein Garant für pointierten Einsatz der Stilmittel und höchste Ästhetik. Er lebt als freier Gestalter und Berater verschiedener Verlage in Hamburg. Verantwortlicher Gestalter für die Publikationen "Friedrichstadtpalast Berlin" und "Friedrichs Traum - Die Berliner Staatsoper Unter den Linden".


(E?)(L?) http://www.weltbild.de/artikel.php?artikelnummer=12467836


Wüllner, Jo
German für Deutsche
Die 666 wichtigsten Wörter zum Überleben

(E?)(L?) http://www.jokers.de/3/17725370-1/buch/german-fuer-deutsche.html

2013, 1, 384 Seiten, Maße: 14,4 x 22 cm, Gebunden, Deutsch

Sind Anglizismen der Anfang vom Ende?

Eine amüsante Reise durch die deutsche Sprache.

Die 666 wichtigsten englischstämmigen Wörter zum Überleben in unserer modernen Gesellschaft: amüsantes Wörterbuch und Pamphlet wider pseudo-elitäre Sprachwächter. Sind Anglizismen wirklich der endgültige Untergang unserer Sprache und letztlich Kultur? Jo Wüllner beantwortet dies mit einem klaren Nein. Und zeigt an 666 oft verblüffenden Satzstrukturen und Wörtern die unglaubliche Elastizität des Deutschen. Mit Angaben zur Wort-Herkunft u.v.m.

Autoren-Porträt von Jo Wüllner

Jo Wüllner, Jahrgang 1953, studierte Germanistik und Sozialwissenschaften und arbeitete als Journalist und PR-Berater. Von 1988 bis 1992 war Jo Wüllner Chefredakteur von PRINZ. Seit 1993 ist er Inhaber eines Büros für Medienentwicklung Relaunch und Neuentwicklung. Außerdem berät er seit 1998 Gewerkschaften bei kommunikativen und publizistischen Projekten. Er lebt in Herten bei Recklinghausen.

2013, 384 Seiten, Maße: 14,4 x 22 cm, Gebunden
Deutsch
Verlag: Knaus
ISBN-10: 3813505146
ISBN-13: 9783813505146


Erstellt: 2014-11

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